Stand: 27. Februar 2013
Delitzsch / Gerlingen, 27. Februar 2013 – Der für seine rücksichtslose Tierhaltung bekannte „Circus Voyage“ gastiert von Freitag an in Delitzsch. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. erhebt schwere Vorwürfe gegen den Zirkus und hat zudem die Stadtverwaltung gebeten, ein kommunales Wildtierverbot in Zirkussen nach dem Vorbild von Städten wie Darmstadt, Potsdam oder Bonn zu initiieren. Bis dahin sollten die zuständigen Behörden Zirkusbetrieben, die nachweislich mit Tierquälerei in Verbindung gebracht werden, keinen Auftritt gewähren. Im Januar 2012 ist die Elefantendame Mausi nach jahrelanger, schmerzhafter Krankheit auf einem zehnstündigen Tiertransport im Alter von nur 30 Jahren qualvoll gestorben. Weil „Circus Voyage“ die kranke Mausi bis zum letzten Atemzug leiden ließ und sämtliche Rettungsversuche verweigert wurden, ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft Berlin nach Anzeige von PETA gegen die Zirkusverantwortlichen. PETA kritisiert zudem die mangelhafte Haltung von Flusspferd Jedi, das als Herdentier bei „Circus Voyage“ allein in einem kleinen Wassertank sein Dasein fristen muss sowie die Haltung von Giraffen und einem Nashorn. Auch vor dem Hintergrund weiterer tragischer und ungeklärter Todesfälle zweier junger Giraffen 2007 und der Elefantendame Anja 2008 bittet PETA die Bürger in Delitzsch, den Zirkus zu meiden.
Bild 1: Vernarbtes Bein: Giraffenleid bei Circus Voyage / © PETA | Bild 2: Elefantendame Mausi bei der Obduktion / © Zoo PairiDaiza