Makaken gehören zu den sogenannten Altweltaffen, die in Afrika und Asien leben. Der deutlichste Unterschied zwischen Altweltaffen und Neuweltaffen (wie es sie in Amerika gibt) ist der Schwanz der Neuweltaffen, den sie zum Greifen und Festhalten von Dingen einsetzen.
Viele Altweltaffen haben ein unbehaartes Hinterteil. Außerdem sind sie gekennzeichnet durch gut sichtbare Backentaschen, in denen sie Nahrung aufbewahren, und kleine, halbrunde Nasenlöcher, die eng beisammen liegen.
Leider werden zwei Arten von Makaken, nämlich der Rhesus- und der Javaneraffe, schon seit Jahrzehnten grausamen biomedizinischen und psychologischen Versuchen sowie Verhaltensstudien ausgesetzt, z.B. Versuchen zum Entzug der Mutter und Experimenten in der Raumfahrt, in denen die Affen geradezu in ihren Tod geschossen wurden.

Makake mit Nachwuchs. Bild: Johann Jarnitz / CC
Makaken haben wie alle Primaten enorme intellektuelle Fähigkeiten. Sie können beispielsweise zählen und verstehen Zusammenhänge zwischen Zahlen. Sie nutzen Werkzeuge und starten sogar Täuschungsversuche; sie kommunizieren komplexe Informationen und warnen so beispielsweise ihre Artgenossen, wenn eine bestimmte Gefahr droht. Dabei unterscheiden sich ihre Signale, z.B. je nachdem ob sich eine Schlange, ein Leopard oder ein Adler nähert. Sie haben sogar ein Gefühl für faire Entscheidungen.
Eine Gruppe japanischer Makaken zeigte, dass sie über eine „Kultur“ verfügt, als die Tiere anfingen, ihre Nahrung zu waschen. Ein Makake führte dieses Ritual in die Gruppe ein und der Rest nahm die Neuerung an. Schlussendlich wurde das Waschen in dieser speziellen Gruppe zur kulturellen Norm. Ein solches Verhalten kann nicht mehr lediglich Instinkten zugeschrieben werden. Diese Gruppe hat bewiesen, dass Affen einzigartige individuelle und gruppenspezifische Identitäten besitzen und dass sie genau wie Menschen ihr Wissen erlernen, improvisieren und weitergeben.
Makaken verfügen desweiteren über eine enorme soziale Intelligenz. Sie leben in interaktiven Verbänden bestehend aus 80 bis 100 Mitgliedern und führen und erkennen komplexe Beziehungen. Ein junger weiblicher Rhesus-Makake bleibt sein ganzes Leben lang bei seiner Mutter und den Schwestern, um sich in „eines der engsten und kompliziertesten Sozialsysteme, die überhaupt im Tierreich bekannt sind“ einzugliedern, so Frans de Waal. Zeigt man weiblichen Makaken Bilder von anderen Weibchen in ihrer Gruppe, erkennen sie diese. Aus allen zur Auswahl gestellten Bildern waren die Tiere in der Lage, ihre Jungen zu identifizieren. Meerkatzen, die ein schreiendes Kind hören, sehen dessen Mutter an, nur diese schaut dann zum Kind selbst. Wenn männliche indische Hutaffen nach Verbündeten suchen, können sie komplizierte Beziehungen zwischen drei Parteien erkennen und sich so auf raffinierte Art und Weise einen Rangvorteil erspielen.

Makake auf West Sumatra. Bild: Sakurai Midori / CC
In diesem Zusammenhang wird eine Gefangenschaft der Tiere im Labor noch grausamer. Ihr gesamtes Sozialleben wird durch die Einzelhaltung in Käfigen zerstört. Neben den körperlichen Leiden wird den Tieren auch seelisch geschadet: Die Käfige werden aufeinander gestapelt, ohne die natürliche Rangordnung in Betracht zu ziehen. So werden einige Makaken willkürlich in „untergeordnete“, niedrigere Käfige gesteckt.
Makaken haben herausragende körperliche Fähigkeiten. Einige Arten leben in kalten, andere in heißen und trockenen Gebieten. Manche können sehr gut klettern und leben hauptsächlich in Bäumen, während andere am Boden leben. Einige sind tolle Schwimmer – eine in den Bergen von Nagano lebende Gruppe von Makaken zeigte ein weiteres Beispiel einer einzigartigen Kultur, als sie die Gewohnheit eines Verbandsmitgliedes annahm und fortan regelmäßig in den heißen Quellen badete, um sich vor dem kalten Winter zu schützen.
Makaken sind Allesfresser und ernähren sich hauptsächlich von Wurzeln, Kräutern, Früchten und Blättern, aber auch Insekten und Wirbellosen. Im Labor jedoch wird ihnen in winzigen, kahlen Käfigen alles Natürliche verwehrt. Sie haben kaum Beschäftigungsmöglichkeiten oder Abwechslung und so verfallen die meisten Makaken in ein „stereotypes Verhalten“ und drehen sich beispielsweise endlos im Kreis, wippen hin und her oder verstümmeln sich selbst.
Die Laboratorien versuchen, dieses Grauen vor den Augen und Ohren der Öffentlichkeit versteckt zu halten. Eine verdeckte PETA-Ermittlung bei Convance zeigt, was mit Rhesusaffen und Javaneraffen im Labor passiert.