Glauben Sie nicht an das Märchen von der sanften Dressur. In Wirklichkeit geht es hart zu hinter den Kulissen eines Zirkuszeltes. Immer wieder gelingt es, Aufnahmen von den üblichen, von Gewalt geprägten Trainingsmethoden zu machen. Wildtiere lassen sich nicht ohne Zwang und Gewalt dressieren. Sie tun es, weil ihr Wille im Vorfeld bereits mittels Gewalt gebrochen wurde und weil sie permanent befürchten müssen, bestraft zu werden. Die ständigen Begleiter von Wildtiertrainern im Zirkus sind nicht etwa Rucksäcke voller Belohnungshappen, sondern Geräte, um den Tieren Schmerzen zuzufügen. Tagtäglich wird die Rangordnung neu definiert und hierbei kommen zum Einsatz: der Elefantenhaken mit seiner metallenen Spitze (damit wird den Tieren in ihre empfindliche Haut gestochen, um ihnen Schmerzen zuzufügen), Peitschen, Knüppel oder Elektroschocker.
Niemals zuvor veröffentlichte Bilder zeigen, wie Trainer des Zirkus Ringling Bros. Babyelefanten mit Seilen, spitzen Elefantenhaken und Elektroschocks zwingen, Zirkustricks zu erlernen. Mehr...
Elefantentrainerin Carol B., USA:
Der früheren Elefantentrainerin Carol B. zufolge, die nun eine Auffangstation für Elefanten betreibt, sind "Bestrafungen zur Verbreitung von Angst Standard in der Zirkusindustrie… Den Elefanten wird mit physischem Schmerz und psychischer Einschüchterung beigebracht, dass sie Befehlen Folge zu leisten haben. Alle Elefanten in Zirkussen werden so trainiert."
Elefantenforscherin Dr. Cynthia Moss
Sie und zahlreiche weitere namhafte Elefantenforscher, die sich vehement gegen Elefanten im Zirkus aussprechen, bringen es auf den Punkt: "Um das Verhalten eines Elefanten in der Beengtheit eines Zirkus zu kontrollieren, muss der Pfleger die Überhand gewinnen und behalten. Ein so großes Tier zu kontrollieren, kann nur durch eine gewisse Art der Grausamkeit erreicht werden." Lesen Sie das gesamte Statement auf Englisch oder auf Deutsch.
Dr. Fred Kurt, international anerkannter Elefantenexperte und Autor zahlreicher Publikationen zu Elefanten im Zirkus:
"Zirkuselefanten sind gefangene Wildtiere. Sie leben in direktem Kontakt zum Menschen. Schläge mit scharfen Elefantenhaken und Stromstöße aus Elektroimpulsgeräten sogenannten „Schweinetreibern“ sollen sie gefügig machen. Bekanntlich vergessen aber Elefanten nie. Früher oder später zahlen die wehrhaften Tierriesen zurück, verletzen ihre Peiniger schwer oder töten sie sogar, worauf sie wiederum geprügelt werden. Die tierquälerischen Rituale finden entweder nachts statt, wenn Amtstierärzte schlafen, oder in verborgenen Ecken, wo Tierschützer nicht hinkommen. Die mit rasierklingenscharfen Haken am Nagelbett der Hufe oder an den Augenrändern werden von Laien oft übersehen, ebenso das ängstliche Kopfwenden und Zukneifen der Augen, wenn Wärter und Trainer sich nähern.
Zirkuselefanten führen ein eintöniges Leben. Meist haben sie angekettet in einem Stallzelt zu stehen. Stupides Körperschaukeln, Kopfnicken, angedeutete Vor- und Rückschritte sind ihre Hauptbeschäftigung. Im Zirkus heißt es, dieses „Weben“ sei wichtig für die Blutzirkulation und komme auch bei wilden Elefanten vor. Keiner der zahlreichen Biologen, die in jahre- und jahrzehntelangen Studien das Leben wilder Elefanten minutiös verfolgten, beobachtete je das Weben. Weben ist eine krankhafte Bewegungsstereotypie, die sich aus Suchverhalten entwickelte, als die Tiere zuerst kräftig versuchten sich von den Fußfesseln zu befreien. Im gleichen Maße, wie sie schließlich resignierten, ritualisierten sich die Bewegungsabläufe. Mehr oder weniger permanentes Weben ist verbunden mit ganz bestimmten, kaum je geänderten Stellungen der Extremitäten und führt dadurch zu außerordentlicher Belastung bestimmter Sehnen und Gelenke. So kann die Stereotypie mit zur Erkrankung von Füßen und Gelenken beitragen."