Tierhandel des Zoo Rostock: Die ganze Wahrheit!
PETA fordert personelle Konsequenzen und eine Aufklärung über den Verbleib weiterer TiereStand: 3. Dezember 2008
Kontakt: Frank Albrecht, Tel. 07156/ 178 28 35
Gerlingen – Nachdem erst eine Pressemitteilung der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. den Zoo Rostock gestern dazu zwang, die Öffentlichkeit über den wahren Verbleib von drei Jaguare zu informieren, fordert die Tierrechtsorganisation heute personellen Konsequenzen und eine lückenlose Aufklärung über den Verbleib weiterer Tiere. Die Organisation hat zudem neue belastende Fakten zum dubiosen Tierhandel und spricht mittlerweile von einem eiskalten Geschäft mit niedlichen Tierba-bys des Zoo Rostock.
„Der angebliche Zoo in Zypern (Melios Pet Park) ist ein großes Zootierfachgeschäft, über dessen Homepage über 300 verschiedenen Tierarten zum Verkauf angeboten werden. Dieser angebliche Zoo hat zudem kein EU-Zoozertifikat. Der Verkauf und die Abgabe hätte also nie stattfinden dürfen“, so Frank Albrecht, Zooexperte von PETA Deutschland e.V. „Das angebliche Bedauern des Zoo Rostock ist eine Farce. Wir befürchten, dass die Jaguare lästiger Abfall waren, von dem man sich über einen dubio-sen Tierhändler entledigen konnte.“
Nach Recherchen der Tierrechtsorganisation sollen die Jaguare, zusammen mit anderen Tieren zunächst von Deutschland nach Holland transportiert worden sein. Anschließend trafen sie am 26.04.2008 mit einem Schiff in Zypern ein, wo sie wegen fehlender Transportgenehmigung und Cites-Papieren am 29.04.2008 wieder zurück nach Holland gingen. Erst im Mai 2008 gingen die Jaguare nach Italien, wo Jaguar Keme am 04.05.2008 verstarb. Während dieser ganzen Zeit waren die Tiere nach Recherchen der Organisation in ihren engen Transportboxen eingepfercht. Der Transport und Han-del wurde von zwei holländischen Händlern abgewickelt. Gegen einen wird, wegen dieses Deliktes mittlerweile europaweit strafrechtlich ermittelt.
„Die Zooleitung hätte die Öffentlichkeit über diesen tödlich endenden Tierhandel mit Sicherheit nie informiert, wenn wir nicht Druck ausgeübt hätten. Wollte die Zooleitung ihr Versagen vertuschen?“, so Frank Albrecht abschließend. „Dieser ganze Verkauf war unverantwortlich und muss daher personelle Konsequenzen haben. Zudem verlangen wir vom Zoo Rostock, den Verbleib von weiteren Tierbabys offen zu legen.“
Die Jaguare seien vermutlich nur die Spitze des Eisberges, vermutet die Organisation und geht davon aus, dass ein solches Hin- und herschieben von Tieren aus Zoos Gang und Gäbe ist. Mit Sicherheit werden in nächster Zeit noch weitere Fälle ans Tageslicht gelangen.