Weihnachtseinkäufe? Streichen Sie Tierhäute von Ihrer Liste!
Angelina Jolies peinliche Hosenpanne bei der Prämiere von Beowulf in London vor einigen Wochen, hat einige modebewusste Damen wohl dazu bewegt, ihren Wunschzettel noch einmal zu überdenken und “hautenge Lederhosen” wieder davon zu streichen. (Mal ehrlich – jeder, der nicht wie Jolie aussieht, sollte sowieso keine hautengen Hosen jeder Art tragen.) Das passt mir sehr gut und wo wir schon dabei sind, lasst uns doch einfach das komplette Pakte an Leder und Pelz von den Listen streichen.
Tierhäute sind ungefähr so toll, wie eine Rute vom Weihnachtsmann zu bekommen.
Ich muss Ihnen wahrscheinlich nicht mehr erklären, was gegen Pelz spricht. Das wissen die meisten Menschen schon. Dafür spricht, dass über 83% deutsche Männer und Frauen laut einer Umfrage einer renommierten Fachzeitschrift der Textilbranche Bedenken haben, Pelz zu tragen und ihn auch nicht an dem Partner/ der Partnerin akzeptieren. Doch zu dieser Jahreszeit, wo in den Kaufhäusern alles blitzt und blinkt, möchten Sie vielleicht doch „nur ein kleines bisschen Pelz“ kaufen, wie ein Paar Pelzhandschuhe oder einen Mantel mit Pelzbesatz.
Aber bitte denken Sie daran: selbst das kleinste bisschen Pelz verursacht großes Leid. Tiere auf Pelzfarmen führen vom Tag ihrer Geburt bis zu ihrem Tod ein miserables Leben. Kaninchen, die gezüchtet werden, um einmal ein Pelzkragen zu werden, sind gezwungen, in ihrem eigenen Dreck in winzigen, kargen Käfigen zu leben. Füchse, die aus Stress und Langeweile verrückt werden, werfen sich immer wieder gegen die Wände der Drahtkäfige. Manche kauern auch nur bemitleidenswert in einem Eck ihrer Käfige und sind vor Angst wie gelähmt. Die Tiere müssen einen grausamen und erbarmungslosen Tod sterben. Viele Füchse werden durch Elektroschläge getötet, Nerze werden auf grausame Weise vergast. Kaninchen wird das Genick gebrochen.
Deshalb sollten Sie jeglichen Pelz im Regal stehen lassen – außer vielleicht Sie möchten Knecht Ruprecht ein Geschenk machen. Vielleicht wollen Sie sogar die Lederstiefel von Ihrer Liste streichen, denn Leder ist auch nicht gerade tierfreundlich.
PETAs Ermittlungen zum Lederhandel in Indien, wo ein Großteil des Leders, dass in den Europa und Deutschland verkauft wird, herkommt, haben aufgezeigt, dass Tiere, die krank oder zu verletzt waren, um noch laufen zu können, gezerrt oder geschlagen wurden. In Schlachthäusern wurden Kühe an allen Vieren zusammen gebunden und auf den dreckigen, blutverschmierten Boden geworfen. Arbeiter schnitten den Tieren mit stumpfen Messern die Kehlen durch und ließen sie bei vollem Bewusstsein langsam ausbluten. Die Kühe sterben in einer Lache ihres eigenen Blutes, während ihre Artgenossen zusehen, wissentlich, dass sie die nächsten sind.
Natürlich leiden auch Kühe, die in unserem Land geschlachtet werden. Nachdem sie hunderte von Kilometern in allen Wetterlagen zum Schlachthaus transportiert wurden, schießt man ihnen mit dem Bolzenschussgerät in den Kopf, hängt sie an ihren Beinen auf und bringt sie in das Tötungshalle. Dort werden den Kühen die Kehlen aufgeschnitten und sie werden gehäutet. Manche Tiere sind während des gesamten Prozesses noch bei vollem Bewusstsein.
Und wenn Sie Spielzeug aus China in diesem Jahr vermeiden (und wer tut das schon nicht?), sollte auch das „Made in China“ Label auf Ihren Leder- und Pelzstücken eine rotes Licht angehen lassen. Katzen und Hunde werden in China routinemäßig geknüppelt und gehängt, sie müssen verbluten und werden mit Drahtschlingen stranguliert, so dass ihre Häute zu Leder und Pelz verarbeitet werden können.
Was soll die modebewusste Dame von heute also tun? Sie sollte zum Beispiel angesagte Designer wie Stelle McCartney und Marc Bouwer unterstützen, die in ihren Designs nicht das kleinste Stückchen Pelz oder Leder verwenden. Käufer mit dem kleineren Geldbeutel können lederfreie Kleidung, einschließlich Schuhe, Gürtel, Taschen und mehr auf den Grabbeltischen vieler Kaufhäuser finden. Im Grunde genommen können Sie in fast jedem Kaufhaus viele Einkaufstaschen mit moderner, veganer Kleidung und Accessoires füllen.
Deshalb: lassen Sie den Tieren ihre Häute! Es gibt so viele Alternativen, dass niemand gemein zu Tieren sein muss, um in der Weihnachtszeit schick auszusehen.