Zügellose Grausamkeit: P!NK & PETA gegen Pferdekutschen
Tierrechtsorganisation protestiert in New York gegen Pferdekutschen Stand: 04. Januar 2008
04. Januar 2008
Kontakt: Harald Ullmann, +49(0)7156-178-2826
Gerlingen – Wer in diesen Tagen den Times Square von New York besucht wird mit einer riesigen PETA-Anzeigentafel und dem eindeutigen Wortspiel „Buck Cruelty!“ auf die grausame Tradition der New Yorker Pferdekutschen hingewiesen. Unterstützung bekommt die internationale Tierrechtsorganisation von Popstar P!NK, deren Gesicht gleich zweimal auf dem Billboard zu sehen ist. Sie unterstützt damit den Gesetzesentwurf des New Yorker Stadtrates Tony Avella, der Kutschfahrten in der ganzen Stadt verbieten lassen will.
Hinter der äußerlichen Romantik einer Kutschfahrt, verbirgt sich eine grausame, tierquälerische Industrie. Die Zahl der Unfälle, in die Pferdekutschen verwickelt sind, steigt jährlich. Oft werden Pferde gezwungen, bei extremer Kälte oder Hitze zu arbeiten und müssen dabei noch auf hartem Zement laufen, Autos ausweichen und Abgase einatmen. Nach vielen Jahren, in denen dieses Thema in New York ein Streitpunkt war, ist nun klar, dass auch zusätzliche Gesetze und Überwachung im Leben dieser ständig der Gefahr ausgesetzten und entmutigten Tiere keinen Unterschied machen. Die einzig humane Lösung ist daher ein dauerhaftes Verbot der Kutschfahrten.
„Die Kutschfahrten sind für die Tiere nicht nur purer Stress, sondern enden auch immer wieder in tödlichen Unfällen.“ so Harald Ullmann, 2. Vorsitzender von PETA-Deutschland e.V. „In fortschrittlichen Städten wie London, Paris oder Toronto sind Kutschfahrten bereits verboten. Wir hoffen, dass auch deutsche Städte diese sinnlose und qualvolle Tradition beenden.“
Auch in Deutschland gab es in den letzten Jahren vermehrt Unfälle, bei denen Pferde und Menschen tödlich verunglückten. Erst im September 2007 kam ein Kutscher bei einem Kutschunfall in Niedersachsen ums Leben, 14 Menschen wurden verletzt. Dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden wurden in den Jahren 1998 bis 2002 jeweils rund 150 Unfälle mit Verletzten oder Toten gemeldet, an denen Fahrer «bespannter Fuhrwerke» beteiligt waren.
Pferde und starker Straßenverkehr können eine gefährliche Mischung abgeben. Auch wenn Pferdekutscher etwas anderes sagen, ist es Pferden keinesfalls angenehm, inmitten von Autos und LKWs zu arbeiten, und viele Unfälle, Verletzungen und sogar Todesfälle - von Pferden und Menschen - sind verursacht worden, weil Pferde in diesem Verkehr durchgedreht sind.
Viele der Pferde, die vor Kutschen gespannt werden und auf der Straße enden, sind "ausrangierte" Trabrennpferde, die für Rennen trainiert sind und nicht "straßentauglich" sind. Können die Pferde nicht länger die schweren Lasten ziehen, werden sie an Schlachthöfe oder Hundefutterhersteller verkauft.
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