Kulturschande auf der Kulturinsel
Pferde in Malta leiden für den TourismusStand: 18. Juli 2002
Kontakt: Jürgen Faulmann, Tel.: +49 (0)711-866-6165 oder +43 (0)676-7203951
Stuttgart/Berlin/Genf/Wien -- Wie die internationale Tierrechtsorganisation PETA in Stuttgart heute mitteilt, habe sie einen Brief an die Botschaften der Republik Malta in Berlin, Genf und Wien geschickt, um sie aufzufordern, gegen die tierquälerischen Zustände bei den dortigen Pferdegespannen vorzugehen.
„Die als Touristenattraktion missbrauchten Pferde stehen nicht nur den ganzen Tag in der unerträglichen Gluthitze der südlichen Sonne, sie müssen zusätzlich die Strapazen der Steigungen in der Stadt Victoria auf sich nehmen“, so Jürgen Faulmann von PETA Deutschland e.V.
PETA sei generell gegen den Missbrauch von Tieren für Unterhaltungszwecke, fordere aber von der Regierung Malta’s zumindest behördliche Auflagen für eine schattige Unterstellmöglichkeit für die Pferde, verpflichtende Hufeisen, auf höchstens vier Stunden beschränkte Arbeitszeiten sowie ein Arbeitsverbot, wenn die Temperatur über 25°C im Schatten beträgt.
Malta habe 1998 seinen Antrag auf EU-Mitgliedschaft erneuert und solle sich daher auch wie ein zivilisiertes, der EU würdiges Land verhalten. Ein Land, dass großteils vom Tourismus lebe und mit seiner großartigen Kultur werbe, könne sich außerdem eine solche Kulturschande nicht erlauben, so PETA weiter. Bereits Gandhi habe gesagt: „Die Größe und den kulturellen Fortschritt eines Landes kann man daran messen, wie es seine Tiere behandelt.“
PETA rufe daher die Touristen dazu auf, sich ebenfalls an die Botschaften und Konsulate Malta’s zu wenden sowie ihren Protest auch in den Reisebüros und vor Ort zu deponieren.
Ein Musterbrief sowie die Adressen der zuständigen Stellen können auf www.peta.de heruntergeladen werden oder per Fax unter +43 (0)711-866-6166 bestellt werden.