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TERMIN: PETAs „Wildkatzen“ machen Halt in Magdeburg
Mittwoch, 25. August 2010

Stand: 23. August 2010

Fast nackt, mit Body-Painting als wilde Raubkatzen bemalt, sitzen Aktivistinnen der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren) am Mittwoch vor dem Allee-Center in einem engen Käfig und fauchen die Passanten an. Mit dieser Aktion tourt PETA durch alle Bundesländer und weist auf das Leiden von Wildtieren im Zirkus hin. Auf einem riesigen Banner zeigt PETA außerdem die Flaggen aller Länder, in denen ein Wildtierverbot bereits umgesetzt worden ist oder starke Beschränkungen bezüglich der Tierarten bestehen, darunter allein 13 europäische Länder. „Wildtiere raus aus dem Zirkus“ lautet der Slogan der Demo-Tour, mit der PETA noch den ganzen Sommer durch Deutschland ziehen wird.

Wann? Mittwoch, 25. August 2010, 14-15 Uhr
Wo? Magdeburg, Ernst-Reuter Allee (Allee-Center)


Kontakt vor Ort: Stefan Klippstein, Mobil 0176 / 97081083
Interviewkontakt: Kampagnenleiterin Carola Schmitt, Tel. 07156 / 17828-24, CarolaS@peta.de


Weitere Informationen:
In einem Schreiben der Landeshauptstadt Magdeburg an PETA vom August 2009 wird Kritik an der fehlenden Bundesrechtsgrundlage zum Verbot von Wildtieren im Zirkus geäußert. Daraus lässt sich ableiten, dass auch die Stadtverwaltung Magdeburgs einem Wildtierhaltungsverbot aufgeschlossen gegenübersteht. „Zahlreiche Probleme bei der Mitführung und dem Einsatz von Wildtieren“ seien bekannt, wie der Oberbürgermeister schreiben lässt. Allerdings sehe die Magdeburger Stadtverwaltung keinen Handlungsspielraum, solange die Bundesregierung nicht reagiert. Dieses Zögern des Oberbürgermeisters ist für PETA allerdings nicht verständlich: Mehrere deutsche Großstädte, z. B. Kassel und Heidelberg, hätten bereits starke Einschränkungen von Wildtierarten im Zirkus. Zirkusexpertin Carola Schmitt von PETA ist überzeugt: „Die Kommunen können handeln!“ Sie könnten die Auswahlkriterien für ihre öffentlichen Flächen so gestalten, dass Zirkusse mit exotischen Tieren keine Gastspielerlaubnis mehr bekommen. Die Stadt könne sich hierzu auf den offiziellen Tierschutzbericht der Bundesregierung berufen, der bestimmte exotische Tierarten in Zirkussen als besonders gefährdet ausweist.
Die Bundestierärztekammer spricht sich ebenso für ein Wildtierverbot im reisenden Zirkus aus wie die Mehrheit der Bevölkerung in der BRD. Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung finden zwei Drittel der Befragten Wildtiere im Zirkus nicht mehr zeitgemäß. Immer mehr Prominente sprechen sich für ein Verbot aus, darunter auch Rocklegende Udo Lindenberg, Comedian Hella von Sinnen und Schauspielerin Tina Ruland. Weitere Informationen finden Sie auf www.zirkus.peta.de.
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