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Stadt soll Taubenpopulation eindämmen

PETA rät Bezirksverwaltung zu tierfreundlichen Alternativen

Stand: 20. Juli 2010

Hamburg / Gerlingen, 20. Juli 2010 – Etwa 25.000 Tauben bevölkern Aussagen der Verwaltung zufolge die Hansestadt, sie gehören zum Stadtbild wie die Elbschiffe und der Michel. Seit Jahren versucht die Hamburger Umweltbehörde, die Population der Tauben mit Fütterungsverboten oder Abwehrsystemen einzugrenzen – ohne merklichen Erfolg und nicht gerade zum Wohl der Vögel. Jetzt hat sich die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (People for the Ethical Treatment of Animals) an die Stadt gewandt. Die bisherigen Methoden seien aus Tierschutzsicht ineffektiv und höchst fragwürdig, so PETA. Die Organisation rät dazu, die Population der Vögel mit so genannten „Taubenhäusern“ einzudämmen. Dieses Konzept sei in anderen deutschen Großstädten wie Augsburg, Aachen und Stuttgart bereits erfolgreich umgesetzt. PETA hofft nun, dass sich Hamburgs neuer Bürgermeister für eine solche Maßnahme einsetzen wird.

„Tauben sind keine „Plage“, sondern intelligente Mitgeschöpfe. Ihre Population kann mit dem richtigen Vorgehen effektiv eingedämmt werden, ohne dass die Tiere darunter leiden“, erklärt Nadja Kutscher von PETA. Fütterungsverbote oder Tötungen vermindern nicht die Fortpflanzungsrate der Vögel, schon nach wenigen Monaten haben die Taubenschwärme ihre ursprüngliche Größe wieder erreicht. Die einzig langfristig haltbare und wirksame Methode zur Reduzierung der Population seien daher „Taubenhäuser“, so PETA. Dabei handelt es sich um regelmäßig gereinigte Taubenschläge, in denen die Tiere artgerecht gefüttert werden – und in denen ihre Eier gegen Gips-Eier ausgetauscht werden. Dies geschieht unter Aufsicht und in der Zusammenarbeit mit den örtlichen Tierschutzvereinen, unter Federführung der Stadt, die mit den Verbänden hierzu öffentlich-rechtliche Verträge abschließt und die notwendigen Gelder im Haushalt bereitstellt. Die Taubenschläge werden Erfahrungen zufolge von ca. 70-80 Prozent der Tauben genutzt. Da der Tierschutz in Deutschland einen enormen Stellenwert genießt, ja sogar Staatsschutzziel (Art. 20a GG) ist, stoßen derartige Maßnahmen laut PETA zumeist auf Wohlwollen und Unterstützung durch die Bürger der Stadt. „Wir hoffen im Namen der Tauben sehr auf die Unterstützung des neuen Bürgermeisters!“, so Kutscher.

Weitere Informationen: www.haustiere.peta.de und http://www.stadttauben-nrw.de.
Interviewkontakt: Nadja Kutscher, Tel. 07156 / 17828-25, NadjaK@peta.de
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