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Kaninchen für Kinder nicht geeignet!Kaninchen für Kinder nicht geeignet!

Die Kaninchen auf Ostergrußkarten, in Kinder- und Kaninchenbüchern werden meist niedlich und kuschelig dargestellt und sind mitunter deswegen nach Hund und Katze der beliebteste tierische Gefährte der Deutschen. Die als besonders pflegeleicht und anspruchslos angepriesenen Tiere werden oft, besonders zu Ostern, aus einer Laune heraus gekauft. Kommerzielle Tier- und Tierbedarfshändler vermitteln ihren Kunden den Eindruck, für die artgerechte Haltung von Kaninchen bedarf es nicht mehr als ein Gitterkäfig mit Wasserflasche, Mineralleckstein, Fertigtrockenfutter, ein Sack Heu und eventuell noch eine Krallenzange und ein niedliches kleines Bürstchen für die spielerische Fellpflege. Über die wahren artspezifischen Bedürfnisse von Kaninchen werden die unerfahrenen Käufer nur selten informiert. Wieso sollte sich der Händler von unsinnigem, ungeeignetem Tierzubehör selbst das Wasser abgraben?

Die gestressten Eltern der kindlichen Kaninchenmama unterschätzen...

• den Platzbedarf, den diese bewegungsfreudigen Tiere erfordern
• den Arbeitsaufwand für das Sauberhalten des Geheges
• die Nag-, Kratz- und Klopfgeräusche, die eingesperrte Kaninchen, vor allem nachts und früh morgens, verursachen
• den Arbeitsaufwand für die Heranschaffung von tierartgerechtem Futter
• die Schäden an Teppichen, Möbeln und dem gesamten Inventar, die Kaninchen innerhalb der Wohnung anrichten


Wenn der Reiz des neuen Spielgefährten bei Kindern verflogen, das niedliche, putzige „Ninchen“ inzwischen größer und mit Einsetzen der Geschlechtsreife noch dazu streitlustig, bissig und in der Wohnung so richtig unbequem und schädlich geworden ist, werden viele Kaninchen einfach „hinter Gittern“ vernachlässigt, die Grundversorgung mit Futter und Wasser nicht selten von den Kindern schlichtweg vergessen und dann letztendlich, falls sie noch leben, im Tierheim oder bei Kaninchenschützerinnen anonym vor die Tür gelegt oder einfach auf einer Wiese oder im Stadtpark ausgesetzt, wo die bunten, kurzbeinigen, in der Natur unerfahrenen Tiere nur geringe Überlebenschancen haben, da sie den nachtaktiven Räubern Fuchs, Marder, Wiesel und Co. schutzlos (ohne Höhle) ausgeliefert sind.

„Kaninchen sind kein Ersatz für echte Zuwendung und Beschäftigung!“
Kaninchen gelten als fleischgewordene Teddybären, die jeder nach Belieben drücken und umarmen kann. Mit den braunen Knopfaugen, dem bunten, flauschigen, weichen Fell und der rundlichen Form mit den Schlappohren oder den kleinen Öhrchen wirken die Zwergkaninchen eher wie Monchichies oder kleine Jolly Jumpers. Tierhändler machen sich diesen Umstand eiskalt zu Nutze, obwohl sie ganz genau wissen, dass die geschlechtreifen, ausgewachsenen Kaninchen als „Haustier“ für Kinder überhaupt nicht geeignet sind; wie übrigens die meisten anderen „verkauften“ Tiere auch.

Zoohandlungen und andere Tierhändler erwerben ganz bewusst von Billigzüchtern ausschließlich blutjunge, Kaninchenkinder zum Weiterverkauf, weil nur sehr kleine, niedlich ausschauende Kaninchen das Interesse der Kinder wecken. Und nur in Verbindung mit diesen sehr kleinen Zwergkaninchen können dann auch die für diese Tierart viel zu kleinen, zoohandelsüblichen Gitterkäfige halbwegs überzeugend mitverkauft werden. So sammeln sich Abertausende von schönen, aber psychisch und physisch geschädigten Kaninchen in Tierheimen und bei privaten Kaninchenschützern.

„Adoption eines Kaninchens – eine verantwortungsvolle, langfristige Aufgabe!“
Falls Sie sich - nach gründlicher Überlegung - entschlossen haben, einer kleinen Gruppe von Kaninchen ein Zuhause in einem naturbelassenen Außengehege (im Garten) zu bieten, haben sie in den Tierheimen oder bei Kaninchenschutzinitiativen eine große Auswahl an tollen Kaninchen, die Ihnen ein Leben lang dermaßen dankbar sind, weil es ihnen in Ihrer Obhut besser geht als beim vorherigen Halter im Käfig.
Kaninchen können bis zu zehn Jahre alt werden. Sie brauchen Gesellschaft mit Artgenossen. Halten Sie bitte niemals ein Tier einzeln. Auch der Mensch oder ein Meerschweinchen sind für diese geselligen Tiere kein Ersatz für einen oder mehrere Artgenossen. Nur gleiche Tierarten können untereinander kommunizieren und profitieren davon.

Ein kastriertes Männchen und ein kastriertes Weibchen sind in aller Regel verträglich. Die Adoption von Tieren aus dem Tierheim hat zum Vorteil, dass dort Tiere meist schon kastriert sind und auch die Verträglichkeit eines Kaninchenpaares/-sippe bereits geprüft wurde. Es ist unabdingbar, Ihr neues „Haustier“ sofort kastrieren zu lassen. Anderenfalls markieren die Männchen ihr Revier, die Weibchen tragen ein hohes Risiko für Gebärmutterkrebs, und die schon jetzt enorme Überpopulation verschlimmert sich weiter.

"Dankeschön, wir sind auch Vegetarier!"
Kaninchen sind Vegetarier. Der Großteil der Nahrung eines Kaninchens sollte aus Wiesenheu (bzw. im Sommer frischem Gras) bestehen. Dazu freuen sich die Nager über biologisches Obst und Gemüse (z.B. Äpfel, Karotten).
Kaninchen lieben aber nicht nur Karotten und Gräser, sondern alle möglichen frischen und getrockneten Kräuter aus dem heimischen Garten. Bei freier Futterauswahl auf einer Wildkräuterwiese suchen sich (Wild)Kaninchen die schmackhaftesten Pflanzen aus. Giftige und zumeist deswegen auch stark bitter schmeckende Pflanzen wie z.B. der Hahnenfuß bleiben auf der (Weide)Wiese stehen. Die gängigen Kräuter wie Petersilie (v.a. die Petersilienwurzel), junge Löwenzahn-, Himbeer- und Brombeerblätter und auch die weniger bekannten und verkannten „Unkräuter“, wie Schafgarbe, Breit-, Wiesenkerbel, Barbara-, Gänsefingerkraut, wilde Pimpinelle, Gundelrebe, Quendel, Vogelmierekraut oder ab und an mal Walderdbeerblätter fressen Kaninchen mit freier Futterauswahl je nach Bedarf und Empfinden in mehr oder weniger großen Mengen. Auch junge Zweige/Blätter/Nadeln von Büschen und Bäumen wie Haselnuss, Buche oder Fichte knappern alle Kaninchen gern. Stark würzige Kräuter wie Sellerie, Bärlauch, Knoblauch, oder Ruccola schmecken den meisten Kaninchen nicht. Blähende Kohlsorten und jegliches konventionelles, gespritztes Gemüse sollten nicht an Kaninchen verfüttert werden. Paprika, stark wässrige, behandelte (Süd)Früchte sind für eine artgerechte Kaninchenernährung nicht geeignet.

Für an Kräuter und Wildwiesengras (bzw. Heu) als Hauptnahrung gewöhnte Kaninchen mit großer Futterauswahl auf einer Wiese ist es kein Problem, sich die Gräser und Kräuter auszusuchen, die ihnen am besten gut tun. Morgens, abends und auch in der Nacht wollen die Kaninchen besonders viel fressen. Die Menge des angebotenen Futtergrases muss also immer so groß sein, dass die Tiere eine Auswahl vornehmen können und trotzdem alle satt werden. Wenn jedoch die Langohr-Dauerfresser im Sommer ausgehungert oder gar durstig in einem warmen Holzkasten sitzen und vom kindlichen Halter unfachmännisch gesammelte Kräuter in zu einseitiger Zusammensetzung, zu kleiner oder zu großer Menge vorgelegt bekommen, „stürzen“ sich die Tiere auf das Frischfutter und es droht die Gefahr von Durchfall, Vergiftungen oder Trommelsucht.

„Kaninchengerechte Höhle im gesicherten Freilaufrevier“

Kaninchen können keine extreme Hitze vertragen und sie müssen Schutz vor Kälte haben. Hochsommerliche Temperaturen enden für viele Kaninchen mit einem tödlichen Hitzschlag, wenn sich die eingesperrten Pelztiere nicht in einen kühlen Raum zurückziehen können. Nur über die großen, langen, innen unbehaarten Ohren haben Kaninchen die Möglichkeit sich abzukühlen. Wildkaninchen graben eine Höhle unter der Erde, um sich vor Feinden und vor schlechtem Wetter zu schützen. In ihrer im Sommer kühlen Höhle sitzen sie tagsüber, um sich vor der Hitze zu schützen. In frostkalten Winternächten ist es in ihrer unterirdischen Kaninchenhöhle mit ca. 10 – 14 Grad Celsius für Kaninchen angenehm warm. Und stürmische, nasse Herbsttage werden vorwiegend in der trockenen Höhle verschlafen. Diesen elementaren Grundbedürfnissen von Kaninchen sollte der gute, fürsorgliche Halter gerecht werden. So sollte diesen Tieren eine frei zugängliche, akzeptable, geräumige „Höhle“ als Ruheort, Nacht- und Winterquartier zu Verfügung gestellt werden, die im Sommer kälter und im Winter wärmer als die Außentemperatur ist. Als „Höhle“ kann ein Steinhäuschen, eine Scheune, ein mit Steinplatten ausgelegtes Gartenhäuschen oder ein Kellergeschosszimmer des Wohnhauses dienen. Ist die angebotene Höhle für die Kaninchen nicht geeignet, werden die Tiere (versuchen) sich eine eigene Höhle graben!

Um frei laufende Kaninchen im Garten vor Fuchs, Marder oder anderen Feinden zu schützen, gehören Kaninchen nachts in ein sicheres, geräumiges Quartier, ihre „Höhle“, und das Freilaufgelände sollte tagsüber mit einem elektrifizierbaren Weidezaun gesichert sein. Heutzutage sind im Handel speziell für den hausnahen Gebrauch engmaschige, flexible Kleintierzäune in verschiedenen Höhne ( 50 – 170 cm) erhältlich, die frei laufenden Kleintieren wie Enten, Hühnern oder auch Kaninchen Schutz bieten. Diese Zäune werden im Gegensatz zum üblichen Maschendraht, an dem sich Marder und Katze spielend hochziehen können, weder von Innen von den Kaninchen noch von Außen von Räubern „bearbeitet“.

Wer Kaninchen wohlwollend behandelt und ihnen im Garten einen ausreichend großen Freiraum, sprich artgerechte Lebens- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie eine attraktive „Höhle“ bietet, kann sich an ausgeglichenen, gesunden, zufriedenen und vor allem reviertreuen Tieren ohne jegliche Fluchttendenz erfreuen.

„Auf was Sie noch achten müssen“
Kaninchen werden instinktiv nervös, wenn sie vom Boden hochgehoben werden. Wegen der feinen Struktur ihrer Wirbelsäule und der Kraft ihrer Beinmuskeln können sich strampelnde Kaninchen das Rückgrat brechen. Heben Sie ein Kaninchen niemals an den Ohren oder mit nur einer Hand unter dem Bauch hoch. Kaninchen mögen nicht herumgetragen werden. Sollten Sie ein Kaninchen dennoch mal hochheben müssen, sorgen Sie dafür, dass Sie seine Hinterbeine und seinen Rumpf jederzeit abstützen und mit Ihrer anderen Hand seinen Brustkorb stützen.
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Fleischlose Kost für Hund und KatzeFleischlose Kost für Hund und Katze

Wenn Sie Ihre Haustiere bisher mit kommerziellem Tierfutter ernährten, haben Sie möglicherweise deren Gesundheit gefährdet. Die Herstellung von Fertigfuttermitteln für Tiere wird in Deutschland durch das Gesetz zur Neuordnung des Lebens- und Futtermittelrechts und das Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz geregelt. Demnach dürfen zwar für die Herstellung von Heimtierfutter nur tierische Nebenprodukte verwendet werden, die auch für den Menschen genusstauglich sind, doch spätestens seit den Gammelfleischskandalen wissen wir Alle, zu was die Fleischindustrie fähig ist. Und Sie können uns glauben: Bei der Verarbeitung von Fleisch, das für Tierfutter bestimmt ist, geht es noch viel unzuverlässiger zu.

Wer kann ausschließen, dass sich konventionelles Tierfutter nicht aus zerkleinerten Tierteilen zusammensetzt, das von den Fleischbeschauern als ungeeignet für den menschlichen Verzehr erachtet wurde? Viele Futtermittelfirmen produzieren weltweit und in jedem Land gelten andere Gesetze. So nennt z.B. „Das Branchen Forum Zoo und Garten“ in seiner Ausgabe 02/Februar 2008 China, Indien oder Thailand als Hauptursprungsländer für Hundekauknochen aus Rinderhaut. Dass dort andere Hygiene-, Umwelt- und Tierschutzstandards herrschen, dürfte jedem klar sein. Es ist also nicht abwegig, dass ihr Liebling Fleisch von Tieren bekommt, die unter eine der vier Kategorien - tot, sterbenskrank, von einer Krankheit befallen oder körperbehindert - fallen. Und wie viele dieser Tiere sind an Infektionen und anderen Krankheiten gestorben? Die meisten Tierfutter enthalten die gleichen Hormone, Pestizide und Antibiotika, die man auch in kommerziellen Fleischprodukten für Menschen findet. Sollten Sie sich also Gedanken über die Gesundheit Ihres Haustieres und über die Grausamkeiten der Fleischindustrie machen, dann ist die Zeit reif, vom Kauf fleischlicher Tiernahrung Abstand zu nehmen.

Denn wenn Sie Ihr Tier mit konventionellem Tierfutter ernähren, unterstützen Sie die Fleischindustrie, die jährlich ca. 570 Millionen leidensfähige Kühe, Kälber, Schafe, Schweine oder Hühner allein in Deutschland grausam schlachtet und zerlegt. So werden jährlich über 6,9 Millionen Tonnen Fleisch erzeugt, wovon 2 Millionen Tonnen „Schlachtabfall“ für die Tiernahrung verarbeitet werden.

Viele Vegetarier und Veganer ernähren ihre Haustiere mit gesunder, fleischloser Kost. Ein bemerkenswertes Beispiel ist das von Bramble, einem 27 Jahre alten Border-Collie, dessen vegane Ernährung aus Reis, Linsen und biologisch angebautem Gemüse ihm 2002 einen Eintrag in das Guiness Buch der Rekorde als der älteste lebende Hund der Welt einbrachte (1). Studien haben bewiesen, dass die im Zusammenhang mit dem Fleischverzehr zu sehenden Leiden der Menschen, wie z.B. Allergien, Krebs, Nieren-, Herz- und Knochenprobleme, auch viele Tiere befallen. Tiernahrung wurde auch während der Zeit des Rinderwahnsinns oder Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE) zurückgerufen, aufgeschreckt durch die Gefahr, dass verseuchtes Fleisch zu Futter verarbeitet werden würde (2).

Die Nährwert-Bedürfnisse von Hunden und Katzen können durch eine vegane Ernährung und bestimmte Ergänzungen leicht befriedigt werden. James Peden, der Autor von "Vegetarische Hunde-und Katzenernährung“, hat Vegepet-Zusätze entwickelt, mit denen vegetarische und vegane Rezepte für Hund und Katze angereichert werden können. Sie sind ausgeglichen in ihren Nährwerten, und es gibt sie auch in speziellen Ausführungen für Katzenkinder und Welpen sowie für säugende Katzen und Hündinnen. Darüber hinaus gibt es mittlerweile zahlreiche Futtermittelfirmen, die vegetarisches Alleinfutter – ob als Trocken- oder Nassfutter - anbieten.

Mancher mag sich wohl fragen, ob es grausam ist, auf Fleisch bei der Hunde- und Katzenernährung zu verzichten. Tiere in der freien Wildbahn ernähren sich aber üblicherweise auch von einer Menge Grünzeug. Übrigens müssten Sie ihnen ganze Mäuse oder Vögel servieren oder ihnen erlauben, für sich selbst jagen zu gehen, um ihnen das Fleisch zu geben, das sie von Natur aus essen würden. Diese Option wäre unfair gegenüber heimischen Arten von Vögeln und anderen Kleintieren, da domestizierte Katzen und Hunde aus der Nahrungskette entfernt wurden und Vorteile besitzen, die wilden, freilebenden Tieren fehlen. Hunde und Katzen, die vegetarisch oder vegan leben, genießen sowohl ihr Futter als auch ihre gute Gesundheit. Auch aus ethischer Sicht entspricht ein vegetarisches Futter der Tierrechts-Philosophie.

Wichtige Zusatzstoffe


Die Herstellung von Hundefutter ist einfach, da Hunde - wie Menschen - Allesfresser mit einem normalerweise gesunden Appetit sind. Rezepte für vegetarische und vegane Hunde sind mit dem VegedogTM Zusatz von James Peden’s Firma ‚ Harbingers of a New Age erhältlich. Es ist wichtig, die Vorgaben sorgfältig zu beachten. Falls Sie die Zutaten ändern, gehen Sie sicher, dass Sie dadurch das Gleichgewicht der Nährstoffe nicht stören. Erhält ein Hund zu wenig Protein, Kalzium oder Vitamin D, könnte dadurch seine Gesundheit gefährdet werden.

Außerdem benötigen manche Hunde eine Aminosäure namens L-Carnitin, mit der kommerzielle Hundefutter nicht generell angereichert werden und die auch in hausgemachter Hundenahrung unzureichend vorhanden sein kann. Ein Mangel an diesem Nährstoff kann eine linksseitige Herzerweiterung (Kardiomyopathie) hervorrufen, eine ernsthafte Krankheit, bei der das Herz groß und schlaff wird und seine Funktion nicht mehr länger wahrnehmen kann. Dieses Leiden befällt im allgemeinen Hunde mittleren Alters, die aufgrund ihrer Rasse, Größe, ihrer individuellen genetischen Veranlagung oder aufgrund ihrer Ernährung einen Mangel an L-Carnitin aufweisen. Ein L-Carnitin-Zusatz ist bei Ihren örtlichen Apotheken erhältlich.

Katzen sind gewöhnlich wählerischer als Hunde, und ihre ernährungsbedingten Bedürfnisse sind komplizierter. Katzen brauchen eine beachtliche Menge an Vitamin A, das für die Produktion von Karotin wichtig ist. Ungenügende Mengen davon können einen Hörverlust, Haut- und Knochenprobleme sowie Probleme des Verdauungssystems und der Fortpflanzungsorgane hervorrufen. Katzen brauchen unbedingt Taurin. Eine Katze, der Taurin fehlt, kann ihre Sehkraft verlieren und Herzprobleme bekommen. Kommerzielle Tierfutterhersteller reichern ihr Futter oft mit Taurin an, das aus Mollusken gewonnen wird. James Peden hat pflanzliche Quellen sowohl für die Gewinnung von Taurin als auch für die von Arachidonsäure, einem weiteren wesentlichen Nährstoff für Katzen, gefunden. Er entwickelte daraus die von Vegetariern anerkannten Zusätze Vegecat und Vegekit, mit denen die Rezepte in seinem Buch einfach angereichert werden können. Diese Rezepte sind wohl zurzeit der gesündeste Weg, Katzen vegan zu füttern.

Hunde und Katzen, die nur gekochte oder verarbeitete Nahrung zu sich nehmen, profitieren von Verdauungsenzymen, die der Nahrung zugesetzt wurden. Diese sind in Tierbedarfskatalogen und Naturkostläden erhältlich. Jegliches rohes Gemüse in der Nahrung von Hunden sollte gerieben oder durch eine Küchenmaschine bearbeitet werden, um die Verdaulichkeit zu fördern.

Folgende Firmen vertreiben vegetarisches/ veganes Hundefutter:
(Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)

veganbasics gmbh
Am Kiel-Kanal 2
D-24106 Kiel
Fon +49 (0) 431.97 99 74 00
Fax +49 (0) 431.97 99 74 09
http://www.veganbasics.com/
info@veganbasics.de

Radix Vegan Versand.
Görzerstrasse 133a 81549 München.
radixversand@yahoo.de
www.radixversand.de

Futterservice Fulda
An der Röthe 8
36145 Hofbieber

kontakt@futterservice-fulda.de

http://www.futterservice-fulda.de


http://www.veganic.de/

Trocken- und Nassfertigfutter:
(Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)

Ami-Dog
Yarrah Dog Food Vegetarian
Benevo Dog
Natural Life Vegetarian Dog Formula
Ropo Dog Vegi Croq
Vets for Pets
Petino
Bento Kronen Regular Vegetalis
Pitti Boris Vegetarische Vollkost-Croc
Benevo DUO
BIOPUR
Vegusto Dog
Natural Life Vegetarian Dog Formula

Sollten Sie sich dazu entschließen, Ihr eigenes vegetarisches Hunde- oder Katzenfutter herzustellen, empfehlen wir Ihnen, "Vegetarische Hunde- und Katzenernährung“ zu lesen um sicherzugehen, dass Sie die Bedürfnisse von Hunden und Katzen in Bezug auf ihre Nährstoffe richtig erkannt haben. Dieses Informationsblatt erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das Buch enthält mehrere Rezepte und hilfreiche Hinweise. Es ist im Echo-Verlag erschienen, wo man es auch direkt online bestellen kann. Im Buchhandel ist es ebenfalls erhältlich: ISBN 3-926914-40-8.

Anpassungsphase

Um den Übergang zu einer vegetarischen oder veganen Ernährung zu erleichtern, mischen Sie am besten das vegetarische Futter unter das, was sie normalerweise füttern. Ändern Sie das Mischungsverhältnis stufenweise, bis gar kein Fleisch mehr dabei ist. Für den Fall, dass Sie bei Ihrem Haustier auf Widerstand stoßen, überreden Sie es, indem Sie Soja-Drink, Nährhefe, Spirulina, vorübergehend eine Extraportion Öl, Tomatensauce, strukturiertes Pflanzeneiweiß oder andere Gewürze untermischen und das Futter warm servieren. (Die meisten Hunde lieben Spaghetti!) Viele Katzen mögen Nährhefe und Melonenstückchen, die meisten aber pürierte Kichererbsen und vegane Burger. Falls Ihre Haustiere süchtig nach Futter aus dem Supermarkt sind, kann es eine Weile dauern, bis sie sich umgestellt haben.

Nachdem Hunde und Katzen auf eine vegetarische Ernährung umgestellt wurden, beobachten Sie sie gut um sicherzugehen, dass sie ihre neue Diät vertragen, besonders wenn sie noch Welpen oder Kätzchen sind. Schauen Sie nach chronischen Magen-Darm- und Hautproblemen und beachten Sie jegliche neuen Gesundheitsprobleme. Die Gesundheit vieler Hunde und Katzen verbessert sich durch eine vegetarische Ernährung, aber gelegentlich mag ein Tier nicht gedeihen, so benutzen sie Ihren gesunden Menschenverstand, sollte dies vorkommen.

Quellen:
(1) „27-jähriger veganer Collie könnte ältester Hund der Welt sein“, Abaova, 29. August 2002
(2) Steve Mitchell, „FDA könnte Tierfutter wegen Rinderwahnsinn zurückrufen“, United Press International, 24. Dezember 2003

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