Zooskandal in Berlin – Blaszkiewitz bleibt im Amt
Ausschussbefragung des Berliner Tierparkchefs Blaszkiewitz bleibt folgenlos / PETA Deutschland fordert weiter den RücktrittStand: 15. April 2008
Kontakt: Frank Albrecht, 07156-17828 35
Gerlingen/Berlin - Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. zeigt sich mehr als enttäuscht über die Ausschussbefragung von Zoodirektor Herrn Blaszkie-witz. Nach Ansicht der Tierrechtler habe der Direktor beider Zoos offensichtlich kein echtes Interesse daran gehabt, die Öffentlichkeit lückenlos aufzuklären. Die Organisation bekräftigt daher erneut ihre Rücktrittsforderung.
„Tierfreunde in ganz Deutschland sind über soviel Kaltherzigkeit entsetzt“, so Frank Albrecht von PETA Deutschland. „Es ist unglaublich, dass man sich jetzt hinter einer Verjährung versteckt und die dubiosen Vorgänge so unter den Teppich kehrt.“
Herr Blaszkiewitz ist als Direktor des Berliner Zoos und Tierparks für einige äußerst fragwürdige Aktionen verantwortlich. So wurde z.B. in seinem Namen eine Giraffen-art gezüchtet, die es in der Natur nicht gibt züchtet, der Verbleib eines Zwergflusspferdes und von vier Kragenbären, die an dubiose Tierhändler verkauft wurden, ist immer noch nicht geklärt und einige Tiger wurden in chinesische Tierfarmen abge-schoben und u.U. zu Potenzmittel verarbeitet. Zudem hat Herr Blaszikiewitz im Jahre 1991 eigenhändig vier Katzen grundlos getötet.
Nach Ansicht der Tierrechtsorganisation sei ein Zoodirektor, der sich so vehement einer echten Aufklärung verweigert, für eine zoologische Einrichtung nicht tragbar. Insbesondere wenn man vorgibt, Tier- und Artenschutz zu vermitteln. Schon allein die tierschutzwidrige Katzentötung müsste Grund genug sein, sich schnellstens von diesem „Tierfreund“ zu trennen.
„Viele Menschen fragen sich, wie so etwas sein kann. Wir erhalten ständig Anrufe von empörten und enttäuschten Tierfreunden aus Berlin“, so Albrecht abschlie-ßend. „Trägt Herr Blaszkiewitz, trotz der ungeklärten Vorfälle, weiterhin die Verant-wortung für hunderte von Individuen, so schadet dies erheblich dem Ansehen beider Einrichtungen. Es wird höchste Zeit, dass an der Spitze der Zoos ein tierfreundlicher Wechsel stattfindet.“