Stand: 22. April 2011
Gerlingen, 22. April 2011 – Anlässlich des „Internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche“ am 24. April weist die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. auf die grausamen Versuche zu Ausbildungszwecken hin. Wer denkt, Tierversuche würden nur in Chemielaboratorien stattfinden, der irrt. Über 57.000 Tiere wurden 2009 allein in Deutschland zu Aus- und Weiterbildungszwecken gequält, am Ende wartet auf die Tiere oft nur der Tod. Es handelt sich um Mäuse und Ratten ebenso wie Hunde, Katzen, Affen, Kaninchen und verschiedene andere Tierarten. Von einer deutlichen Dunkelziffer ist auszugehen. Dabei gibt es längst Studien, die beweisen, dass tierfreie Ausbildungsmethoden dem Tierversuch weit überlegen sind. Sie sind nicht nur kostengünstiger (denn nach der einmaligen Anschaffung entstehen keine weiteren Kosten, verglichen mit immer neuem „Tiermaterial“), sie sind auch zuverlässiger und didaktisch sinnvoller. Es können hier präzise die Verhältnisse der menschlichen Anatomie und Physiologie simuliert werden, so dass im Anschluss nicht mehr der Transfer von der einen Spezies zur anderen Spezies geleistet werden muss. Außerdem verzeiht der Simulator Fehler, das heißt, der Lernende kann immer wieder üben und die Lektion solange wiederholen, bis er sie zuverlässig, fehlerfrei beherrscht. PETA fordert die Verantwortlichen an den Universitäten daher nachdrücklich dazu auf, den zukunftsweisenden Schritt zu einer modernen, tierfreien Lehre zu vollziehen.