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Zeugen gesucht – Tierquäler durchbohren Igel mit Pfeilen

PETA setzt 500 Euro Belohnung aus

Stand: 30. Juni 2010

Bad Neuenahr-Ahrweiler / Gerlingen, 30. Juni 2010 – Unbekannte Tierquäler haben in der Nacht zum Sonntag einen Igel und einen Goldfasan mit Pfeil und Bogen getötet. Passanten fanden den kleinen Igel tot auf der Quellenstraße in Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz), ein Anwohner hörte gegen 3 Uhr morgens Schreie. In derselben Nacht wurde eine Goldfasan-Henne vom nahen Tiergehege „Schwanenteich“ in Sinzig-Bad Bodendorf erschossen. Wie die Polizei berichtet, wurde zwei Tage zuvor auf demselben Gelände auch auf eine Ziege geschossen, die den Angriff schwer verletzt überlebte. Die Tatwaffen wurden zuvor aus dem Vereinsheim der Bad Bodendorfer Bogenschützen gestohlen. Jetzt ermittelt die Polizei unter anderem wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Um die Fahndung zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. mit Sitz in Gerlingen eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen. Wer hat die Bogenschützen bei einer ihrer Taten beobachtet oder hat Hinweise zum Einbruch im Vereinsheim? Zeugen wenden sich bitte an PETA unter 0176 / 64812091 oder direkt an die zuständige Kriminalpolizei Mayen.

„Die Täter machen sich offensichtlich einen Spaß aus der Ermordung wehrloser Tiere“, so Kampagnenleiterin Nadja Kutscher von PETA. „Pfeil und Bogen sind eine grausame Waffe – die Opfer leiden oft lange, bevor sie an ihren Verletzungen sterben. Wer einem Tier nur zur eigenen Belustigung so etwas Kaltblütiges antun kann, der schreckt auch vor Gewalt an Menschen nicht zurück.“ Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus an der Universität Saarland: „Geschätzte 80-90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ PETA hofft daher auf die Hilfe der Bevölkerung, damit nicht noch mehr Tiere oder sogar Menschen zum Opfer von Gewalt werden.

Interviewkontakt: Nadja Kutscher, Tel. 07156 / 17828-25, Mobil 0176 / 64812091, NadjaK@peta.de
Weitere Informationen: http://www.peta.de/staatsanwalt
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