YouTube-Video führt zu erster Tierschutzverordnung Boliviens
PETAs internationale Kampagne beendet grausame Militärübungen an Hunden
Stand: 02. April 2009
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Gerlingen — Ein Video der Internetplattform YouTube führte nun zum ersten Vorschlag einer Tierschutzverordnung in der Geschichte Boliviens. Die Videoaufnahmen zeigen Hunde, die sich vor Schmerzen winden, während sie vom bolivianischen Militär qualvoll getötet werden. Vergangenen Monat startete PETA Deutschland e.V. nach Sichtung des Videos eine Online-Kampagne, die dann auch von PETA USA und anderen Schwesterorganisationen aufgenommen wurde. Über 20.000 Mitglieder und Unterstützer der diversen PETA Organisation kontaktierten daraufhin den bolivianischen Präsidenten Evo Morales. Diese Woche Montag kündigte Verteidigungsminister Walker San Miguel dann vor Fernsehkameras einen Gesetzesentwurf zum Verbot des Missbrauchs und der Tötung von Tieren zu militärischen Trainingszwecken an.
PETAs Ermittlungen ergaben, dass das Video auf YouTube einen bolivianischen Militärausbilder zeigt, wie er einen lebendigen Hund immer wieder mit einem Messer in Kopf und Brust sticht. Der Hund ist mit einem Seil auf einer Holzpritsche fixiert und schreit vor Schmerzen. Letzten Endes entnimmt der Ausbilder dem Hund das Herz und schmiert das blutige Organ mehreren Soldaten ins Gesicht.
Das zweite Video aus einer Online-Veröffentlichung eines Ausbilders einer Militärschule in Bolivien zeigt Soldaten, wie sie die Gliedmaßen und den Mund eines Hundes fixieren, während ein anderer Soldat dem Tier mit einem Messer in die Brust sticht. Der Hund kämpft verzweifelt um sein Leben und Blut fließt aus seinen Wunden. Ein nackter Soldat wirft sich daraufhin mit seinem Gesicht in die offene Brust des Tieres und steht in einer Geste der Selbstgratulation mit hoch erhobenen Armen auf.
In seinem Fernsehauftritt erklärte Verteidigungsminister San Miguel: „Wir erlassen die Verordnung 217 zum Verbot aller Gewalttaten, der Ausbeutung und schlechten Behandlung, die den Tod von Tieren nach sich zieht.“ Verstöße werden vor einem Militärgericht verhandelt werden und im Falle einer Zivilklage das normale Rechtssystem durchlaufen. Dies ist eine historisch einmalige Verordnung, da es bisher in Bolivien keine Tierschutzverordnungen gab.
„Wir konnten diese Gräueltaten beenden, da sie auf YouTube nicht mehr länger vor mitfühlenden Menschen verborgen bleiben konnten“, so Harald Ullmann, 2. Vorsitzender von PETA Deutschland e.V.. „Tiere führen keinen Krieg und sollten nicht als Feinde betrachtet werden.“
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