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Daunen und Seide: Vögel und Insekten leiden für TextilienDaunen und Seide: Vögel und Insekten leiden für Textilien

Jahr für Jahr werden für die Daunen- und Seidenindustrien Tausende von Gänsen, Enten und Seidenraupen und Spinnen und andere Tiere ausgebeutet. Seidehersteller rechtfertigen ihr Handeln damit, Raupen seien nur "einfache" Lebensformen; doch die Verbraucher fangen langsam an, das unnötige Töten selbst sehr kleiner Lebewesen in Frage zu stellen.


Gänse und Enten leiden für Daunen
Daunen sind die gerupften Federn von Gänsen, die für die Lebensmittelgewinnung aufgezogen werden. In vielen europäischen Ländern lässt man die Gänse acht oder neun Wochen alt werden, dann, sobald sie ausgewachsen sind, werden sie nach Farben getrennt. Graugänse werden in Käfige gesperrt und zwangsgestopft - d.h. ein Rohr wird ihnen tief in den Hals geschoben, und ein salziger, fettiger Maisbrei wird in einer Menge von bis zu 3 Kilo täglich in ihren Magen gepumpt, bis sie völlig verfettet sind und sich ihre Lebern auf das Vierfache der Normalgröße aufgebläht haben. Anschließend werden sie für die Herstellung von Leberpastete getötet. (1) Weiße Gänse werden immer wieder gerupft, um aus den Daunen Füllungen von Steppdecken, Kissen, Ski-Anoraks u.a. herzustellen. (2)

Das Rupfen der Federn bedeutet für die Gänse entsetzliche Schmerzen und Stress. Sie winden sich hin und her, wenn ihnen ein Rupfer vier- bis fünfmal in ihrem Leben 140 Gramm ihrer Federn ausrupft. Ein geübter Gänserupfer kann 100 Gänse pro Tag rupfen. Nach dem letzten Rupfvorgang bleiben ihnen nur fünf Wochen, in denen ihnen die Federn nachwachsen, dann werden sie durch eine Maschine geschickt, die ihnen die längsten Federn ausrupft. Von da aus geht es ab ins Schlachthaus. (3) Eine Studie über die Herzschläge von Hühnern und ihr Verhalten hat bewiesen, dass das Herausreißen von Federn schmerzhaft für die Vögel ist. Eine andere Studie ergab, dass der Blutzuckerspiegel einiger Gänse während des Rupfens fast auf das Doppelte ansteigt. Die Daunen werden vor allem aus China, Polen, Ungarn und Frankreich importiert. (6)

In Nordamerika werden Enten und Gänse wegen ihrer Federn (und als Nahrungsmittel) gejagt und gezüchtet. Es werden auch Eiderdaunen aus den Nestern weiblicher Eiderenten gesammelt, die sich die Daunen aus der Brust rupfen, um damit ihr Nest auszupolstern und die Eier zu bedecken. Die weichen Federn einzusammeln, kann die noch nicht geschlüpften kleinen Entenküken töten. (4)
Eiderenten stehen unter Naturschutz (7). Ihre Daune wird daher von Hand aus den Nestern gesammelt.

Ganz abgesehen von den Grausamkeiten, die mit ihrer Gewinnung verbunden sind, haben Daunen als Kaltwetter-Dämmstoff Nachteile, die synthetische Stoffe nicht haben. Daunen sind nicht nur teuer, sie verlieren auch ihre Dämmeigenschaften wenn sie nass werden, während die Isolierung, der ohne Grausamkeiten hergestellten Synthetikfüllstoffe bei jedem Wetter erhalten bleibt. (5)



Die "Gewinnung" von Seide
Seide ist die Faser, die Seidenraupen weben, um Kokons daraus zu machen. Um die Seide zu gewinnen, kochen die Seidenlieferanten die Raupen bei lebendigem Leibe in ihrem Kokon. Raupen, die als physikalische Resonanz auf Schmerzen Endorphine ausschütten, sind sehr empfindsame Wesen, was jeder, der einmal gesehen hat, wie die Raupen sich winden, wenn man sie ihres dunklen Zuhauses beraubt, mit Leichtigkeit erkennen kann. Humane Alternativen zu Seide sind z.B. Nylon, Polyester, Mikrofasern, die Fasern aus den Hüllen des Seidenpflanzengewächses, Seidenbaumwolle (Kapok), Rayon, die Fäden des Ceibabaumes, sowie Kunstseide.


Spinnen
Sowohl das Militär, als auch Mediziner führen Versuche an Spinnen durch und erhoffen sich davon, die Stärke und Flexibilität von Spinnenseide für die Verwendung als Operationsfäden zu Nutze machen zu können und somit Kevlar zu ersetzen. (8) Werden Spinnen jedoch in Gefangenschaft gehalten, löst dies enormen Stress und somit Kannibalismus aus; es werden 400 Spinnen benötigt, um genug Seide für nicht einmal einen Quadratmeter Material zu erhalten, deshalb war die Spinnenzucht auch nie von großem Profit gekrönt. (9) Stattdessen machen Wissenschaftler Versuche an Ziegen, Kühen und Hamstern, indem sie ihnen die Gene der Spinnenseide in die Zellen pflanzen und so versuchen Proteine, ähnlich wie sie in Spinnenseide enthalten sind, herzustellen. (10) Transgen geklonte Ziegen produzieren beispielsweise Milch, die Seidenproteine enthält, die zu Fasern verarbeitet und unter dem Namen „BioSteel“ verkauft wurden. (11, 12) Das Militär unterstützt auch weiterhin diese Forschungen, obwohl noch immer kein kommerziell brauchbares Produkt daraus entstanden ist (es werden fast 3000 Liter Milch benötigt, um eine einzige kugelsichere Weste herzustellen). (13)


Was Sie tun können

Kaufen Sie keine Seide oder Daunen. Die Produktion ist grausam und die Waren sind teuer. Wenn sie nass geworden sind, sind sie unbrauchbar, ganz anders als synthetische Materialien, welche ihre Fähigkeit bei jedem Wetter behalten.

(1) "And a Cow Jumped Over the moon," The Animals's Voice, February 1989, p. 56.
(2) Henry Kamm, "No Bed of Feathers for a Goose in Hungary," The New York Times, June 2, 1988.
(3) ibid.
(4) Macia Peason, "Down", The Compassionate Shopper, Winter 1987-88.
(5) Al Schneider, "Down-Filled Clothing vs. Synthetics," Letters, The Washington Post Helath Section, Jan. 16, 1990.
(6) Gesundheitstipp Zürich
(7) Rote Liste der Brutvögel Deutschlands
(8) “Man-Made Spiders’ Silk,” Materials World 10 (2002): 26-8.
(9) “Applications of Spider Silk,” School of Chemistry, Bristol University, 17 Jan. 2003.
(10) Dan Vergano, “Success! Scientists Spin Spider Silk,” USA Today 20 Jan. 2002.
(11) Stephen Willingham, “Scientists Weave Spider Silk Into New Bulletproof Vests,” National Defense Sep. 2000.
(12) Edward Atkins, “Silk’s Secrets,” Nature 28 Aug. 2003.
(13) University of Wyoming, “University of Wyoming Scientist to Examine Spider Silk Use for Sutures,” news release, 27 Jun. 2006.



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Honig: von Bienen aus der MassenzuchtHonig: von Bienen aus der Massenzucht

Oft wird man ungläubig angeschaut, wenn man sagt, man esse keinen Honig. Denn was ist schon falsch an Honig? Er kommt doch von Bienen, die friedlich über Wiesen und Felder schwirren und dabei quasi nebenher Nektar einsammeln und mühelos Honig produzieren. Doch so idyllisch ist das Leben von Biene Majas Schwestern leider nicht. Aufgrund von Krankheiten, Pestiziden und dem Klimawandel ist der Bestand schon enorm zurückgegangen. Da aber die Nachfrage nach Honig und anderen Produkten weiterhin sehr hoch ist, werden diese winzigen Tiere, genau wie Hühner, Schweine und Kühe, in der Massenzucht gehalten und benutzt.


Das komplexe Leben der Bienen

Ein Bienenstock besteht aus zehntausenden Bienen. Jede von ihnen hat eine ganz eigene Aufgabe, abhängig vom Geschlecht des Tieres, des Alters und der Jahreszeit. Normalerweise hat jeder Bienenstock eine Königin, tausende Arbeiterinnen und hunderte von männlichen Drohnen. Die Königin kann bis zu 6 Jahre alt werden, während die Lebenserwartungen der anderen Bienen von mehreren Wochen bis hin zu sechs Monaten reicht. Arbeiterbienen sind für die Fütterung der Brut zuständig; außerdem kümmern sie sich um die Königin, bauen Waben, gehen auf die Suche nach Futtermitteln wie Nektar und Pollen und säubern, belüften und bewachen den Stock. Die Drohnen dienen der Königin, die für die Reproduktion zuständig ist. An einem Tag kann sie bis zu 2000 Eier legen – und bis zu 2 Millionen in ihrem ganzen Leben. Wird eine neue Königin geboren, verlassen die alte Königin und die Hälfte der restlichen Bienen des Stocks ihr altes Zuhause und richten sich an einem neuen Ort, den Arbeiterbienen vorher gefunden haben, ein. Sobald die Temperaturen im Winter zu fallen beginnen, scharen sich die Bienen um die Königin und nutzen so ihre Körperwärme, um die Temperatur im Stock konstant bei ca. 35° Celsius zu halten (1).


Eine ganz eigene Sprache

Bienen haben eine einzigartige und komplexe Form der Kommunikation, die auf Sicht, Bewegung und Geruch basiert und die Wissenschaftler und Fachleute noch immer nicht vollkommen verstehen. Bienen informieren andere Mitglieder des Bienenstocks über Futter, neue Stockansiedlungen und andere Vorkommnisse innerhalb des Stocks (wie z.B. die Nektarversorgung) mit Hilfe von komplexen „Tanzbewegungen“. Studien haben bewiesen, dass Bienen in der Lage sind, abstrakt zu denken, ihre Familienmitglieder von anderen Bienen im Stock zu unterscheiden, visuelle Einprägungen während ihrer Reisen zu nutzen und vorher entdeckte Futterquellen wieder zu finden, auch wenn der Bienenstock an einen anderen Ort verlegt wurde. Genau wie bei Menschen ein Geruch eine bestimmte Erinnerung hervorrufen kann, können auch Bienen ihren Geruchssinn dazu verwenden, Erinnerungen an Futterplätze wieder aufzufrischen und haben einen Zeitsinn (1, 2).


Die Bienen und ihr Honig

Pflanzen produzieren Nektar, um Bestäuber (Bienen, Schmetterlinge, Fledermäuse und andere Säugetiere) anzuziehen, die für eine erfolgreiche Reproduktion der Pflanze notwendig sind. Die Bedeutung der Bienen in dieser Hinsicht ist heute wohl unbestritten. Fast pausenlos schwärmen die Bienen eines Volkes aus und bringen es am Tag auf etwa 40 Millionen Blüten. Denn die Bienen benötigen wiederum Pollen und Nektar, um ihr Volk am Leben zu erhalten. Da Nektar viel Wasser enthält, müssen Bienen arbeiten, um ihn auszutrocknen. Außerdem fügen sie ihm körpereigene Enzyme zu, um den Honig in Futter zu verwandeln und zu verhindern, dass er schlecht wird (3).


Honigbienen sind im Bestäuben nicht so erfolgreich wie wilde Bienen

Ungefähr einer von drei Bissen, den ein Mensch an Nahrung zu sich nimmt, wird durch den Einsatz von Bestäubern ermöglicht – Insekten, Vögel und Säugetiere bestäuben ca. 75% aller Anbaupflanzen. Industrielle Bienenzüchter wollen den Konsumenten glauben machen, dass Honig nur ein Nebenprodukt der notwendigen Bestäubung durch Honigbienen ist. Diese sind jedoch dabei nicht so erfolgreich wie ihre wilden Verwandten (z.B. die Hummel oder andere Wildbienen). Wilde Bienen sind im Frühling, mit Männchen und Weibchen, aktiv. Außerdem sind sie weniger anfällig für Krankheiten. Jedoch halten die meisten wilden Bienenarten bis zu 11 Monate im Jahr Winterschlaf und leben nicht in großen Kolonien. Deshalb produzieren sie nur geringe Mengen an Honig, die es, bedenkt man den Aufwand, nicht wert wären, sie ihnen wegzunehmen. Obwohl wilde Bienen also erfolgreicher in der Bestäubung sind, verlassen sich Imker weiterhin auf Honigbienen aus der Massenzucht zur Bestäubung, um der Honigindustrie den enormen Ausstoß an Honig zu gewährleisten (4).


Manipulieren der Natur

Um aus Honig Profit zu schlagen, müssen die Bemühungen der Insekten, zu leben und den Bienenstock zu beschützen, manipuliert und ausgebeutet werden. Daher sind Honigbienen, genau wie andere Tierarten in der Massenzucht, Opfer von unnatürlichen Lebensbedingungen, genetischer Manipulation und stressvollen Transporten. Die so genannten Magazine dienen als künstlicher Bienenstock. Es sind Kästen mit bis zu vier Stockwerken, die an einer Seite zu öffnen sind und einen leicht zugänglichen „Honigraum“ haben. Sie wurden entwickelt, um es Imkern zu ermöglichen, den Stock von Ort zu Ort zu bringen und so wirtschaftlich Honig zu erhalten (3). Die New York Times schrieb, dass Bienen von „ihrer eigenen Geometrie angepassten Stöcken, in Wohnblöcke mit Flachdach verbannt wurden, um dort ein Leben wie im Aktenschrank zu verbringen.“(5)

Da das „Ausschwärmen” (die Aufteilung der Stockbewohner mit der Geburt einer neuen Königin) zu einer geringeren Honigproduktion führen kann, tun Imker alles ihnen mögliche, um das zu verhindern. Beispielsweise werden die Flügel der neuen Königin gekürzt, eine ältere Königin nach nur ein oder zwei Jahren umgebracht und durch eine neue ersetzt oder eine Königin eingesperrt, die beginnt zu schwärmen. Königinnen werden sogar künstlich befruchtet; dabei werden Drohnen benutzt, die während des Prozesses sterben müssen. Kommerzielle Imker täuschen die Königin auch, mehr Eier zu legen, indem sie Wachszellen in den Stock geben, die größer als die sind, die Arbeiterbienen normalerweise bauen würden (5, 6).

Deutsche Imker beklagen immer wieder einen Befall durch die Varroa-Milbe, die dank Wabentausch und lebhaftem Handel mit Bienenvölkern und Königinnen innerhalb von zwei Jahrzehnten fast ganz Europa erobern konnte. Dies hat vernichtende Folgen für die Bienenvölker. Jedoch geschieht in jüngster Vergangenheit etwas, für das Wissenschaftler noch immer keine Erklärung haben: Das größte Bienensterben seit Menschengedenken, als Colony Collapse Disorder (CCD), also Bienenvolk-Kollaps, bezeichnet, begann in den USA und bedroht nun auch Europas Bienen. Das merkwürdigste ist, dass die Tiere scheinbar spurlos verschwinden. Vermutlich kommt vieles zusammen: die Varroa-Milbe, das Kaschmir-Virus, unsachgemäßer Umgang der Imker mit Parasiten und Bienen, Monokulturen, Pestizide, schlechte Wasser- und Futterqualität. Denn die von den Imkern bereitgestellte, künstliche Ersatznahrung (normalerweise würden die Bienen ja den Honig essen), macht die Tiere anfällig für Krankheiten und Angriffe anderer Insekten. Außerdem sind Bienen genetisch sensibel und nicht sehr widerstandsfähig, was durch entsprechende Zucht oder gar Inzucht noch verschlechtert wurde. Dieses schwerwiegende Ereignis zeigt auch klar auf, dass es kein natürliches Gleichgewicht mehr gibt, denn dieses hat der Mensch schon längst in egoistischer Weise zerstört. Die Ausbeutung der Tiere rächt sich, ein Umdenken ist längst überfällig (7, 8, 9, 10).


Was Sie tun können

Vermeiden Sie Honig, Bienenwachs und andere Produkte, die von Bienen stammen. Es gibt bereits eine Auswahl an veganen Lippenpflegeprodukten und Kerzen. Informieren Sie sich unter www.peta.de über Bezugsquellen veganer Produkte und bestellen Sie hier unser kostenloses Veggie Starter Kit unter 07156/178280. Reissirup, Melasse, Hirse, Gerstenmalz, Ahornsirup und getrocknete Früchte oder Fruchtkonzentrate können in Ihren Rezepten den Honig ersetzen. Rein pflanzliche Rezepte erhalten Sie unter GoVeggie.de.

Weitere spannende Hintergrundinformationen bietet die Dokumentation "More Than Honey".
Quellen

(1) Grimeks Tierlexikon Insekten: „Ameisen und Bienen“, 1993, dtv Verlag, S.495-528.
(2) Bee-info.com, 2007
(3) Precht, Kai: „Honig”, 1998, Süd-Nord Verlag, S. 39-44.
(4) Greer, Lane: „Alternative Pollinators: Native Bees,” U.S. Department of Agriculture, Aug. 1999.
(5) Raver, Ann: „Beez Buzz a Path to His Hive“, New York Times, 31. Mai 2001
(6) Schley, Peter: „Künstliche Besamung von Bienenköniginnen“, 2007, unter: http://www.besamungsgeraet.de/__dt/
(7) Irsch, Wilhelm: „Forscher rätseln über Bienensterben“, 2003, unter: http://www.welt.de/print-welt/article690570/Forscher_raetseln_ueber_Bienensterben.html
(8) Der Spiegel: „Bienensterben könnte Lebensmittelkrise auslösen“, 2007, unter: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,480748,00.html
(9) Lachman, Jennifer: „Der Milliardenkollaps“, Die Zeit, 2007, unter: http://www.zeit.de/online/2007/16/bienensterben-usa
(10) Steinberger, Petra: „Das spurlose Sterben“, SZ, 2007, unter: http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/352/105247/print.html

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Kinder und MilchKinder und Milch

Laktose-Intoleranz
Ungefähr 66% der erwachsenen Weltbevölkerung leiden unter der sogenannten Laktose-Intoleranz. Genaugenommen ist dies jedoch kein Defekt. Säuglinge, die Muttermilch zu trinken bekommen, können durch das in ihrem Organismus vorhandene Enzym Laktase die Laktose spalten und für den Körper verwertbar machen. Mit zunehmendem Alter verliert der Mensch diese Fähigkeit, da er nun feste Nahrung zu sich nehmen kann und nicht mehr auf die Milch seiner Mutter angewiesen ist. Zwar haben sich die Menschen im Laufe der Zeit angepasst, speziell in Gebieten, die sich auf die Domestizierung von „Nutztieren“ spezialisiert haben, doch in weiten Teilen der Welt ist Milch nicht als Nahrungsmittel geeignet.
Eine Laktose-Unverträglichkeit oder der Laktase-Mangel im Körper führen zu unangenehmen Blähungen, Völlegefühl, allgemeinem Unwohlsein, bis hin zu Durchfall und sogar Depressionen. Kleinkinder, die sich noch nicht selbst äußern können und entsprechende Symptome aufweisen, sollte man durchaus auf eine Laktose-Unverträglichkeit hin untersuchen lassen.

Milch und Milchprodukte ungünstig bei Akne

Eine Langzeitstudie mit 47.000 Krankenschwestern brachte ans Licht, dass diejenigen, die in ihrer Jugendphase den höchsten Milchverzehr aufwiesen (mehr als drei Portionen täglich) häufiger an Akne litten als diejenigen, die unter einmal pro Woche Milchprodukte konsumierten. Da der Zusammenhang am deutlichsten bei entrahmter Milch vorzufinden war, schließen die Wissenschaftler daraus, dass die Hormone in der Milch dafür verantwortlich sind. Eine Studie vom Jahr 2005 fand heraus, dass Milch stimulierend für die Insulinproduktion wirkt, was wiederum den Wachstumsfaktor IGF-1 antreibt. Eine weitere Studie belegte den positiven Zusammenhang zwischen IGF-1 und der Ausbildung von Akne.

Die Milch macht‘s
Eine von der französischen Verbraucherschutzorganisation Génération Futures veröffentlichte Studie hat ergeben, dass im täglichen Essen eines zehnjährigen Kindes 80 teils krebserregende Stoffe enthalten sind. Bereits ein Frühstück mit Butter und Tee mit Milch bringt es auf 10 Stoffe. In einem Lachsfilet steckten beispielsweise 34 Schadstoffe. Laboruntersuchungen fanden bei Analysen Chemikalien, Pestizide, Schwermetalle und weitere Schadstoffe. Gerade unsere Kinder, deren Organismus noch recht anfällig ist und in deren Alter die Grundlage für ein gutes Immunsystem gelegt wird, sollte man daher vor den Auswirkungen einer Ernährung schützen, die krank macht. Über Pestizide auf den Futterpflanzen gelangen gesundheitsgefährdende oder als krebserregend geltende Stoffe in den Nahrungskreislauf und werden über Milch und Milchprodukte von uns und unseren Kindern aufgenommen. Neben Pestizidrückständen werden den Tieren immer wieder Antibiotika oder Wachstumshormone verabreicht, um sie unter den schlechten Haltungsbedingungen gesund zu erhalten. Trotz einzuhaltenden Wartezeiten vor der Abgabe an den Verbraucher sind rückstandsfreie Produkte niemals vollständig gewährleistet. Es gibt Höchstmengen zu Keimzahlen oder Rückständen, die eingehalten werden müssen. Wie sich die tolerierten Mengen allerdings auf den empfindlichen Organismus von Kindern auswirken, kann nie vorhergesehen werden.

Kälber trinken Kuhmilch, Kinder trinken Tee
Wer denkt nicht auch sofort an eine idyllische Alm, auf der eine Kuh mit ihrem Kalb steht und glücklich den Schwanz in der Luft schwingt. Dieses Bild ist in der heutigen Milchindustrie nichts als eine Illusion und Marketingmasche. Die Molkereiwirtschaft gibt jährlich weit über 200 Millionen Euro für Marketingzwecke aus, die Kindern und Eltern suggerieren sollen, wie gesund die Milch und der Käse doch seien und wie gerne die Kuh ihre Milch uns Menschen gibt, anstatt ihrem eigenen Kalb. Dabei raten Ernährungsexperten schon lange zu kalorienarmen Getränken, die den Wasserhaushalt in Balance halten. Calciumreiche Mineralwässer, Früchte- oder Kräutertees und gut verdünnte Fruchtsaftschorlen machen wirklich fit. Die Milch, liebe Kinder, die lassen wir den Kälbern!

Alternativen
Da gerade Kleinkinder noch sehr empfindlich auf Lebensmittel mit einem hohen Allergierisiko reagieren (darunter fallen auch Tomaten, Nüsse oder Sojabohnen), kann man als Milchersatz Hafer- oder Reismilch anbieten. Der erwachsene Organismus kommt wunderbar auch mit Soja- oder Mandelmilch zurecht und die zahlreichen geschmacklichen Variationen, die von Vanille über Schokolade bis hin zu Macchiato reichen, überzeugen auch die kleinsten Feinschmecker. Dennoch sollte eine gesunde, ausgewogene Ernährung nicht zu viel Zucker enthalten. Also am besten einen Soja-Joghurt-Natur mit frischen Früchten oder als deftigen Dip mit bunten Gemüsestäbchen servieren. Veganer Käse, Tofu oder vegane Brotaufstriche schmecken lecker und machen das zusammen mit einer Scheibe Gurke oder Karotte liebevoll belegte Pausenbrot zu DEM Hingucker auf dem Schulhof.

Quellen:
DGE: Lactosefreie Ernährung. In: http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=print&sid=427 (01.10.2004)
AFP: 80 krebserregende Substanzen pro Tag: Was Kinder mit dem Essen aufnehmen. In: http://news.de.msn.com/politik/politik.aspx?cp-documentid=155403400 (01.10.2010)
Ferdowsian HR, Levin S: Does diet really affect acne? In: Skin Therapy Letter 15 (3) 1-2, 2010

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Moderatorin & Yoga-Lehrerin Kerstin Linnartz nackt für PETAModeratorin & Yoga-Lehrerin Kerstin Linnartz nackt für PETA

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Kastrieren, um dem Leiden ein Ende zu bereiten Kastrieren, um dem Leiden ein Ende zu bereiten

Viele Leute erfreuen sich an dem Zusammenleben mit Hund oder Katze, die bereits vor etwa 5000-10.000 Jahren zu tierischen Mitbewohnern wurden. Über die Jahre haben Menschen die Entwicklung durch Zucht dahingehend manipuliert, dass bestimmte körperliche Eigenschaften hervorgehoben wurden, wodurch die verschiedenen Hunde- und Katzenrassen entstanden, die wir heute kennen. Durch das Domestizieren wurden die Tiere jedoch aus dem Ökosystem herausgenommen, und ihre Fortpflanzung wird nun nicht mehr länger auf natürliche Weise durch Raubtiere oder den Lebensraum reguliert. Daraus resultiert eine Übervölkerung, die ein weiträumiges Kastrieren erforderlich macht.

Der tragische Kreislauf

In deutschen Haushalten leben ca. 7 Millionen Katzen und 5,5 Millionen Hunde. Zu viele bekommen Nachwuchs, weil die Leute, denen sie gehören, ihrem Hund oder ihrer Katze die "Erfahrung" gönnen, einmal Junge zu bekommen, oder weil sie wollen, dass ihre Kinder einmal Augenzeuge des "Wunders des Lebens" werden.

Was auch immer der Grund für den Nachwuchs sein mag, das Angebot an Katzen und Hunden übersteigt bei Weitem die Nachfrage. Ungewollte Tiere werden dann oft als Plage empfunden und auch so behandelt. Ertränkte Kätzchen und ausgesetzte Hunde sind an der Tagesordnung. Groben Schätzungen zufolge, werden jährlich mehr als 70.000 Katzen ertränkt, erschlagen oder zu Tode gequält. Manche Leute setzen ihre Tiere in ländlicher Gegend aus, weil sie hoffen, dass sich dort jemand ihrer annimmt oder die Tiere sich selbst versorgen können. Aber oft werden diese Tiere grausam behandelt, müssen hungern und frieren, leiden an Krankheiten, werden überfahren oder für Versuchslabors eingefangen, oder sie vermehren sich weiter unkontrolliert. Allein 250.000 Tiere werden pro Jahr in Deutschland in Wald und Feld abgeschossen. Ebenso viele fallen dem Straßenverkehr zum Opfer.

Selbst wenn der eine oder andere für seinen Wurf Katzen oder Hunde ein Zuhause finden mag, so geht doch der Übervölkerungskreislauf weiter, wenn auch diese Tiere wiederum Nachwuchs bekommen. Nimmt man z.B. an, ein Katzenpaar bekommt im Jahr zweimal Nachwuchs und jeweils 3 Kätzchen pro Wurf überleben, dann ergibt dies nach 10 Jahren über 80 Millionen Kätzchen! Die Plätze, die von gezüchteten Tieren eingenommen werden, hätten einem der bereits geborenen, herrenlosen Tiere ein Zuhause gegeben. Die Tierheime in Deutschland platzen aus allen Nähten und nicht Wenige befürchten, dass wir bald Verhältnisse wie in den USA bekommen. So bekommen Tierheime in den USA z.B. jährlich ca. 27 Millionen Tiere. Diejenigen, die nicht binnen einer Woche vermittelt werden können, - ca. 17 Millionen von ihnen - werden entweder durch eine Injektion oder mittels unwünschenswerter Methoden wie Kohlenmonoxyd oder Unterdruckkammer getötet. (1) In vielen Gebieten ist es gestattet, Tiere an Tierversuchslabors zu verschenken oder zu verkaufen, wo ihnen ein langer Leidensweg bevorsteht.

Ein Minimum an Prävention

Kastrieren hilft, die Welle der Übervölkerung einzudämmen. Es macht Tiere nicht dick und faul, schadet ihrer Gesundheit nicht und ändert auch nicht ihre Persönlichkeit, wie mancher fälschlicherweise annimmt. Kastration vermindert nicht nur den Stress und das Unbehagen, dem weibliche Tiere während ihrer Hitze ausgesetzt sind, sondern verhindert auch noch die Entstehung von Gebärmutterkrebs und reduziert in großem Maße die Chancen für Krebs am Gesäuge. Kastrieren verringert bei männlichen Tieren den Drang, herumzustreuen oder Kämpfe auszufechten; es trägt auch zur Verhinderung von Hodenkrebs bei. (2)

Weibliche Hunde und Katzen sollten etwa im Alter von sechs Monaten kastriert werden. Männliche Tiere sollten etwa im Alter von sechs bis neun Monaten kastriert werden. Allerdings kann das Kastrieren, unbedenklich in fast jedem Erwachsenenalter durchgeführt werden. Manche Tierheime kastrieren schon früher, was für die Tiere unter Umständen weniger Stress bedeutet. (3) Nach den Operationen brauchen die Tiere nur eine paar Tage, um sich wieder vollständig zu erholen.

PETA wünscht sich eine Verordnung, die das Kastrieren von Hunden und Katzen verpflichtend für jeden Tierbesitzer macht, es sei denn, ein Tierarzt hat festgestellt, dass der chirurgische Eingriff die Gesundheit des Tieres gefährden würde. Bis dorthin appellieren wir an die Vernunft und das Gewissen jedes Tierbesitzers, sich durch Kastration seines Tieres am Tierschutz zu beteiligen. In Österreich verlangt das Bundestierschutzgesetz übrigens bereits seit 2005, dass freilaufende Katzen kastriert werden müssen.

(1) Carol Moulton, "Animal Shelters: Changing Roles," The Animals' Agenda, May 1988, pp 14-15.
(2) "The Facts About Spaying and Neutering," Alexandria Animal Shelter, Alexandria, Va.
(3) Kim Bartlett, "Early Neutering Begun by Some Shelters," The Animals' Agenda, May 1988, p. 21.

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