TERMIN: PETAs „Wildkatzen“ machen Halt in Erfurt
Donnerstag, 26. August 2010
Stand: 24. August 2010
Fast nackt, mit Body-Painting als wilde Raubkatzen bemalt, sitzen Aktivistinnen der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren) am Donnerstag in Erfurt in einem engen Käfig und fauchen die Passanten an. Mit dieser Aktion tourt PETA durch alle Bundesländer und weist auf das Leiden von Wildtieren im Zirkus hin. Auf einem riesigen Banner zeigt PETA außerdem die Flaggen aller Länder, in denen ein Wildtierverbot bereits umgesetzt worden ist oder starke Beschränkungen bezüglich der Tierarten bestehen, darunter allein 13 europäische Länder. „Wildtiere raus aus dem Zirkus“ lautet der Slogan der Demo-Tour, mit der PETA noch den ganzen Sommer durch Deutschland ziehen wird.
Wann? Donnerstag, 26. August 2010, 15-16 Uhr
Wo? Erfurt, Am Anger Kontakt vor Ort: Stefan Klippstein, Mobil 0176 / 97081083
Interviewkontakt: Kampagnenleiterin Carola Schmitt, Tel. 07156 / 17828-24, CarolaS@peta.de
Weitere Informationen:In einem Schreiben der Landeshauptstadt Erfurt an PETA von 11/2007 wird PETAs Anliegen, das Mitführen bestimmter Wildtiere im Zirkus zu verbieten, grundsätzlich begrüßt. Da die Bundesregierung aber die Bundesratsentschließung von 2003, wonach das Halten von Tieren wildlebender Arten im Zirkus nach entsprechender Übergangszeit untersagt werden sollte, leider noch nicht umgesetzt habe, sei es nicht möglich, ein Verbot in Erfurt zu erlassen. Dieses Zögern des Oberbürgermeisters ist für PETA nicht verständlich: Mehrere deutsche Großstädte, z. B. Kassel und Heidelberg, haben bereits starke Einschränkungen von Wildtierarten im Zirkus. Zirkusexpertin Carola Schmitt von PETA ist überzeugt: „Die Kommunen können handeln!“ Sie könnten die Auswahlkriterien für ihre öffentlichen Flächen so gestalten, dass Zirkusse mit exotischen Tieren keine Gastspielerlaubnis mehr bekommen. Die Stadt könne sich hierzu auf den offiziellen Tierschutzbericht der Bundesregierung berufen, der bestimmte exotische Tierarten in Zirkussen als besonders gefährdet ausweist. Die Bundestierärztekammer spricht sich ebenso für ein Wildtierverbot im reisenden Zirkus aus wie die Mehrheit der Bevölkerung in der BRD. Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung finden zwei Drittel der Befragten Wildtiere im Zirkus nicht mehr zeitgemäß. Immer mehr Prominente sprechen sich für ein Verbot aus, darunter auch Rocklegende Udo Lindenberg, Comedian Hella von Sinnen und Schauspielerin Tina Ruland. Weitere Informationen finden Sie auf
www.zirkus.peta.de.
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