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Tierprodukte aus Bio und Freilandhaltung: Fakt oder Fiktion?

Die allermeisten Menschen sind der Ansicht, dass Tiere vor Tierquälerei geschützt werden sollten, doch Tiere in der heutigen Intensivtierhaltung werden nicht mal vor den schlimmsten Formen von Tierquälerei geschützt. Und mit zunehmendem Bewusstsein der Bevölkerung für den Horror der Intensivtierhaltung reagieren Unternehmen, indem sie ihre Produkte mit Kennzeichnungen versehen, die beruhigende Worte wie “Bio”, “Freilandhaltung”, “artgerecht” oder “natürlich” tragen.

Diese Kennzeichnungen mögen Bilder von Tieren heraufbeschwören, die auf grünen Weiden frei herumlaufen, aber die Realität des Lebens und Sterbens von Tieren sieht ganz anders aus. In Betrieben mit Bio- bzw. Freilandhaltung werden die meisten Tiere ohne den Einsatz irgendwelcher Schmerzmittel verstümmelt; man hält sie in dreckigen, von Krankheiten heimgesuchten Hallen, und am Ende müssen sie einen langen Transport ohne Futter oder Wasser zum Schlachthof ertragen.

Und so etwas wie humane Schlachthöfe gibt es nicht—tatsächlich werden Tiere aus Bio- oder Freilandhaltung häufig zu denselben Schlachthöfen gekarrt, in denen auch Tiere aus der Intensivtierhaltung getötet werden.

Bei vielen Verpackungsaufschriften handelt es sich um nichts anderes als Phantasiebezeichnungen für die Intensivtierhaltung. Tierische Produkte mit Etiketten, die darauf abzielen, dass wir uns gut dabei fühlen, Tiere zu essen, sind gewöhnlich nicht viel besser für die Tiere als die regulären tierischen Produkte, aber sie sind annähernd genauso gesundheitsschädlich für uns. Der einzige Vorteil, den Bioprodukte bieten, ist, dass sie nicht mit Arsen, Antibiotika oder Hormonen verseucht sind. Obwohl das Fleisch dieser Tiere sicherer sein mag als solches von Tieren, die man mit Medikamenten vollgepumpt hat, ist die beste Alternative nach wie vor, auf Fleisch ganz zu verzichten.

Hier erfahren Sie mehr dazu.



Ein Wort zu Fisch aus Intensivtierhaltung

Die Fleischindustrie propagiert auch Fisch aus Intensivtierhaltung als “erneuerbare” Alternative zu Wildfang. Die Industrie möchte allerdings nicht, dass Sie erfahren, dass in der Intensivtierhaltung aufgezogener Fisch erst einmal mit 5 Pfund Fisch aus Wildfang gefüttert werden muss, um 1 Pfund Fleisch zu produzieren, und das macht Aquakulturen zu einem – um das Fünffache - größeren Übel als den kommerziellen Fischfang, der unsere Ökosysteme in den Meeren zugrunde richtet.1 Und Fische auf Fischfarmen leiden ebenfalls furchtbar: Die Bedingungen in manchen Aquakulturen sind so entsetzlich, dass bis zu 40 Prozent der Fische sterben, bevor die Farmer sie töten und als Nahrungsmittel verpacken können.2 Fisch aus der Intensivtierhaltung enthält Schadstoffe wie Quecksilber, Dioxine, PCBs und andere Gifte.

Weitere Informationen

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www.milch-den-kuehen.de/

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1 John Robbins, The Food Revolution (Berkeley: Conari Press, 2001) p. 298.
2 “Authority Wants to Stop 'Fish Torture,'” Aftenposten, 28 Jul. 2004.