Zirkuschef Hardy Weisheit: Elefanten in Lagerhalle abgestellt
PETA erhebt schwere Vorwürfe gegen Veterinärbehörden
Stand: 9. Dezember 2011
Meerane (Zwickau) / Gerlingen, 9. Dezember 2011 – Die in einer Lagerhalle in Meerane bei Zwickau abgestellten vier Elefanten von Zirkuschef Hardy Weisheit rufen jetzt auch die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. auf den Plan. PETA widerspricht der Darstellung des für den Landkreis Zwickau zuständigen Veterinäramtes entschieden, wonach die permanente Kettenhaltung der Elefanten in Ordnung sei. Für die Tierrechtsorganisation verstößt Hardy Weisheit eindeutig und eklatant gegen Zirkusleitlinien und das Tierschutzgesetz. PETA hat nun das Veterinäramt dazu aufgefordert, unverzüglich ordnungsrechtliche Verfügungen zum Schutz der Elefanten durchzusetzen.
„Zirkuschef Hardy Weisheit ist bekannt für seine Rechtsbrüche und Lügen, die Leidtragenden sind vor allem die Tiere“, so Peter Höffken, Kampagnenleiter und Wildtierexperte bei PETA. „Dass das zuständige Veterinäramt die Elefantenhaltung laut Presse für unbedenklich hält, zeugt von einem hohen Maß an Inkompetenz oder absichtlichem Fehlverhalten, denn die Zirkusleitlinien geben schwarz auf weiß vor, dass die Elefanten ganztägig Auslauf haben müssen. Es ist blanke Tierquälerei.“
PETA hat in einem Schreiben an das Veterinäramt mehrere grobe Verstöße bei der Elefantenhaltung in Meerane aufgelistet, darunter die dauerhafte Kettenhaltung sowie die fehlende Schutzummantelung der Fußketten und nicht vorhandenen Scheuer- und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Elefanten. In der Folge zeigen die Elefanten stark ausgeprägte Verhaltensstörungen und Erkrankungen am Bewegungsapparat.
PETA fordert von der Bundesregierung nun eine zügige Umsetzung der neuen Bundesratsentschließung für ein Wildtierverbot im Zirkus.
Weitere Informationen:
http://www.peta.de/web/home.cfm?p=2229 Interviewkontakt:
Peter Höffken, 07156 17828-18, PeterH@peta.de

Weisheit-Elefant muss erzwungene Tricks vorführen / Foto © European Elephant Group