Zoo Osnabrück öffnet erneut seine Türen für Wildtiere aus dem Zirkus
PETA begrüßt die Aufnahme von zwei Elefanten
Stand: 2. März 2011
Osnabrück / Gerlingen, 2. März 2011 – Laut NDR-Bericht hat der Zoo Osnabrück am Montag die beiden Elefantendamen Miry und Betty des Zirkus Crocofant aufgenommen. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. begrüßt diese mitfühlende Entscheidung als „Maßnahme mit Modellcharakter“. Osnabrück hat bereits 2003 die Elefantendame Sikkim aus dem Zirkus Giovanni Althoff gerettet. Seit Jahren appelliert PETA dafür, dass die deutschen Zoos mit der eigenen Zucht aufhören und sich stattdessen zu Auffangstationen für misshandelte Wildtiere aus Zirkussen und Privathaltung wandeln.
„Oft genug können verwahrloste Tiere aus Zirkussen oder Privathaltung nicht beschlagnahmt werden, da es für sie keinen geeigneten Platz gibt. Von Tierschützern betriebene Auffangstationen sind längst am Rande ihrer Kapazitäten angekommen, viele Großtiere können nicht gerettet werden“, sagt Kampagnenleiter Bernd Hoffmann von PETA. Er kritisiert auch die massive Zunahme von Wildtieren in Privathaushalten. „Der Wildtier-Boom beschert den Tierheimen große Probleme.“ Der Zoo Osnabrück hat jetzt die Chance genutzt, den Geist des Tierschutzes in seine Politik aufzunehmen. „Wenn Zoos aus dem Fokus von Tierrechtsorganisationen geraten wollen, müssen sie dringend umdenken“, sagt Hoffmann.
Interviewkontakt: Bernd Hoffmann, Tel. 07156 / 17828-18, BerndH@peta.de
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