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Die 7 schrecklichsten Werbestrategien für tierische Produkte

Wer’s glaubt isst Fleisch!
Wer der Werbung Glauben schenkt, muss doch tatsächlich glauben, dass alle Schweine, Kühe oder Hühner glücklich auf Wiesen abhängen und richtig froh sind, wenn Abwechslung in ihr Leben kommt. Beispielsweise der Transpot zum Schlachthof und zum netten Metzger von nebenan. Endlich können sie etwas an den Menschen zurückgeben, z.B. in Form ihres Fleisches, da sie ja ein Leben lang so gut behandelt wurden.

Was gibt es Besseres als Blut, Gehänge, Därme und Innereien? War uns denn nicht klar, dass die Burgerkette nur glückliche Kühe und die wertvollsten Rohstoffe einsetzt? Anscheind müssen da erst Millionen Euro für Werbung ausgegeben werden, damit auch der Konsument über die Wahrheit hinwegsehen kann. Die schöne Illusion erleichtert den Konsum tierischer Produkte und es ist ja soooo schön einfach, den Werbeaussagen zu glauben.

Riskieren wir doch einen Blick hinter die Kulissen. PETA hat zusammen mit tierlieben Menschen eine kleine Auswahl von 7 Werbelügen und Verbrauchertäuschungen zusammengestellt.


Pflanzenmargarine / Foto: Saskia Ahlbrecht

Pflanzenmargarine / Foto: Saskia Ahlbrecht

Nummer 7:
Jeder, der die Aufschrift „Pflanzenmargarine - pflanzlich und wertvoll" liest, könnte fast meinen, es handle sich um ein rein pflanzliches Produkt. Ach was, wie kommt man denn darauf? Ist doch klar, dass Sauermolke direkt an vierter Stelle auf der Zutatenliste zu finden ist. Wer sich also allein auf den Produktnamen und den gesunden Menschenverstand verlässt, kann ganz leicht, ohne es direkt zu bemerken, tierische Produkte zu sich nehmen. Ähnlich ist es auch bei Chips. Auch wenn jeder davon ausgeht, dass diese vegan sind, gibt es unzählige Varianten, die auch Molkenprotein oder sogar Fischprotein enthalten. Widerlich!



Nummer 6:
Führende Unternehmen der Fleischerbranche scheuen sich nicht, immer und immer wieder mit lachenden und glücklichen Tieren zu werben. Als ob diese nur darauf warten würden, endlich geschlachtet zu werden. Vielleicht ist den Verantwortlichen selbst klar, dass die Haltungsbedingungen so schrecklich, eng und stickig für die Tiere sind, dass ihr Leben nicht schlimmer sein kann.



Nummer 5:
Sobald etwas mehr Transparenz gewährleistet wird, kann nun auch der Konsument sehen, dass Werbeaussage und Realität in keiner Weise übereinstimmen. „Vitale Ferkel und gesunde Mastschweine“. Was zu sehen ist, sind unglückliche Tiere auf dreckigem, harten Boden, überzüchtet und dick, kaum fähig, längere Zeit zu stehen. Sie liegen dicht aneinander gedrängt und müssen darauf warten, bis sie im Schlachthaus den Tod finden. Da vergeht jedem der Appetit auf ein Schnitzel!



Nummer 4:
Auch mit netten kleinen Videos versuchen manche Produzenten tierischer Produkte, das Leben der Tiere und den Umgang mit den Tieren idyllisch und lustig darzustellen. Was zu sehen ist, ist eine Parodie, also eine verzerrende, übertreibende und verspottende Nachahmung der Realität. Sehen Sie dazu einige Beispiele:

Rindfleisch aus biologischer Landwirtschaft:
Dass es den Kühen, auch diesen, die in Bio-Betrieben aufgezogen werden, kein bisschen besser geht, beweist das Video eines Schlachthofes aus Baden-Württemberg.

Daher muss wohl auch das Ferkel im TV-Spot noch einmal kräftig unterstreichen: „Ich weiß doch, dass ich mich auf dich verlassen kann."


Nummer 3:
Mann, ist die stark! Und alles nur, weil sie Fleisch isst!
Man könnte fast glauben Fleisch habe nichts mit den vielen übergewichtigen und kranken Menschen mit zu hohen Cholesterinspiegeln, Diabetes, Krebs oder Gicht zu tun. Doch Studien zeigen immer wieder: Fleisch, Milchprodukte und Eier stehen in Zusammenhang mit den gängigen Zivilisationskrankheiten. Wer viele tierische Produkte konsumiert, nimmt dadurch nicht nur Cholesterin und gesättigte Fettsäuren auf, sondern auch Antibiotika-, Hormon-, und Pestizidrückstände. Mehr Infos unter www.peta.de/gesundvegan

Da halten wir uns doch besser an die fleischlose Ernährungsweise eines wirklich starken Mannes: Patrik Baboumian.


Nummer 2:
„Alles für Ihr Schlachtfest“, „Schweinehälften, schlachtwarm, aus eigener Schlachtung“. Ehrlich gesagt wird einem da schon vom Lesen ganz übel.



Nummer 1:
Eine besonders makabre Werbestrategie verfolgt doch tatsächlich eine Landmetzgerei aus Hessen. Direkt auf dem LKW sieht man ein süßes Ferkel, mit dem wohl sogar hartnäckige Fleischesser Mitleid haben dürften. Ob diese Werbung nicht eher ein Eigentor war?

Tatsächlich werden Schweine bereits mit wenigen Tagen ohne Betäubung kastriert, ihnen werden die Eckzähne gestutzt und der Schwanz abgeschnitten. Zum Zeitpunkt ihrer Tötung sind die männlichen Schweine noch Babys, nur etwa 6 Monate jung. Da ihre natürliche Lebenserwartung zwischen 6 und 9 Jahren liegt, sind sie nicht einmal ausgewachsen.