Zoodirektor serviert lebend gekochte Meerestiere im Aquarium
PETA protestiert erneut gegen Fisch und Hummer auf der Speisekarte des Zoos Schönbrunn
Stand: 8. März 2006
Kontakt: Dr. Tanja Breining, Tel. +49 (0)7156-17828-30
Wien -- Die Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) hatte im Sommer 2005 den zoologischen Garten Schönbrunn in Wien aufgefordert, Fischgerichte von der Speisekarte des Restaurants zu streichen. „Fischfleisch in einem Zoo mit Aquarienanlagen zu servieren ist so, als würde man ‚Pudel-Burger’ bei einer Hundeausstellung verkaufen“, so die Tierrechtler 2005.
Ende Februar 2006 wurde nun mitten im Aquarienhaus des Tiergartens Schönbrunn vom Catering Service des InterContinental ausgerechnet ein Fischbuffet serviert. Lebende Fische, Garnelen, Hummer und Austern in den Aquarien des Zoos sahen dabei zu, wie ihre toten Artgenossen von den Gästen verspeist wurden.
Das Wirtschaftsblatt hatte berichtet, dass auch der Zoodirektor Helmut Pechlaner sich an Austern, Sushi und Hummer gelabt hatte.
„Ein Zoo, der bei der Besichtigung des Aquariums Fisch und lebend gekochte Hummer serviert, zeige dadurch nicht besonders viel Respekt für seine „Insassen“. Hummer werden lebend in kochendes Wasser geworfen, das hat mit „Tierschutz“ oder „Pädagogik“, der eigentlichen Aufgabe eines Zoos, nichts mehr zu tun“, so Dr. Breining, Meeresbiologin von PETA.
Viele Konsumenten wüssten nicht, dass Fische, ebenso wie andere Wirbeltiere ein zentrales Nervensystem und zahlreiche Schmerzsensoren in der Haut aufweisen und demzufolge Schmerzen empfinden können.
PETA hat sich erneut an Herrn Pechlaner gewendet und ihn gebeten, in Zukunft auf solch makabre Feste im Aquarium zu verzichten.
Denn schließlich seien den Gästen bei der Führung durch das Elefantenhaus auch keine „Elefanten-Häppchen“ serviert worden.
PETA ist mit mehr als 1 Million Unterstützern die weltweit größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.