Verschwendet der städtische Zoo in Hoyerswerda Steuergelder?
Tierrechtsorganisation PETA fordert Zucht-Stopp
Stand: 3. Februar 2010
Hoyerswerda / Gerlingen, 3. Februar 2010 – Der Zoo Hoyerswerda ist in die Kritik der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. geraten, weil er im Zeitraum 2006-2008 insgesamt 65 Tiere an einen dubiosen Tierhändler abgeschoben hat. Der Verbleib der einstigen Publikumsmagnete blieb bisher ungeklärt. Aus diesem Grund fordert PETA heute einen Zucht-Stopp für unvermittelbare Tiere sowie die sofortige Beendigung des Handels mit Tierhändlern. Die Tierrechtler werfen der Stadt als Betreiber des Zoos zudem erhebliche Verschwendung von Steuergeldern vor.
„Immer noch verschwinden Tiere aus dem Zoo Hoyerswerda spurlos, für deren Aufzucht und Haltung erhebliche Steuergelder notwendig waren. Satte Händlergewinne auf Kosten des Steuerzahlers? Das muss endlich aufhören!“, so Zooexperte Frank Albrecht von PETA. Der Hoyerswerdaer Oberbürgermeister Skora wurde jetzt von der Tierrechtsorganisation aufgefordert, den endgültigen Verbleib der 65 bisher verschwundenen Tiere aufzuklären. Mit Blick auf das wegen seiner exotischen Speisekarte in die Schlagzeilen geratene Hoyerswerdaer Zoo-Restaurant „Jambo“ ergänzt Albrecht: „Wenn man Kudu- und Krokodilfleisch in einem Zoo serviert, kann man bei einer Hundeausstellung auch Hundefleisch servieren.“
Verschwundene Tiere im Zoo Hoyerswerda:2002 bis 2003: 6 Einzelindividuen
2004 bis 2005: 18 Einzelindividuen
2006 bis September 2008: 41 Einzelindividuen
Interviewkontakt: Frank Albrecht, Tel. 07156 / 17828-35
Weitere Informationen:
www.peta.de/zoohoyerswerda Aktuelle PETA-Recherche zum Zoo-Tierhandel:
www.peta.de/zootierhandel
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