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Kochbuchtipp: Vegan und vollwertig geniessen

Mit ihrem im Hädecke Verlag erschienenen Kochbuch Vegan und vollwertig genießenzeigen Annette Heimroth und Brigitte Bornschein auf, wie wunderbar Tier-Ethik und Gesundheit auf abwechslungsreiche und leckere Weise in der Küche verbunden werden können.


Die Idee, ein solches Kochbuch zu schreiben, entstand schon im Sommer 2004 bei einer Tierschutzlehrerausbildung in Graz. „Dabei fiel uns auf, dass bei den meisten Veganern die Ernährung nicht optimal ist. Da wir damals die Hintergründe der Milchproduktion erfuhren, wollten wir als vegetarische Vollwertköstler vermehrt auf Milchprodukte verzichten, aber eben auch weiterhin vollwertig essen. Und so kamen wir auf die Idee, dieses Buch zu schreiben, da die Vollwertbücher meistens voll von Milchprodukten sind, die meisten veganen Bücher aber den gesundheitlichen Aspekt zu wenig berücksichtigen, da eben sehr viele minderwertige Produkte wie z.B. Auszugsmehle, Fabrikzucker und Fabrikfette verwendet werden“, sagen die Autorinnen.



Dass Bedarf nach einem solchen Buch besteht und auf vielfältiges Interesse stößt, zeigt sich an den Reaktionen im Umfeld: „In den 6 Jahren – von der Idee bis zur Verwirklichung – wurden wir ständig von vielen Menschen befragt, wann denn unser Buch endlich fertig sei.“ Leider sahen zuerst viele Verlage das Potenzial nicht: „Die meisten Verlage meinten, für dieses Thema gäbe es nicht genügend Interessenten. Ein lieber Freund brachte uns auf die Idee, auf der Frankfurter Buchmesse nach einem Verlag zu suchen. Das war vor 3 Jahren. Wir hatten Glück, dass der Hädecke-Verlag sofort sein Interesse bekundete.“



Brigitte Bornschein

Brigitte Bornschein

Nicht nur die Autorinnen hatten Glück, sondern auch ihre Leser, vermittelt das Buch doch, dass veganes und vollwertiges Essen selbst zuzubereiten „eine kreative und sinnvolle Erfahrung und gleichzeitig eine kleine Auszeit vom hektischen Alltag“ ist. Grundtenor deshalb: „Vegan – in erster Linie den Tieren zuliebe, vollwertig – sich selbst gegenüber so viel wert sein, möglichst natürliche Nahrung zu essen. Wir möchten gesund und fit sein, um auch für andere Lebewesen eintreten zu können.“

Vegan und vollwertig genießen bietet deshalb eine Fülle von Rezeptvorschlägen; vom Frühstück über Hauptgerichte bis hin zu Desserts, ob Aufstriche, Salate, Suppen, Beilagen oder Kuchen, ob süß oder herzhaft – es ist für jeden etwas dabei. Der Zwiebelkuchen oder der Linsen-Ananas-Salat, Lieblingsrezepte der beiden Autorinnen, zeigen beispielhaft: „Von Verzicht kann keine Rede sein.“ Doch da viele Menschen sich mit diesen Themen nicht ausführlich befasst haben, beinhaltet dieses Buch nicht nur abwechslungsreiche, gesunde und tierfreundliche Rezepte, sondern auch einen inhaltlichen Teil, der Hinweise und Tipps zur gesunden Ernährung enthält.



Annette Heimroth

Annette Heimroth

„Wenn ich ein sog. „Pudding-Vegetarier“ bin und mich hauptsächlich von Zuckerprodukten und Fertiggerichten ernähre, könnten gesundheitliche Probleme auftreten. Das ist aber nicht nur ein Problem der Vegetarier bzw. Veganer, sondern besonders auch der Mischköstler, die noch zusätzlich mit den gesundheitlich negativen Folgen des übermäßigen Fleisch- und Milchproduktekonsums zu tun haben. Damit wir eben gesund bleiben oder wieder werden, legen wir so viel Wert auf die Vollwertigkeit der Nahrung“, erklären die Autorinnen.

Auch findet man im Buch Reflexionen zur heutigen „Tierproduktion“, denn beide Frauen setzen sich neben der Werbung für die vegane und vollwertige Küche auch in anderer Weise für die Tiere ein, indem sie beispielsweise Organisationen unterstützen, die sich für Tierschutz und Tierrechte einsetzen, oder Menschen durch Infostände, Demonstrationenoder Leserbriefe über tierrechtsrelevante Angelegenheiten informieren.





Vegan und vollwert genießen ist deshalb jedem zu empfehlen! Zusammengefasst meinen Annette Heimroth und Brigitte Bornschein darüber: „Wir meinen, dass unser Buch eine Lücke schließt. Wir möchten den Veganern Mut machen, sich vollwertig zu ernähren, damit sie gesund bleiben und sich weiterhin für die Tiere einsetzen können. Und alle gesundheitsbewussten Menschen bitten wir, auch die tierethischen Aspekte zu berücksichtigen, vor allem im Hinblick auf die Milchproduktion. Letztlich soll dieses Buch auch für alle diejenigen eine Freude und Hilfe sein, die es noch nicht schaffen, vegan zu leben, aber doch ihren Speiseplan „pflanzlicher“ gestalten möchten. Wir hoffen, dass unsere Rezepte und Erklärungen ihnen dabei helfen werden. Dieses Zitat hat uns bei all unseren Überlegungen immer sehr geholfen: „Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“ So einfach ist das!“