Zurück ins Mittelalter? Öffentliche Hinrichtung & Zurschaustellung des Kopfes in Waren geplant
„Big Fish soll leben!“ / PETA Deutschland e.V. appelliert an den Bürgermeister die geplante Tötung des Riesenwels zu untersagenStand: 11. Juni 2008
Kontakt: Dr. Tanja Breining, Tel. +49 (0) 173/6575668
Waren/Gerlingen – Bei der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. stehen die Telefone nicht mehr still. Ein 1,73 m langer und 38 Kg schwerer Wels soll am kommenden Freitag „einen Kopf kürzer gemacht“ werden, so berichtet der Nordkurier. Der Fischkopf soll in Damerow, einem kleinen Ort in Mecklenburg-Vorpommern „ausgestellt werden“. Der Riesenwels ging dem Jabeler Fischer Hans-Joachim Kalg ins Netz und wird nun bis Freitag in der Fischerei Müritz-Plan GmbH gehältert. Stattfinden soll die Hinrichtung nach Angaben des Geschäftsführers am Freitag.
„Nach dem Zeitungsbericht hörten unsere Telefone nicht mehr auf zu klingeln. Sehr viele Bürger bitten uns, dem Tier zu helfen“, so Dr. Tanja Breining, Biologin bei PETA Deutschland e.V. Die Organisation rief bereits den Bürgermeister Günter Rhein an und bat um Begnadigung des Fisches. Auch an den Fischereibetrieb wurde appelliert, aber dieser zeigte sich bislang unnachgiebig.
„Mit dieser Hinrichtung katapultiert sich Waren ins Mittelalter zurück!“, so Dr. Breining weiter. „Wer im Jahre 2008 Spaß daran hat, ein Lebewesen zu köpfen und den Kopf auszustellen, gehört bestenfalls psychologisch betreut.“
PETA Deutschland e.V. hofft, dass der Bürgermeister von Müritz und die Fischer von Jabel den Fisch wieder ins Wasser zurücksetzen werden. Fische sind empfindsame und intelligente Lebewesen. Der Riesenwels, der durch den Film „Big Fish“ von Tim Burton auch einem breiten Publikum geläufig ist, wartet derzeit unter panischer Angst auf seinen Tod.
Auf www.peta.de finden Sie den aktuellen
Protestaufruf von PETA Deutschland e.V.
Weitere Informationen über Fische finden Sie auf
www.fischen-tut-weh.de.