Stand: 19. August 2010
Trafalla / Gerlingen, 19. August 2010 – In einer Stierkampfarena in Nordspanien sprang gestern ein Stier mitten in die Zuschauertribüne. Über 30 Menschen wurden dabei verletzt, darunter auch Kinder. Ein 10-jähriger Junge wurde mit weiteren Erwachsenen ins Krankenhaus gebracht, um dort die schweren Verletzungen behandeln zu können. 15 Minuten dauerte es, bis der Stier mit Stricken gefesselt zurück in die Arena gebracht und anschließend ermordet wurde. Mehr als 40.000 Stiere kommen jährlich bei den inszenierten Kämpfen ums Leben. Doch in der spanischen Bevölkerung sinkt die Unterstützung: Über 70 Prozent der Spanier lehnen das grausame Spektakel heute ab. In der französischen Bevölkerung beziehen sogar 80 Prozent der Befragten Stellung gegen die Stierkämpfe. Angesichts der überwältigenden Ablehnung von Stierkämpfen in der Bevölkerung, appelliert PETA an alle Menschen und auch Prominenten, diese grausamen Spektakel nicht mit ihrer Anwesenheit zu unterstützen. Erst Anfang August gerieten Boris und Lilly Becker in den Fokus der Tierschützer: Im spanischen Marbella wurden die beiden im Publikum eines Stierkampfs erwischt. Somit hat das Tennis-As nicht nur die blutige Stierkampf-Industrie mit seinem Geld unterstützt, sondern auch sich selbst und seine Frau in Gefahr gebracht. Jeder, der sich gegen die grausamen Kämpfe engagieren möchte, kann auf www.peta.de/stierkampf an einer Online-Petition teilnehmen. Außerdem können bei PETA kostenlos zweisprachige Flugblätter (dt./engl.) und Protestkarten gegen den Stierkampf angefordert werden.