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Wegen Hummerquälerei: Münchner METRO-Kunde gibt Kundenkarte zurück

 
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PETA begrüßt Entscheidung

Stand März 2013
München / Gerlingen, 4. März 2013 – Seit Jahren kämpft die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. gegen die Lebendhälterung von Hummern bei dem Großhandelsunternehmen METRO. Trotz Benachrichtigung der zuständigen Veterinärämter, zahlreicher Anzeigen und lokalen Protestaktionen werden in allen 56 bundesweiten METRO-Filialen weiterhin lebende Hummer unter Nahrungsentzug mit fixierten Scheren zum Verkauf angeboten. Ein klarer Verstoß gegen §2 und §18 des Tierschutzgesetzes. Jetzt macht ein erster METRO-Kunde ernst. Weil er die tierunwürdige Haltung der sensiblen Meeresbewohner nicht länger unterstützen möchte, hat der Münchner Geschäftsmann am 26. Februar seine METRO-Kundenkarte zurückgegeben.

„Wir begrüßen die Entscheidung des konsequenten Münchners“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA. „Jedem Kunden ist frei gestellt, ebenfalls seine Kundenkarte zurückzugeben und so ein Zeichen gegen die Tierquälerei bei METRO zu setzen.“

Hummer werden überwiegend in den Frühjahrs- und Sommermonaten in Kanada und den USA gefangen. Mit fixierten Scheren und ohne Nahrung werden die Tiere anschließend in mit feuchtem Zeitungspapier ausgelegten Styroporboxen nach Europa eingeflogen. In deutschen Großmärkten angekommen werden die Tiere in kahlen Wasserbecken gehalten, bis sie nach Wochen oder gar Monaten im kochenden Wasser einen langsamen Tod sterben.

Unter anderem bieten mittlerweile das KaDeWe in Berlin sowie Feinkost Böhm in Stuttgart keine lebenden Krebstiere mehr zum Verkauf an.

Menschen, die Tierleid verhindern möchten, sollten kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Mit PETAs Vegan-Probeabo gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht.