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Zeugen gesucht – Tiere während der Schonzeit erschossen ?

PETA setzt 500 Euro Belohnung aus

Stand: 5. März 2010

Senden (Bayern) / Gerlingen, 05. März 2010 – Am 2. März 2010 wurden im Bereich Witzighausen mehrere Tierkadaver aufgefunden. Es handelte sich nach vorläufigen Feststellungen der örtlich zuständigen Polizei um einen abgehäuteten Dachs, ein Eichhörnchen, einen Mäusebussard, einen Fasan, einen Hasen und einen Marder. Das „Entsorgen“ dieser Tierarten zu dieser Zeit ist äußerst pikant, legt es den Verdacht nahe, dass einige dieser Tiere in der Schonzeit gejagt worden sind. Diese bestehen in Bayern für den Dachs v. 1.8. – 31.1., für Fasane v. 1.10. – 31.12., für Stein- und Baummarder v. 16.10. – 28.02.. Für Mäusebussarde besteht eigentlich eine ganzjährige Schonzeit, jedoch werden gerade in Bayern großzügige Sonderabschussgenehmigungen erteilt. Und Eichhörnchen dürfen überhaupt nicht gejagt werden. Das Jagen von Wild in Schonzeiten stellt regelmäßig Straftaten nach den Jagdgesetzen dar. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. geht deshalb stark davon aus, dass ein Jäger die Tiere während der Schonzeit geschossen hat, sich des Verstoßes dann bewusst wurde und die Tiere so schlichtweg an der Autobahn bei Witzighausen ablegte, um eine Strafe zu umgehen. Um die Fahndung nach dem gewissenlosen Jäger zu unterstützen, setzt PETA nun eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung des Täters führen. Zeugen wenden sich bitte – gerne auch anonym – an PETA unter 0176 / 64812091 oder an die zuständige Polizeidienststelle (07307/91000-0).

„Dass Jäger aus reiner Mordlust Tiere töten, ist schlimm genug. Doch hier wurde allem Anschein nach auch noch ein Tier geschossen, das zu dem Zeitpunkt unter Schutz stand. Die Tat des Jägers muss unbedingt geahndet werden!“, so Dr. Edmund Haferbeck von PETA. PETA Deutschland e.V. weist auf einen Parallelfall im Landkreis Peine/Niedersachsen hin, der im Februar 2010 bekannt wurde, Allein in Deutschland töten ca. 350.000 Hobby- und Freizeitjäger zusammen pro Jahr mehr als fünf Millionen Wildtiere. Jährlich sterben ca. 30-60 Menschen unmittelbar durch das Jagdgeschehen, 4.000 weitere werden verletzt.

Ein ähnlicher Fall in Peine: http://www.peta.de/web/zeugen_gesucht_.3094.html
Interviewkontakt: Dr. Edmund Haferbeck, Tel. 07156 / 17828-28
Weitere Informationen: www.peta.de/jagd
Druckfähige Fotos: www.fotos.peta.de
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