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TERMIN: Blutige PETA-Aktion vor illegaler Nerzfarm in Borken / Uhlenstegge 20 / Donnerstag, 15. November / 11:20 Uhr

Stand: 9. November 2012

Borken / Gerlingen, 9. November 2012 – „Pelz ist tot“ – unter diesem Motto veranstaltet die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. am kommenden Donnerstag eine aufsehenerregende Aktion im nordrhein-westfälischen Borken. PETA-Unterstützer, verkleidet als Sensenmänner, werden dabei blutüberströmte Pelzmäntel vor der Nerzfarm in Borken in die Höhe stemmen. Damit weist die Organisation darauf hin, dass der Betreiber der Nerzfarm trotz entsprechender Verordnung noch immer Nerze in winzigen und verdreckten Käfigen einsperrt und sie für „Modezwecke“ ihrer Felle beraubt. Die Nerze auf der Farm in Borken müssen in viel zu kleinen und verdreckten Käfigen ohne Beschäftigungsmöglichkeiten und ohne ausreichend Wasser ausharren, bevor sie getötet werden. Nerze, in der Natur Einzelgänger, werden auf Pelzfarmen zu Hunderten aneinandergereiht. Sie drehen sich wild im Kreis oder benagen sich selbst.

„Aktuell werden bundesweit etwa 100.000 Nerze auf zwölf illegalen Nerzfarmen gehalten, die wie in Borken qualvoll getötet werden“, so Patrique-Robert Noetzel, Aktionskoordinator bei PETA. „Die Nerzfarm muss schnellstmöglich geschlossen werden – darauf zielte auch schon das Urteil des Verwaltungsgerichts Münster im vergangenen März ab. Der Kreis darf bei den Mediationsverhandlungen den monatelangen illegalen Weiterbetrieb nicht hinnehmen.“

Nach knapp 15 Jahren Beratungszeit hat die Bundesregierung 2006 erstmals Haltungsvorgaben für Tiere auf Pelzfarmen beschlossen. Nach fünf Jahren Übergangsfrist ist am 11. Dezember 2011 die dritte Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) in Kraft getreten. Nerzkäfige dürfen seitdem nicht mehr übereinandergestapelt werden und jedem Nerz muss mindestens ein Quadratmeter, bei einer Minimum-Käfiggröße von drei Quadratmetern, zur Verfügung stehen.
PETA macht darauf aufmerksam, dass sich der Bundesrat im vergangenen Juli für ein grundsätzliches Haltungsverbot von Tieren auf Pelzfarmen aussprach. Dabei argumentierte der Agrarausschuss des Bundesrats: „Es besteht kein vernünftiger Grund, Pelztiere zur Pelzgewinnung zu halten und zu töten.“

In einer interaktiven Deutschlandkarte hat PETA Informationen zu den illegalen Nerzfarmen zusammengetragen.

WANN & WO:
Donnerstag, 15. November, 11:20 Uhr / Borken, Uhlenstegge 20

Tierquälerei auf Nerzfarmen / © PETA  Das Foto ist auf Anfrage in druckfähiger Qualität erhältlich.

Tierquälerei auf Nerzfarmen / © PETA Das Foto ist auf Anfrage in druckfähiger Qualität erhältlich.


Weitere Informationen:
PETA.de/Illegalepelzfarmen
Pelzfarm.info

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de
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