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Weihnachtscircus in Stuttgart, Heilbronn, Trier und Dresden – PETA kritisiert Stadtverwaltung für Zulassung von Wildtier-Dressuren

Stand Dezember 2012
Gerlingen, 17. Dezember 2012 – Stupide Kunststücke, seelische und körperliche Schmerzen – das ist das Leben von Wildtieren in deutschen Zirkussen. Angesichts der Gastspiele von Weihnachtscircussen in Stuttgart, Heilbronn, Trier und Dresden übt PETA Deutschland e.V. scharfe Kritik an den Stadtverwaltungen für die Zulassung der tierschutzwidrigen Veranstaltungen, bei denen erneut Dressuren mit Wildtieren auf dem Programm stehen. Das Leben der Tiere im Zirkus ist mit erheblichen Entbehrungen und systembedingter Tierquälerei verbunden. Abgesehen von einer von Gewalt und Zwang geprägten Dressur, leiden exotische Tiere unter den viel zu kleinen Gehegen und der Kälte. PETA fordert die Stadtverwaltung dazu auf, endlich ein kommunales Wildtierverbot für Zirkusbetriebe zu erlassen. Städte wie Darmstadt, Bonn oder Potsdam haben bereits den artwidrigen Vorführungen einen Riegel vorgeschoben.

„Für die Wildtiere im Zirkus ist keine Weihnachtszeit, denn sie bezahlen einen hohen Preis für das zweifelhafte Vergnügen der Zirkusbesucher. Immer mehr Städte verbieten Wildtiere im Zirkus, deshalb sollte die Stadtverwaltung endlich nachziehen und die Tierquälerei verbieten“, sagt Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA.

Die Bundestierärztekammer spricht sich mittlerweile ebenso für ein Wildtierverbot im reisenden Zirkus aus wie auch die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland. Drei repräsentativen Umfragen von 2010 und 2011 zufolge finden rund zwei Drittel der Befragten Wildtiere im Zirkus nicht mehr zeitgemäß. 2003 und nochmals Ende November 2011 hat der Bundesrat in zwei Entschließungsanträgen ein grundsätzliches Verbot von Wildtieren im Zirkus gefordert. Die Bundesregierung hat die Entschließungen bis heute nicht umgesetzt – im Gegensatz zu 14 anderen europäischen Ländern, die bereits Einschränkungen bezüglich der im Zirkus genehmigten Tierarten erlassen haben. Zuletzt hat Griechenland 2012 ein Verbot von Tieren in Zirkusbetrieben beschlossen.

Immer mehr Prominente sprechen sich für ein Verbot aus, darunter auch Rocklegende Udo Lindenberg, Bill und Tom Kaulitz von Tokio Hotel, FC-Bayern-Star Rafinha, Schauspielerin Cosma Shiva Hagen oder Komödiantin Hella von Sinnen.

 

Enge Käfige und gewalttätige Dressur: Elefanten im Zirkus / © PETA

Bild in druckfähiger Qualität

Weitere Informationen:
PETA.de/Zirkus
PETA.de/VerbotWildtiereImZirkus

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de