Stand: April 2010
Der Angriff des 4-jährigen Elefanten Thabo Umasai auf seine Elefantenwärterin im Zoo Dresden sorgt aktuell für Schlagzeilen. Während der Zoo noch nach den Gründen für den Angriff von Thabo sucht, steht für Tierfreunde und Elefantenexperten die eigentliche Ursache bereits fest:27.03.2010
Thabo Umasai greift eine Elefantenwärterin an und verletzt sie schwer. Laut Pressefotos war genau diese Wärterin auch bei den ersten brutalen und tierquälerischen „Gehorsamkeitsübungen“ von Thabo 2006 dabei. Thabo hat sich nun, mit 4 Jahren, ganz offensichtlich erfolgreich zur Wehr gesetzt.
Tierschützer und Elefantenexperten hatten 2006 leider Recht behalten.
07.10.2006
„Thabo soll früh lernen, dass die Pfleger ihm nichts Böses wollen und wer der Chef im Ring ist.“
(Zooinspektor Volker Pohle, Dresdner Morgenpost vom 07.10.2006)
Elefantenbaby Thabo Umasai wird mit bereits acht Monaten brutal von seiner Mutter Drumbo (damals 16) getrennt und soll „auf den Menschen geprägt werden“. Ein absolutes Trauma für ein Elefantenbaby. Mit Gewalt, in Form von oft auch schmerzhaften Gehorsamkeitsübungen, soll Thabo ab sofort den Menschen als „Leittier“ akzeptieren. Elefanten-Experten aus aller Welt warnen bereits hier vor den späteren Folgen dieses „Wahnsinns“. „Der Jungbulle wird später aggressiv“, meint Ruedi Tanner. (Dresdner Morgenpost; 07.10.2006)
Lesen Sie hier, mit welchen weiteren absurden Aussagen die Wärter 2007 ihren tierquälerischen Gewaltakt gegen Thabo im Fernsehen versuchten zu rechtfertigen.
"Versucht nun ein Pfleger aus Unkenntnis simplen Wissens über das Sozialverhalten der Elefanten, dreist als selbsternannter Super-Alpha den Nachwuchs zu beherrschen...wird sich der Zögling widersetzen. Ketten und Haken werden ihn anfänglich zurückhalten. Elefanten vergessen aber nie. Irgendeinmal zahlen sie zurück..."
(Fred Kurt: "Wieviel Mutter braucht ien junger Elefant, 2005)
2002
Gustl wird nach Cabarceno (Spanien) abgeschoben. Der damalige Zoodirektor Dr. Hubert L. spricht von „Hochzeitsreise“. Wie man später erfährt, eine glatte Lüge, denn Gustl war aufgrund ihrer Aggressivität nicht mehr händelbar und wurde nur wegen ihrer Aggressivität abgeschoben. Zuvor wurde sie großenteils separat und in Einzelhaft gehalten. Herr Dr. L. musste später den Zoo verlassen.
19.01.1999
Elefantendame Gustl, ebenfalls per tierquälerischer Drangsalierung dem Menschen unterworfen, greift im Elefantenhaus den Wärter Jörg B. an und wirft ihn in den Graben, der das Innengehege von der Besucherplattform trennt.
Minuten zuvor werden Schöpfi, Drumbo und Gustl in kurzen und enganliegenden Ketten, extrem in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, wie Schwerverbrecher um das alte Elefantenhaus herumgeführt.
Nach dem Angriff auf den Wärter folgte, für alle Besucher sichtbar, ein entwürdigendes und respektloses Bestrafungs-Szenarium für die Elefantendame Gustl.
Mit knieenden Hinterbeinen und angewinkelten Vorderbeinen wird Gustl mit Hilfe des Elefantenhakens an ihren empfindlichsten Stellen durch Zufügung von Schmerzen bestraft. Elefantenwärter Jörg B. setzte dabei den Haken mehrmals an. Die tierquälerische Tortur dauerte einige Minuten.
Hier sehen Sie die Liste der Elefanten, die ebenfalls mit der Uraltmethode der Unterwerfung im Zoo Dresden brutal gefügig gemacht wurden und später als äußerst aggressiv galten:
Detaillierte Informationen zur tierquälerischen "Gehorsamkeitsdressur" und zur "No-Contact-Haltung" finden Sie in unserer Dokumentation zur Elefantenhaltung im Tierpark Berlin Friedrichsfelde.
Über das meist "unbekannte Leben der Elefanten" erfahren Sie hier mehr.