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Welcher Passauer Bürger endet als Tigerfutter im Zirkus Charles Knie?

PETA interveniert bei Behörden wegen der verantwortungslosen „Hobby-Dompteur“-Pläne

Stand: 29. Juni 2011

Passau / Gerlingen, 29. Juni 2011 – Dompteur Alexander Lacey vom Zirkus Charles Knie will am kommenden Samstag einen Passauer Bürger als „Hobby-Dompteur“ zu den Tigern in den Gitterkäfig lassen. Eine Lokalzeitung verlost die Dompteurstunde. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. kritisiert den Zirkus und die Lokalzeitung für diese Aktion, denn der Adrenalinrausch könnte ganz schnell in einer Tragödie enden. In der Vergangenheit ist es selbst bei erfahrenen Dompteuren häufig zu schweren Unfällen mit Raubkatzen gekommen. Durch die gewaltsame Dressur mit Stock und Peitsche sowie ein Leben unter mangelhaften Bedingungen in engen Käfigen sind die Tiger zudem völlig unberechenbar. PETA hat die Veterinär- und Ordnungsbehörden eingeschaltet, um die Gefahr für Mensch und Tier abzuwenden.

„Diese gefährliche Aktion macht einmal mehr deutlich, wie unzuverlässig und skrupellos die Dompteure von Wildtieren mit dem Leben von Mensch und Tier umgehen. Wer sich in den Tigerkäfig begibt, läuft Gefahr, als Tigerfutter zu enden. Deshalb darf die Veranstaltung nicht stattfinden“, so PETAs Wildtier-Experte Peter Höffken. Erst im März 2011 wurde Löwin Nala aus dem Zirkus Humberto von der Polizei erschossen, nachdem sie aus der Manege ausbrach. Februar 2010 griff ein Tiger im Zirkus Probst den Dompteur Dieter Dittmann an und biss ihm in die Schulter, so dass Rettungskräfte ihn ins Krankenhaus bringen mussten. Dezember 2009 wurde Dompteur Christian Walliser während einer Show im Tierpark Hagenbeck vor 200 Zuschauern von drei Tigern angefallen und lebensgefährlich verletzt. Weitere gefährliche Unfälle mit Wildtieren im Zirkus listet PETA auf ihrer Internetseite auf.

PETA fordert seit Jahren ein Verbot von Wildtieren im Zirkus, weil die Tiere unter unsäglichen Bedingungen und unter Einsatz von Peitsche, Stock und Elefantenhaken leben und leiden müssen. Tiger in freier Wildbahn durchstreifen ein Revier mit einer Größe von mehreren hundert Quadratkilometern. Der Bewegungsdrang ist enorm, außerdem besitzen sie ausgesprochene kognitive Fähigkeiten.

Interviewkontakt: Peter Höffken, Tel. 07156 / 17828-18
Weitere Informationen: www.zirkus.peta.de
Prominente engagieren sich für ein Wildtierverbot im Zirkus: http://www.peta.de/web/home.cfm?p=54
Druckfähige Fotos von Tieren im Zirkus: http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=33
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