Universalzirkus Renz in Mainz-Hechtsheim
Politiker und Behörden könnten leicht ins Fettnäpfchen treten
Stand: 19. November 2009
Mainz / Gerlingen, 19. November 2009 – Bis Sonntag gastiert „Universalzirkus Renz“ auf dem Hechtsheimer Messegelände in Mainz. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. bittet Behördenvertreter und ortsansässige Politiker, diesem Zirkus durch einen öffentlichen Auftritt keine Plattform zu geben – und damit den gefürchteten Tritt ins Fettnäpfchen zu umgehen. Immerhin sei der Zirkus in Deutschland einschlägig bekannt, nicht nur bei Tierschützern, sondern ebenso bei Behörden, Amtsveterinären und Gerichten. In einer mehrseitigen Chronik unter www.zirkus.peta.de listet PETA auf, was sich der Zirkus in der Vergangenheit zu Schulden kommen ließ.
„Universalzirkus Renz ist eine Gefahr für die Bevölkerung“, findet Carola Schmitt, Sprecherin der PETA-Kampagne „Wildtiere raus aus dem Zirkus“. Die Tierschützerin nennt einige Beispiele: Im April 2009 erfolgte die Verurteilung des Zirkusdirektors durch das Amtsgericht Bocholt wegen versuchter Nötigung. Zirkusdirektor Daniel Renz hatte einer Amtstierärztin bei einer Kontrolle gedroht, da die Ärztin massive Tierschutz- und Sicherheitsmängel beanstandete. Ebenfalls im April 2009 brach in Kassel ein Bär aus dem Zirkus aus und biss einen Polizisten. Das Tier wurde erschossen, eine tierschutzrechtliche Genehmigung für Auftritte mit Bären konnte der Zirkus nicht vorweisen. 2007 wurde Daniel Renz durch das Amtsgericht Aachen wegen Beleidigung verurteilt, 2000 war er bereits vom Amtsgericht Wuppertal wegen Körperverletzung verurteilt worden. Zur aktuellen politischen Situation weist PETA darauf hin, dass immer mehr Städte auf kommunaler Ebene den Tierschutzgedanken umsetzen und bestimmte Wildtiere im Zirkus auf städtischen Flächen verbieten. Als jüngstes Beispiel nennt PETA die Stadt Kassel. „Auch in Hechtsheim sollte ein Verbot umgesetzt werden – zum Wohle von Menschen und Tieren“, wünscht sich Schmitt. Bereits 2003 forderte der Bundesrat in einem Entschließungsantrag die Bundesregierung dazu auf, die gesetzliche Grundlage für ein Verbot von bestimmten Wildtierarten zu schaffen. Bislang hat die Regierung noch nicht gehandelt.
Interviewkontakt: Carola Schmitt, Mobil 0162 / 2578504
Weitere Informationen:
www.zirkus.peta.deChronik „Universalzirkus Renz“:
http://www.peta.de/web/home.cfm?p=2467Druckfähige Fotos:
http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=33