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Stralsunder Ozeanum entführt Mondfische

Tierrechtsorganisation kritisiert Wildfang tropischer Meerestiere

Stand: 21. Juli 2009

Stralsund / Gerlingen, 21. Juli 2009 – Zur neuesten Attraktion im Stralsunder Ozeanum zählen 1.000 bunte Meeresbewohner, darunter auch die Mondfische „Nosy“ und „Buffy“. Ein Skandal, findet die Tierrechtsorganisation PETA: Mondfische in engen Aquarien zu halten sei Tierquälerei. Die größten Knochenfische der Welt könnten bis zu 3 Meter lang und 4 Meter hoch werden und tauchen zwischen 300 und 1.000 Meter tief. Die Tierschützer bezweifeln zudem die Aussage von Direktor Harald Behnke, dass es weder beim Fang vor der portugiesischen Atlantikküste, noch bei Transport und Eingewöhnung Todesfälle gegeben haben soll.

„Fische, und ganz besonders riesige Mondfische, gehören ins Meer!“, fordert Meeresbiologin Dr. Tanja Breining von PETA. Wer die bunten Meerestiere beobachten möchte, solle doch zum Schnorchel greifen und sie in ihrer natürlichen Heimat besuchen. Gegen Wildfänge spräche vor allem die hohe Sterblichkeitsrate: Viele Fische stürben bereits am Schock durch den Fang, beim Transport, der Zwischenlagerung oder der Eingewöhnung. Laut Dr. Breining erfolgen zahlreiche Wildfänge zudem immer noch mit Zyanid: Die hochgiftige Chemikalie schläfert Fische ein, könne, zu hoch dosiert, aber auch ganze marine Ökosysteme zerstören. PETA kritisiert, dass das Meeresmuseum zunächst Wildfänge aus einheimischen Meeren ausstellte und jetzt Besucher mit exotischeren Fischen anlocken wolle. Familien werden von den Tierschützern dazu aufgefordert, das Stralsunder Ozeaneum zu meiden.



Kontakt: Dr. Tanja Breining
Tel. 07156 / 17828-30

Foto: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Mola-mola-Lisboa-20051020.jpg
(Foto: de.wikipedia.org; Fotograf: Nol Aders)

Weitere Informationen: www.fischen-tut-weh.de
Tierfreundliche Ausflugsziele: http://www.peta-kids.de/p125/freizeitpark_ohne_tiere.html

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