Tierquälerei? PETA zeigt erschreckendes Video über die Elefantenhaltung im Tierpark Berlin
Extreme Verhaltungsstörungen durch zu kleine Gehege / PETA fordert sofortigen ZuchtstoppStand: 17. Dezember 2008
Kontakt: Frank Albrecht, Tel. 07156/ 178 28 35
Berlin/ Gerlingen – Die aktuelle Geburt eines weiblichen asiatischen Elefanten im Berliner Tierpark ist für die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. Anlass für erneute Kritik an der Elefantenhaltung des Tierparks. PETA spricht von anhaltenden tierquälerischen Haltungsbedingungen und kritisiert besonders, dass der Tierpark weiter an einer Zucht festhält, obwohl einige Gehegegrößen im Elefantenhaus nicht den gesetzlichen und internationalen Vorgaben entsprechen. Recherchematerial, das PETA heute veröffentlicht, zeigt deutlich, dass viele Elefanten aufgrund der beengten Verhältnisse bereits extreme Verhaltensstörungen zeigen. Die Tierrechtler fordern jetzt ein sofortiges Zuchtstopp und tiefgreifende Sofortmaßnahmen.
“Wieder eine Tierhaltung im Tierpark, die nicht den nationalen und internationalen Vorgaben für Gehegegrößen entspricht. Dennoch wird weiter gezüchtet, Familienmitglieder aus ihrem engen Familienverband gerissen und wie lästiger Abfall abgeschoben, um Platz für weitere Nachwuchs zu schaffen“, so Frank Albrecht, Zooexperte von PETA „Wann wird dieser Wahnsinn und diese andauernde Ignoranz endlich gestoppt. Wir fordern einen sofortigen Zuchtstopp und Sofortmaßnahmen (ohne Abschiebung) zur Verbesserung des Wohlbefindens aller Elefanten.“
Von den derzeit im Tierpark Berlin befindlichen 18 Elefanten hätten nach Messungen der Tierrechtsorganisation mehr als die Hälfte weniger Bewegungsfreiraum als das Tierschutzgesetz vorschreibt. In den strengen Wintermonaten, wenn den Elefanten Erfrierungen von Körperteilen drohen und sie auf die Außenanlagen nur wenigen Minuten gelassen werden können, fehle es den Elefanten im Haus an ausreichender Bewegung außerhalb ihrer Lagerungsboxen. Das Gutachten für „Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren“ fordert aber von jedem Halter, für „ausreichenden Auslauf zu sorgen“. Drei asiatischen Elefanten werden noch immer (Stand 29.11.2008) angekettet.
„Allen Elefanten stehen im Haus gerademal ca.700 m² zur Verfügung. Dem Besucher im Besucherraum fast 3000 m²! Dies sind skandalöse und unhaltbare Zustände“, so Frank Albrecht abschließend. „Jede weitere Zucht ist unverantwortlich und verschärfe das Leiden, dass bereits viele Elefanten in Form von Weben und Schaukeln zeigen.“
Das Recherchematerial von PETA können Sie hier sehen: