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Studentenappell wegen Tierversuchen an Affen in Bremen

Stand: 29. Oktober 2009

Bremen / Gerlingen, 29. Oktober 2009 – In Bremen werden seit über zehn Jahren grausame Versuche an den Gehirnen von lebenden Affen vorgenommen. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. kritisiert diese heftig. Nachdem die Universität das vom Bremer Senat und von der Gesundheitsbehörde verhängte Verbot vor dem Verwaltungsgericht zunächst aushebeln konnte, fordert PETA jetzt bundesweit Studenten auf, sich zu überlegen, ob sie an einer derart uneinsichtigen Universität studieren wollen. Die Tierversuchs-Studien in Bremen hätten nach Meinung vieler Akademiker unermessliches Leid für die Tiere gebracht, jedoch keine Ergebnisse, die für den Menschen zur Bekämpfung von neurologischen Krankheiten wirklich hilfreich wären.

PETA unterstützt den Bremer Senat in seiner Forderung nach einem Verbot der grausamen Versuche. „Wir appellieren an potenziell Studieninteressierte, einen Bogen um diese Universität zu machen, so lange hier Tiere maßlos gequält werden!“, so Biologin Dr. Tanja Breining von PETA. Die Makaken werden von dem Neurobiologen Professor Kreiter laut Pressemeldungen der Universität Bremen mittels Trinkentzug über vier Tage gefügig gemacht und „lernen“ so, stundenlang in einem Stuhl festgebunden still zu sitzen – denn nur dann bekommen sie etwas zu trinken. Anschließend bohrt man ihnen den Schädel auf und führt Elektroden in das Gehirn ein. Ein Metallbolzen wird auf den Schädelknochen befestigt, so dass der Kopf der Tiere an einem Gestell festgeschraubt werden kann. Die fixierten Tiere müssen auf einen Bildschirm schauen und dabei Aufgaben erledigen, zum Beispiel bei bestimmten Bildern einen Hebel bedienen. Vor kurzem wurden eben solche und ähnliche Versuche in Zürich verboten, auch Berlin und München hatten vor einigen Jahren einen diesbezüglichen Antrag für Experimente abgelehnt. PETA fordert ein Ende der Tierversuche an der Universität Bremen. Mit modernen Technologien ohne Tierversuche, wie Magnetresonanz- oder der Positronen-Emissionen-Tomographie, könne die Verarbeitung von Nervenreizen im Gehirn von Freiwilligen untersucht und Patienten, die an Alzheimer, Parkinson oder anderen neurologischen Erkrankungen leiden, geholfen werden. Auf einen Aktionsaufruf der Tierrechtsorganisation zum Stopp der Versuche reagierte die Universität gestern mit Drohungen und Einschüchterungsversuchen, die PETA postwendend zurückgewiesen hat.

Interviewkontakt: Dr. Tanja Breining, Tel. 07156 / 17828-30; Mobil 0173 / 657 5668
Weitere Informationen: www.StopTierversuche.de
Zum Aktionsaufruf: http://action.peta.de/ea-campaign/clientcampaign.do?ea.client.id=44&ea.campaign.id=4873
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