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Zoostar Heidi ist tot – wer kommt als nächstes?

PETA: Tiere nicht als Kassenmagneten ausnutzen

Stand: 28. September 2011

Leipzig / Gerlingen, 28. September 2011 – Erst im Juli wurde Opossum Heidi im Zoo Leipzig medienwirksam den Besuchern präsentiert. Als neue Attraktion sollte die Beutelratte die rückläufigen Besucherzahlen des letzten Jahres anheben. Ihr Tod ist wohl auch für den Zoo Leipzig überraschender gekommen, als die offiziellen Mitteilungen glauben machen wollen, denn dieser hatte sich bereits die Rechte an der Vermarktung des Opossums gesichert. Mittlerweile ist es schon zur Normalität für zoologische Einrichtungen geworden, sich Kassenmagneten zu beschaffen. Teils durch Importe, meist aber durch Nachzuchten süßer Tierbabys sollen Besucher die Kassen klingeln lassen. Aus diesem Anlass erinnert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. jetzt an das Schicksal ehemaliger Kassenmagneten, die wie die Eisbären Knut und Flocke unter mangelhaften Bedingungen dahinvegetieren oder bereits gestorben sind.

PETA fordert die zoologischen Einrichtungen in Deutschland dazu auf, das Nachzüchten von Jungtieren als „Kassenmagneten“ zu stoppen. „Es werden regelmäßig deutlich mehr Tiere nachgezüchtet, als die Zoos unterbringen können, und die ‚ausgedienten‘ oder alten Tiere erleiden häufig ein ungewisses Schicksal bei dubiosen Tierhändlern“, sagt Bernd Hoffmann, Zoo-Experte bei PETA.

Gegen mehrere zoologische Einrichtungen sowie gegen den Tierhändler Werner Bode laufen seit Februar 2011 Strafanzeigen, weil PETA diesen Zoos einen umfangreichen Handel mit ihren Tieren nachweisen konnte. Dieser Handel widerspricht dem Tierschutzgesetz sowie den zooeigenen Verbandsleitlinien. PETA konnte den beiden zoologischen Einrichtungen in Berlin nachweisen, zwischen 2007 und 2009 mindestens 1363 Tiere allein über den Tierhändler Werner Bode veräußert zu haben bzw. die Veräußerung beabsichtigt zu haben. Viele dieser Tiere sind heute bereits tot oder müssen unter unsäglichen Bedingungen leben.

Weitere Informationen: www.peta.de/zooskandal2011 / http://www.peta.de/zoo
Interviewkontakt: Bernd Hoffmann, Tel: 07156 / 1782818, BerndH@peta.de
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