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Verschlossene Türen in Deutschlands Tierversuchslaboren

PETA fordert Besuchsmöglichkeit für Politiker und NGOs

Stand: 27. Januar 2010

Neu Wulmstorf / Gerlingen, 27. Januar 2010 – Das Labor für Pharmakologie und Toxikologie (LPT) in Hamburg ist eines der größten Auftragslabore für Tierversuche in Deutschland. Im Auftrag der Pharma- und Chemie-Industrie werden dort seit 40 Jahren Mäuse, Ratten, Kaninchen, Hunde, Katzen, Schweine, Fische, Vögel und Affen vergiftet oder anderweitig umgebracht. In Neu Wulmstorf (Niedersachsen) beitreibt das LPT ein „Sammellager“ für Versuchstiere. Den Wunsch des Bürgermeisters nach einem Besuch und einem Blick hinter die Kulissen hat das Labor nun jedoch abgelehnt. Tierversuchs-Gegner bundesweit, darunter auch die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V., vermuten, dass das Labor Tierquälerei und schlechte Haltungsbedingungen vor der Öffentlichkeit verbergen möchte.

„Leider sind Tierversuche heute immer noch legal und zu großen Teilen sogar vorgeschrieben, obwohl sie unethisch sind und keinesfalls dem Stand einer modernen und sicheren Wissenschaft entsprechen,“ bedauert Dr. Edmund Haferbeck von PETA Deutschland e. V. Umso wichtiger sei es, dass politische Entscheider und Gremien sich mit diesem Thema auseinandersetzen und auch einmal selbst hinter die grausamen Kulissen schauen können. „Wie es scheint, sind die Labore davon überzeugt, keinen positiven Eindruck hinterlassen zu können. Das gibt zu denken!“, so Dr. Haferbeck weiter. Zigtausende Tiere sind bisher von LPT benutzt und getötet worden, ohne dass die Öffentlichkeit erfährt, wie und wofür. Das profitable Geschäft will man sich wohl nicht vermiesen lassen, vermutet PETA. Die Tierrechtsorganisation erinnert an die Undercover-Ermittlungen beim weltweit größten Tierversuchs-Unternehmen COVANCE. Sowohl im deutschen Labor in Münster als auch im Stammlabor in Virginia (USA) mussten vorwerfbare Missstände dokumentiert werden.
Tiere leiden in Tierversuchslaboren © PETA USA

Tiere leiden in Tierversuchslaboren © PETA USA

Interviewkontakt: Dr. Edmund Haferbeck, Tel. 07156 / 17828-28
Weitere Informationen: www.stoptierversuche.de und www.CovanceGrausam.de
Literaturtipp: „Was Sie schon immer über Tierversuche wissen wollten“, Gericke et. Al., Echo Verlag
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