Umbau der „MS Sissi“ zum Fisch-Empathie-Zentrum
Tierrechtsorganisation plant Ausstellung auf Donauschiff
Stand: 7. September 2009
Passau, 7. September 2009 – Das nach der österreichischen Kaiserin benannte Donauschiff „MS Sissi“ kreuzt zwischen Passau, Linz und Wien. Schon bald könnten Ausflügler an Deck eine neue Ausstellung zum Thema „Mitgefühl für Meerestiere“ besuchen. Denn die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. plant hier die Einrichtung eines so genannten Fisch-Empathie-Zentrums. Kaiserin Sissi sei laut verschiedener Internet-Quellen selbst Vegetarierin gewesen und habe keinen Fisch gegessen. Die Tierrechtsorganisation hat den Vorschlag vergangene Woche an Schiffseigentümer Erich Wurm herangetragen und hofft auf ein positives Signal aus Passau.
„Mit unserer Ausstellung an Bord könnte die ‚MS Sissi‘ schon bald Kurs in Richtung Tierschutz nehmen“, freut sich Meeresbiologin Dr. Tanja Breining von PETA. In der kostenlosen Ausstellung würden einen Monat lang wissenschaftliche und pädagogisch aufbereitete Videos, Computeranimationen und Informationstafeln den Besuchern spannende Fakten rund um Meerestiere vermitteln. Zum Beispiel, dass Fische Schmerzen und Emotionen empfinden können, oder dass ihre Intelligenz mit der von Primaten vergleichbar ist. Das Ziel der Tierschützer von PETA: „Je mehr die Menschen darüber erfahren, wie intelligent und sensibel Fische sind, umso seltener werden sie sie angeln oder fischen.“ Um die Kreuzfahrer zu überzeugen, dass Fischstäbchen auch ohne Fisch gut schmecken, will PETA im Salon der „MS Sissi“ ein Café eröffnen, dessen Speisekarte viele vegetarische Köstlichkeiten bereithält. Teil der Ausstellung soll auch eine „Fisch-Empathie-Steppdecke“ sein – ein handgefertigtes Quilt aus 300 Quadraten, mit denen Menschen aus aller Welt ihr Mitgefühl für Meerestiere ausdrücken.
Interviewkontakt: Dr. Tanja Breining, Tel. 07156/17828-30