Weiße Tigerbabys gibt es nur durch Inzucht
PETA befürchtet Gen-Defekte und fordert erneut Zuchtstopp im Safripark
Stand: 27. August 2010
Hodenhagen / Gerlingen, 27. August 2010 – Zum ersten Mal erkundeten die jungen weißen Tigerbabys im Serengeti-Park in Hodenhagen jetzt das Außengelände. Bei aller Begeisterung über die tapsigen Katzen sollte nicht vergessen werden, dass weiße Tigerbabys in Gefangenschaft nur durch gezielte Inzucht geboren werden können, warnt jetzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren). Inzucht führt bei Tigern häufig zu ernsthaften erbbedingten Defekten, unter anderem zu grauem Star, Klumpfüßen und behindernden Hüftdysplasien. Aus Tierschutz-Gründen fordert PETA deshalb erneut den sofortigen Zuchtstopp von weißen Tigern im Safari-Park Hodenhagen.
„So süß die kleinen weißen Tiger auch aussehen – es hat einen Grund, warum sie weltweit so selten sind: Inzucht ist Tierquälerei!“, so Kampagnenleiterin Carola Schmitt von PETA. Weiße Tiger sind keine eigene Spezies, sondern eine abweichende Farbvariante des indischen Bengal-Tigers. Rezessive Gene produzieren das weiße Fell. PETA kritisiert, dass die Unterhaltungsindustrie ihre Zuchtprogramme damit rechtfertigt, den „beinahe ausgestorbenen weißen Tiger“ zu retten. „Damit werden die Besucher für dumm verkauft“, sagt Schmitt. Auch der „Tiger Species Survival Plan“ (dt. Plan zur Rettung der Tiger) der AZA (Association of Zoos and Aquariums) verurteilt die Zucht weißer Tiger.
Interviewkontakt: Carola Schmitt, Tel.0162 / 2578504, CarolaS@peta.de
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