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Zoo Halle verstümmelt Meerespelikan-Küken

Stand: 10. März 2011

Halle / Gerlingen, 10. März 2011 – Der Zoo Halle feiert den Brut-Erfolg eines Meerespelikan-Kükens. Für das Jungtier wird sich schon bald die grausame Zoo-Realität einstellen, warnt jetzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. Denn rechtzeitig zur Flugfähigkeit wird es vom Zoopersonal verstümmelt werden. Um den Zoobesuchern eine angeblich artgerechte Haltung in einer Außenanlage vorzugaukeln, ist es in deutschen Zoos und so auch in Halle gängige Praxis, Vogelarten wie Pelikanen und Flamingos die Flugfedern zu beschneiden. Um Praktiken wie diese zu vermeiden, fordert PETA ein generelles Zuchtverbot für Tiere in zoologischen Einrichtungen. Außerdem sollen sich die Zoos in Auffangstationen für Tiere umwandeln, die sich in Notlagen befinden – wie etwa Tiere aus Zirkusbetrieben.

„Die Flügel eines Vogels zu stutzen ist genauso unmenschlich, wie einem gesunden Menschen grundlos beide Beine zu amputieren“, sagt Zooexperte Bernd Hoffmann von PETA. Meerespelikane sind ausgesprochene Flugkünstler, die 24 Stunden in der Luft bleiben können, einzelne Flugstrecken von bis zu 1.000 Kilometer zurücklegen und dabei Flughöhen von 3.000 Metern erreichen. Jeder Zoobesucher sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese Grausamkeit mit seinem Eintrittsgeld unterstützt wird, so PETA. „Der Zoo Halle ist eine rein kommerzielle Unternehmung, in der Tiere nur als Zuschauermagneten dienen und für die Unterhaltung der Menschen ausgenutzt werden.“

Interviewkontakt: Bernd Hoffmann, Tel. 07156 / 17828-18, BerndH@peta.de
Druckfähige Fotos von Tieren im Zoo: http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=47
Weitere Informationen: www.peta.de/zoo
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