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„Zirkus JA! Wildtiere im Zirkus NEIN!“ – auch in Elchingen

Tierrechtsorganisation kritisiert Bürgermeister und Behörden

Stand: 10. Februar 2010

Elchingen / Gerlingen, 10. Februar 2010 – Weil die Gemeinde Elchingen und Bürgermeister Joachim Eisenkolb dem Zirkus „Luna“ einen städtischen Platz zur Verfügung gestellt haben, ernteten sie heute harsche Kritik. Es sei unverantwortlich, so die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V., einen Zirkus mit exotischen Tieren seit Wochen auf dem Festplatz campieren zu lassen. Gerade bei den derzeit eisigen Temperaturen. Leidtragende dieser behördlichen Inkonsequenz seien die Tiere, in diesem Fall insbesondere die Bären und die Elefantenkuh „Benjamin“. Elefanten benötigen eine Mindesttemperatur von mehr als 15° C, betont PETA. Zirkus „Luna“ hätte sich vor Anbruch des Winters ein festes Quartier suchen müssen. Der Zirkus sei zudem kein Unbekannter und eine Gefahr für die Bevölkerung – schon mehrmals brachen hier Tiere aus.

„Wir erwarten von einer Behörde, sich für Tiere einzusetzen anstatt Tierquälerei zu unterstützen! Auch Kommunen tragen Tieren gegenüber Verantwortung. Immerhin hat durch den Artikel 20a des Grundgesetzes, wonach der Staat eine besondere Verantwortung Tieren gegenüber übernommen hat, der Tierschutz Verfassungsrang“, so Carola Schmitt, Sprecherin der PETA-Kampagne „Wildtiere raus aus dem Zirkus“. Elefanten im Winter in einem Zelt unter beengten Verhältnissen zu halten und nur ab und an spazieren zu führen, sei mit dem Tierschutzgesetz nicht vereinbar, so Schmitt. Zudem sei die Einzelhaltung von Herdentieren generell Tierquälerei. Auch die Haltung von Bären im Zirkus sei antiquarisch und schlimmste Tierquälerei, denn im Zirkus verlassen Bären ihr Gefängnis quasi nie. Erhöhte Sterblichkeit und schwere Verhaltensstörungen sind bei Wildtieren im Zirkus keine Seltenheit. In diesem Zusammenhang erinnert Schmitt an die Entschließung des Bundesrates von 2003, wonach Wildtiere (insbesondere Affen, Elefanten und Bären) aus Gründen des Tierschutzes nicht mehr im Zirkus mitgeführt werden sollten. Die Bundesregierung hat dies – trotz mehrmaligem Anmahnen der Länder – noch immer nicht umgesetzt. Viele Städte, allen voran Kassel, beschäftigen sich mit dem Thema „Verbot von Wildtieren auf städtischen Flächen“. In 11 europäischen Ländern gibt es bereits ein Wildtierverbot für Zirkusse bzw. erhebliche Einschränkungen.

Interviewkontakt: Carola Schmitt, Tel. 07156 / 17828-24, Mobil 0162 257 8504
Druckfähige Fotos: http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=33
Weitere Informationen: www.zirkus.peta.de
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