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Honig: von Bienen aus der MassenzuchtHonig: von Bienen aus der Massenzucht

Oft wird man ungläubig angeschaut, wenn man sagt, man esse keinen Honig. Denn was ist schon falsch an Honig? Er kommt doch von Bienen, die friedlich über Wiesen und Felder schwirren und dabei quasi nebenher Nektar einsammeln und mühelos Honig produzieren. Doch so idyllisch ist das Leben von Biene Majas Schwestern leider nicht. Aufgrund von Krankheiten, Pestiziden und dem Klimawandel ist der Bestand schon enorm zurückgegangen. Da aber die Nachfrage nach Honig und anderen Produkten weiterhin sehr hoch ist, werden diese winzigen Tiere, genau wie Hühner, Schweine und Kühe, in der Massenzucht gehalten und benutzt.


Das komplexe Leben der Bienen

Ein Bienenstock besteht aus zehntausenden Bienen. Jede von ihnen hat eine ganz eigene Aufgabe, abhängig vom Geschlecht des Tieres, des Alters und der Jahreszeit. Normalerweise hat jeder Bienenstock eine Königin, tausende Arbeiterinnen und hunderte von männlichen Drohnen. Die Königin kann bis zu 6 Jahre alt werden, während die Lebenserwartungen der anderen Bienen von mehreren Wochen bis hin zu sechs Monaten reicht. Arbeiterbienen sind für die Fütterung der Brut zuständig; außerdem kümmern sie sich um die Königin, bauen Waben, gehen auf die Suche nach Futtermitteln wie Nektar und Pollen und säubern, belüften und bewachen den Stock. Die Drohnen dienen der Königin, die für die Reproduktion zuständig ist. An einem Tag kann sie bis zu 2000 Eier legen – und bis zu 2 Millionen in ihrem ganzen Leben. Wird eine neue Königin geboren, verlassen die alte Königin und die Hälfte der restlichen Bienen des Stocks ihr altes Zuhause und richten sich an einem neuen Ort, den Arbeiterbienen vorher gefunden haben, ein. Sobald die Temperaturen im Winter zu fallen beginnen, scharen sich die Bienen um die Königin und nutzen so ihre Körperwärme, um die Temperatur im Stock konstant bei ca. 35° Celsius zu halten (1).


Eine ganz eigene Sprache

Bienen haben eine einzigartige und komplexe Form der Kommunikation, die auf Sicht, Bewegung und Geruch basiert und die Wissenschaftler und Fachleute noch immer nicht vollkommen verstehen. Bienen informieren andere Mitglieder des Bienenstocks über Futter, neue Stockansiedlungen und andere Vorkommnisse innerhalb des Stocks (wie z.B. die Nektarversorgung) mit Hilfe von komplexen „Tanzbewegungen“. Studien haben bewiesen, dass Bienen in der Lage sind, abstrakt zu denken, ihre Familienmitglieder von anderen Bienen im Stock zu unterscheiden, visuelle Einprägungen während ihrer Reisen zu nutzen und vorher entdeckte Futterquellen wieder zu finden, auch wenn der Bienenstock an einen anderen Ort verlegt wurde. Genau wie bei Menschen ein Geruch eine bestimmte Erinnerung hervorrufen kann, können auch Bienen ihren Geruchssinn dazu verwenden, Erinnerungen an Futterplätze wieder aufzufrischen und haben einen Zeitsinn (1, 2).


Die Bienen und ihr Honig

Pflanzen produzieren Nektar, um Bestäuber (Bienen, Schmetterlinge, Fledermäuse und andere Säugetiere) anzuziehen, die für eine erfolgreiche Reproduktion der Pflanze notwendig sind. Die Bedeutung der Bienen in dieser Hinsicht ist heute wohl unbestritten. Fast pausenlos schwärmen die Bienen eines Volkes aus und bringen es am Tag auf etwa 40 Millionen Blüten. Denn die Bienen benötigen wiederum Pollen und Nektar, um ihr Volk am Leben zu erhalten. Da Nektar viel Wasser enthält, müssen Bienen arbeiten, um ihn auszutrocknen. Außerdem fügen sie ihm körpereigene Enzyme zu, um den Honig in Futter zu verwandeln und zu verhindern, dass er schlecht wird (3).


Honigbienen sind im Bestäuben nicht so erfolgreich wie wilde Bienen

Ungefähr einer von drei Bissen, den ein Mensch an Nahrung zu sich nimmt, wird durch den Einsatz von Bestäubern ermöglicht – Insekten, Vögel und Säugetiere bestäuben ca. 75% aller Anbaupflanzen. Industrielle Bienenzüchter wollen den Konsumenten glauben machen, dass Honig nur ein Nebenprodukt der notwendigen Bestäubung durch Honigbienen ist. Diese sind jedoch dabei nicht so erfolgreich wie ihre wilden Verwandten (z.B. die Hummel oder andere Wildbienen). Wilde Bienen sind im Frühling, mit Männchen und Weibchen, aktiv. Außerdem sind sie weniger anfällig für Krankheiten. Jedoch halten die meisten wilden Bienenarten bis zu 11 Monate im Jahr Winterschlaf und leben nicht in großen Kolonien. Deshalb produzieren sie nur geringe Mengen an Honig, die es, bedenkt man den Aufwand, nicht wert wären, sie ihnen wegzunehmen. Obwohl wilde Bienen also erfolgreicher in der Bestäubung sind, verlassen sich Imker weiterhin auf Honigbienen aus der Massenzucht zur Bestäubung, um der Honigindustrie den enormen Ausstoß an Honig zu gewährleisten (4).


Manipulieren der Natur

Um aus Honig Profit zu schlagen, müssen die Bemühungen der Insekten, zu leben und den Bienenstock zu beschützen, manipuliert und ausgebeutet werden. Daher sind Honigbienen, genau wie andere Tierarten in der Massenzucht, Opfer von unnatürlichen Lebensbedingungen, genetischer Manipulation und stressvollen Transporten. Die so genannten Magazine dienen als künstlicher Bienenstock. Es sind Kästen mit bis zu vier Stockwerken, die an einer Seite zu öffnen sind und einen leicht zugänglichen „Honigraum“ haben. Sie wurden entwickelt, um es Imkern zu ermöglichen, den Stock von Ort zu Ort zu bringen und so wirtschaftlich Honig zu erhalten (3). Die New York Times schrieb, dass Bienen von „ihrer eigenen Geometrie angepassten Stöcken, in Wohnblöcke mit Flachdach verbannt wurden, um dort ein Leben wie im Aktenschrank zu verbringen.“(5)

Da das „Ausschwärmen” (die Aufteilung der Stockbewohner mit der Geburt einer neuen Königin) zu einer geringeren Honigproduktion führen kann, tun Imker alles ihnen mögliche, um das zu verhindern. Beispielsweise werden die Flügel der neuen Königin gekürzt, eine ältere Königin nach nur ein oder zwei Jahren umgebracht und durch eine neue ersetzt oder eine Königin eingesperrt, die beginnt zu schwärmen. Königinnen werden sogar künstlich befruchtet; dabei werden Drohnen benutzt, die während des Prozesses sterben müssen. Kommerzielle Imker täuschen die Königin auch, mehr Eier zu legen, indem sie Wachszellen in den Stock geben, die größer als die sind, die Arbeiterbienen normalerweise bauen würden (5, 6).

Deutsche Imker beklagen immer wieder einen Befall durch die Varroa-Milbe, die dank Wabentausch und lebhaftem Handel mit Bienenvölkern und Königinnen innerhalb von zwei Jahrzehnten fast ganz Europa erobern konnte. Dies hat vernichtende Folgen für die Bienenvölker. Jedoch geschieht in jüngster Vergangenheit etwas, für das Wissenschaftler noch immer keine Erklärung haben: Das größte Bienensterben seit Menschengedenken, als Colony Collapse Disorder (CCD), also Bienenvolk-Kollaps, bezeichnet, begann in den USA und bedroht nun auch Europas Bienen. Das merkwürdigste ist, dass die Tiere scheinbar spurlos verschwinden. Vermutlich kommt vieles zusammen: die Varroa-Milbe, das Kaschmir-Virus, unsachgemäßer Umgang der Imker mit Parasiten und Bienen, Monokulturen, Pestizide, schlechte Wasser- und Futterqualität. Denn die von den Imkern bereitgestellte, künstliche Ersatznahrung (normalerweise würden die Bienen ja den Honig essen), macht die Tiere anfällig für Krankheiten und Angriffe anderer Insekten. Außerdem sind Bienen genetisch sensibel und nicht sehr widerstandsfähig, was durch entsprechende Zucht oder gar Inzucht noch verschlechtert wurde. Dieses schwerwiegende Ereignis zeigt auch klar auf, dass es kein natürliches Gleichgewicht mehr gibt, denn dieses hat der Mensch schon längst in egoistischer Weise zerstört. Die Ausbeutung der Tiere rächt sich, ein Umdenken ist längst überfällig (7, 8, 9, 10).


Was Sie tun können

Vermeiden Sie Honig, Bienenwachs und andere Produkte, die von Bienen stammen. Es gibt bereits eine Auswahl an veganen Lippenpflegeprodukten und Kerzen. Informieren Sie sich unter www.peta.de über Bezugsquellen veganer Produkte und bestellen Sie hier unser kostenloses Veggie Starter Kit unter 07156/178280. Reissirup, Melasse, Hirse, Gerstenmalz, Ahornsirup und getrocknete Früchte oder Fruchtkonzentrate können in Ihren Rezepten den Honig ersetzen. Rein pflanzliche Rezepte erhalten Sie unter GoVeggie.de.
Quellen

(1) Grimeks Tierlexikon Insekten: „Ameisen und Bienen“, 1993, dtv Verlag, S.495-528.
(2) Bee-info.com, 2007
(3) Precht, Kai: „Honig”, 1998, Süd-Nord Verlag, S. 39-44.
(4) Greer, Lane: „Alternative Pollinators: Native Bees,” U.S. Department of Agriculture, Aug. 1999.
(5) Raver, Ann: „Beez Buzz a Path to His Hive“, New York Times, 31. Mai 2001
(6) Schley, Peter: „Künstliche Besamung von Bienenköniginnen“, 2007, unter: http://www.besamungsgeraet.de/__dt/
(7) Irsch, Wilhelm: „Forscher rätseln über Bienensterben“, 2003, unter: http://www.welt.de/print-welt/article690570/Forscher_raetseln_ueber_Bienensterben.html
(8) Der Spiegel: „Bienensterben könnte Lebensmittelkrise auslösen“, 2007, unter: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,480748,00.html
(9) Lachman, Jennifer: „Der Milliardenkollaps“, Die Zeit, 2007, unter: http://www.zeit.de/online/2007/16/bienensterben-usa
(10) Steinberger, Petra: „Das spurlose Sterben“, SZ, 2007, unter: http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/352/105247/print.html

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Die Tierbefreiungsfront: Eine Kampftruppe der besonderen Art Die Tierbefreiungsfront: Eine Kampftruppe der besonderen Art

Die Aktivitäten der Animal Liberation Front (ALF), der Tierbefreiungsfront, umfassen einen wichtigen Teil der heutigen Tierrechtsbewegung, genauso wie es die Weiße Rose und die französische Resistance als Widerstandgruppen früherer Schlachten im Sinne sozialer Gerechtigkeit taten.

Die Animal Liberation Front wurde 1976 in Großbritannien gegründet. Heute gibt es ALF-Aktivisten in vielen Ländern.

Ohne die Einbrüche von ALF in Tiernutzungseinrichtungen (Tierversuchslabore, Massentierhaltungen, Pelztierfarmen usw.), die bis zu diesem Zeitpunkt ihre Grausamkeiten erfolgreich vor dem Blick der Öffentlichkeit verborgen halten konnten, hätten noch viel mehr Tiere leiden müssen. Und hier sind die Gründe dafür:


Verborgene Gräueltaten


Obwohl die meisten Tierversuche durch Steuergelder finanziert werden, ist es niemandem gestattet, ein Labor unangekündigt oder ohne Begleitung zu betreten. Selbst Polizeibeamte benötigen eine Befugnis oder eine formelle Einladung. Die Labors der Institutionen in den USA werden vom US- amerikanischen Landwirtschaftsministerium etwa einmal jährlich inspiziert (ähnlich gehen in Deutschland die zuständigen Veterinärämter vor, allerdings mit Voranmeldung und als Hausbesuch). Jedoch hat diese Behörde zugegeben, dass ihr sowohl das Personal, als auch das Interesse oder gar die Mittel dazu fehlen, diese Tätigkeit so auszuführen, wie es die Vorschriften vorsehen. Außerdem steht diesen Behörden keinerlei Beurteilung zu, ob ein Experiment zu grausam ist, um ausgeführt werden zu dürfen. Vor dem Einbruch durch die ALF führte beispielsweise ein Bericht des Landwirtschaftsministeriums der USA über das berüchtigte Labor für Kopfverletzungen der Universität von Pennsylvania lediglich fünf kleinere Mängel auf. Eine Woche später, als der Einbruch, zum Zwecke der Dokumentation, weithin bekannt wurde, deckte dieselbe Behörde auf einmal 74 wesentliche Mängel auf!

Die ALF hat hier in Wirklichkeit die Arbeit des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums übernommen und stellt Labors öffentlich an den Pranger. Gleiches ist in mehreren Fällen in deutschen Tierversuchseinrichtungen geschehen (u.a. Heidelberg, Uni Bad Homburg usw.)
Der Fall Pennsylvania änderte die Meinung der Leute über die ALF:
Jahrelang waren Forderungen der Tierschutzorganisationen nach einer Besichtigungsmöglichkeit der Labors abgelehnt worden. Die Universität ging sogar vor Gericht, um ordentliche Tierschutzbeamte von ihrem Gelände fernzuhalten. Nach einem 10 Jahre dauernden Kampf ohne Ergebnisse blieben die Labortüren weiterhin verschlossen. Dann, am Memorial Day im Jahre 1984, brachen Mitglieder der ALF in die Anlage ein und entwendeten Videofilme, die die Wahrheit enthüllten: schreckliche Tierquälereien und ganz erhebliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und die Richtlinien der Nationalen Gesundheitsbehörde (NIH). PETA hat die Videokassetten verbreitet, den Fall an die Öffentlichkeit gebracht und dafür gesorgt, dass das Labor schließlich geschlossen wurde.

Auch in Deutschland ist die ALF aktiv, Aktionen finden nicht nur gegen Labors, sondern auch gegen die Pelzindustrie und Intensivtierhaltungen statt.

Hilfe statt Schaden

Die Philosophie der ALF untersagt jede Handlung, die irgendjemandem physischen Schaden zufügt. Mitglieder der ALF, die aus allen Altersgruppen und allen gesellschaftlichen Schichten kommen, mögen zwar Einrichtungsgegenstände und Tierfolterinstrumente zerstören, jedoch wird niemals einem lebenden Wesen irgendein Schaden zugefügt. Die ALF ist sicher keine Gruppe von "Terroristen", wie sie von den Experimentatoren gerne genannt wird. Die Mitglieder sind vielmehr mutig in ihren Handlungen, riskieren ihre Freiheit und ihre Karrieren, um dem Terror, dem Tiere tagtäglich in den Labors ausgesetzt sind, ein Ende zu bereiten.


Beweise für das Leiden

Nachdem die Gräueltaten in den Labors aufgedeckt wurden, folgen aufgrund des öffentlichen Druckes ausnahmslos Untersuchungen auf Bundesebene, woraufhin die Institutionen oft Geldstrafen erhalten und/oder geschlossen werden. Wir hoffen, dass Sie nun besser verstehen, warum wir die ALF nicht verurteilen können: sie sind oft die einzige Möglichkeit für eine ethisch ausgerichtete Gesellschaft, konkrete Beweise über Straftaten und Gesetzesverstöße zu erhalten. Wir dürfen vor dem Elend, auch wenn es hinter verschlossenen Labortüren seinen Lauf nimmt, nicht die Augen verschließen.


PETAs Rolle

PETA ist eine legale, als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannte Organisation, die oft als Sprachrohr für die Befreier dient, basierend auf dem Informationsmaterial, das sie anonym nach den Aktionen erhält. PETA veröffentlicht die Ermittlungsergebnisse der Befreier, fügt Kritiken hinzu und versucht, einen Wandel zu bewirken. Wir von PETA haben weder Möglichkeit, mit den Befreiern Kontakt aufzunehmen, noch wissen wir, ob wir jemals wieder etwas von ihnen hören werden.


Was Sie tun können

Laufen Sie Sturm gegen Institutionen, durch die Tiere größtes Leid erfahren. Möglicherweise arbeiten Sie momentan in einer solchen Institution oder sind bereit, eine Arbeit anzunehmen, um ein bestimmtes Labor oder einen bestimmten Tierhändler zu überwachen. Alle Kontakte unterliegen strikter Geheimhaltung. Whistleblower stehen unter unserem Schutz.


Nehmen Sie Kontakt mit PETA auf, um noch weitere Wege zu erfahren, wie Sie im Interesse der Tiere aktiv werden können.

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Das Geschäft mit dem Tod

Zweiter Teil des Videos über "Schweineproduktion" mit Thomas D  mehr

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Fische in Aquarien: Nein Danke!Fische in Aquarien: Nein Danke!

Tropische Fische, die in ihrer majestätischen Weise über die in brillanten Farben schillernden Korallenriffe gleiten, leiden entsetzlich, wenn sie dazu verdammt werden, ihr Leben hinter Glasscheiben eingesperrt zu verbringen. Ihrer natürlichen Habitate und ihrer räumlichen Weiten beraubt, müssen sie ihr Leben in kargen, engen Becken verbringen.

Wie man aus Leid Profit macht.
Die Beliebtheit, die die Haltung von tropischen Fischen erlangt hat, erfreut eine quasi unreglementierte Industrie, die darauf baut, so viele Fische wie möglich zu fangen oder zu züchten, ohne nennenswerte Rücksichtnahme auf die Fische selbst.

Der größte Teil der Salzwasserfische wird der Natur (Indien, Philippinen, Indonesien etc.) entnommen. Viele Fischtaucher kommen nur zu ihrer Beute, indem sie Cyanid oder andere Gifte in die Korallenriffe, in denen die Fische leben, einspritzen. (1) Dies zielt darauf ab, die Fische zu betäuben und sie aus dem Riff heraus driften zu lassen, damit man sie dann leicht einsammeln kann; das Cyanid tötet allerdings gleich einmal die Hälfte der Tiere auf der Stelle. Viele weitere sterben an den Cyanid-Rückständen, wenn sie bereits verkauft wurden. Das Gift tötet außerdem die lebende Koralle, auf der die Fische leben, und es wird wieder Tausende von Jahren dauern, bis diese nachwächst. (2)
Hans-Jürgen Bigos vom Tierschutzverein Limburg geht davon aus, dass in Deutschland allein rund 80 Millionen Zierfische in jedem Jahr „einen völlig sinnlosen Tod“ sterben – Arten wie Muränen, Haie, Rotfeuerfische, Steinfische, „nur weil die Halter nicht befähigt sind“. (3)

Die meisten Süßwasserfische, die verkauft werden, sind leichter zu züchten als ihre Salzwasserkollegen und werden daher auf "Fischfarmen" gezüchtet.

Fakten über Fische

Fische sind wundervolle Kreaturen mit individueller Persönlichkeit und Eigenschaften, über die die meisten Menschen leider nur sehr wenig wissen. Sie kommunizieren miteinander, bilden Gruppen und trauern, wenn ihre Gefährten sterben. (4)

Fische verständigen sich untereinander unter Verwendung einer ganzen Palette von Niederfrequenz-Geräuschen - vom Summen und Schnalzen bis hin zum Jaulen und Wimmern. Diese Geräusche, die der Mensch nur mittels spezieller Instrumente wahrnehmen kann, drücken Verhaltensmuster wie Werbung, Alarm oder Unterwerfung aus. (5) Pumpen und Filter, wie sie in vielen häuslichen Aquarien notwendig sind, stören diese Kommunikation leider sehr. "Wir unterbrechen die Kommunikation der Fische, und wenn es ganz schlimm kommt, treiben wir sie damit sogar in den Wahnsinn", meint dazu der Fachmann Phillip Lobel. (6)

Die meisten Fische genießen ein Leben in Gemeinschaft und entwickeln spezielle Beziehungen zueinander. Auch altruistische Verhaltensweisen sind ihnen nicht fremd. Eine südafrikanische Publikation dokumentiert die Beziehung zwischen Blackie, einem Goldfisch, der an einer Deformation litt, die es ihm fast völlig unmöglich machte zu schwimmen, und Big Red, dem größeren Fisch, der mit ihm das Aquarium teilte. Jeden Tag nahm Big Red Blackie Huckepack und schwamm mit ihm umher; und wenn sie gefüttert wurden, transportierte Big Red seinen Freund an die Oberfläche, wo sie dann gemeinsam aßen. (7)

Bei ihren Beziehungen mögen Fische Berührungsimpulse und reiben sich oft sanft aneinander. Fischer berichten von Freundschaften mit Fischen, denen sie leicht die Stirn rubbeln, und sie haben herausgefunden, dass die Fische sie dann erkennen und sich ihnen regelmäßig nähern. (8)

Was Sie tun können
Bitte kaufen Sie kein Aquarium. Fische gehören in die Freiheit und nicht hinter „Gitter“. Holen Sie sie aus den Glaskästen raus und bringen Sie sie zurück ins Meer. Sehen Sie sich den Film "Nemo" an" und verbreiten Sie die Botschaft des Films, nämlich, dass Fische in Freiheit leben möchten!


Quellenangaben

(1) "Toxin Used to Catch Aquarium Fish Kills Sea Life, Damages Reefs,"
Las Vegas Review-Journal/Sun, Oct. 30, 1994.
(2) Weeks, Janet: "Pet Fish Business Harmed by Unethical Trappers,
Owners," Las Vegas Review-Journal, Nov. 26, 1993.
(3) Christian Sartorius, „Haustiere, Gefährliche Exoten im Wohnzimmer verboten“, Artikel in Welt online, 14. 11. 2007.
(4) Dunayer, Joan,:"Fish: Sensitivity Beyond the Captor's Grasp," The
Animals' Agenda, July/August 1991.
(5) "Mating Sounds of Fish," The New York Times, Sept. 17, 1991.
(6) Budiansky, Stephen,:"What Animals Say to Each Other," U.S. News & World Report, June 5, 1995.
(7) Dunayer.
(8) Dunayer.
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