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Zooskandal um Blaskiewitz – Staatsanwaltschaft soll über 150 ungeklärte Todesfälle prüfen

PETA Deutschland e.V. stellt Strafanzeige gegen den Direktor der Berliner Tierparks & fordert seinen sofortigen Rücktritt

Stand: 18. April 2008

Kontakt: Frank Albrecht, 07156-17828 35

Berlin / Gerlingen – Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat Strafanzeige gegen den Berliner Tierparkdirektor Dr. Bernhard Blaszkiewitz erstattet. Ihm wird vorgeworfen, möglicherweise für die Tötung ohne vernünftigen Grund von über 150 Tieren verantwortlich zu sein. Der Zoo- und Tierparkdirektor hatte vor einigen Wochen öffentlich zugegeben, im Jahr 1992 Katzen den „Hals umgedreht zu haben“. Aus einem internen Papier geht weiter hervor, dass auf seine „Anweisung hin, junge Katzen erschlagen“ worden sein sollen. PETA Deutschland e.V. will nun weitere möglicherweise strafrechtlich-relevante Delikte prüfen lassen.

„Die nachweislich nicht tierschutzgerechte Tötung der Katzenbabies ist möglicherweise erst der Anfang.“, so Frank Albrecht von PETA Deutschland e.V. „Wir haben Hinweise, dass weitere Tiere im Berliner Zoo unter dubiosen Umständen getötet worden sind. Unserer Meinung nach ist dieser Mann als Zoodirektor nicht länger tragbar.“

In der Strafanzeige der Tierrechtsorganisation geht es u.a. um Todesfälle von Kängurus, Affen, Bären, Tigern und Löwen. Weiterhin will die Tierrechtsorganisation den Export von zwei, am 01.03.2001 im Tierpark Berlin geborenen Sibirischen Tigern nach China von der Staatsanwaltschaft prüfen lassen. Nach Angaben im Jahresbericht 2002 des Berliner Zoos sollen diese Tiger über den Tierhändler Werner Bode an die chinesische Tigerfarm in Hengdaohezi exportiert worden sein.

„Laut offiziellen Listen des Bundesamtes für Naturschutz ist dieser Export jedoch offiziell nirgendwo registriert.“, so Albrecht abschließend. „Nun muss die Staatsanwaltschaft prüfen, ob die süßen Tigerbabies auf grausame Weise geschlachtet und zu Potenzmitteln verarbeitet worden sind.“


Weitere Informationen zu den Tigerexporten nach China unter:
http://www.peta.de/de/home.cfm?p=1211

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