Tiere im Zoo: Tennis-Legende Martina Navratilova erschüttert
PETA kritisiert das Schimpansen-Gehege im Wuppertaler Zoo
Stand: 14. Oktober 2011
Wuppertal / Gerlingen, 14. Oktober 2011 – Die Kritik an der Haltung von Wildtieren in zoologischen Einrichtungen wird immer lauter: Nun hat auch Tennis-Legende Martina Navratilova Stellung bezogen und spricht Zoos, die Wildtiere, wie Elefanten, Giraffen oder Delfine halten, ihre Existenzberechtigung ab. Auslöser waren Vorwürfe, die die Tierrechtsorganisation PETA USA gegen die Betreiber des „Georgia Aquarium“ in Atlanta erhob. Während Feierlichkeiten in dem größten Aquarium der Welt wurde die Musik dermaßen laut gespielt, dass selbst die Tierpfleger offen zugaben, die Tiere seien förmlich durchgedreht.
„Wie traurig. Ich erschaudere bei jedem Zoo, Themenpark oder Aquarium mit Tieren in Gefangenschaft. Aber die Wale, Delfine, Giraffen, Elefanten, etc., die Großkatzen – das bringt mich zum Weinen“, sagte die ehemalige Profi-Tennisspielerin. Auch die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. kritisiert schon seit Jahren die Gefangenschaft von Wildtieren im Zoo und fordert ein Zucht- und Importverbot, um die Haltung von Tieren wie Eisbären, Elefanten und Menschenaffen mittelfristig auslaufen zu lassen. Zoos sollten stattdessen in Auffangstationen für vernachlässigte Tiere aus der Privat- und Zirkushaltung umgewandelt werden.
Von PETAs Kritik ist auch der Zoo Wuppertal betroffen. In einer neuen Kampagne weist PETA auf die unwürdigen Lebensbedingungen der beiden Schimpansen Epulu und Kitoto hin. Mit der Haltung in einem kleinen, grauen Bunker aus Beton und Glas unterschreitet der Zoo Wuppertal die behördlichen sowie die verbandseigenen Haltungsrichtlinien. „Schimpansen jahrelang ohne Außengehege in einen winzigen Betonraum einzusperren ist unmenschlich und grausame Tierquälerei“, sagt Bernd Hoffmann, Zooexperte bei PETA. Das Elend der Schimpansen ist aufgrund der schlimmen Haltungsbedingungen derart offensichtlich, dass sogar der renommierte Primatologe Prof. Dr. Sommer von einer „Schande für Wuppertal“ spricht.
Um bessere Lebensbedingungen für die beiden Schimpansen durchzusetzen, hat PETA unter www.peta.de/schimpansenwuppertal eine Petition aufgesetzt, an der sich Tierfreunde beteiligen können.
Weitere Informationen:
http://www.peta.de/schimpansenwuppertalhttp://www.peta.de/zooInterviewkontakt:
Bernd Hoffmann, 0162 / 6878847, BerndH@peta.de