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Mutter und Kind nach Geburt getrennt

Das PETA-Video zum Welt-Vegan-Tag 2014

Stand November 2014
Voller Stolz hält eine Mutter auf einer Entbindungsstation ihr Neugeborenes im Arm. Plötzlich betritt ein Mann das Zimmer, entreißt der entsetzten Frau das Kind und verschwindet, während sie sich verzweifelt gegen die Ketten an ihren Armen wehrt, die sie zurückhalten. Anlässlich des Weltvegantages am 1. November 2014 veröffentlichen wir ein Video über das Drama, das sich in ähnlicher Form Tag für Tag tausendfach für Kühe und ihre Kinder abspielt. Denn in der Milchindustrie werden Kälber innerhalb weniger Stunden oder Tage nach der Geburt von ihren Müttern getrennt, damit der menschliche Konsument die für Kuhkinder bestimmte Milch trinken kann.
 
Nachdem die Kälber ihren Müttern weggenommen wurden, müssen sie die erste Zeit ihrer Kindheit meist einzeln in sogenannten Kälberiglus verbringen. Sind die Tiere weiblich, steht ihnen zumeist ein Leben als „Milchkuh“ bevor. Männliche Kälber werden nach einem kurzen und entbehrungsreichen Leben im Schlachthaus getötet.
 
Auch in Biobetrieben sind die Trennung von Mutter und Kind und die Tötung männlicher Kälbchen gängige Praxis. Nicht selten bringen Landwirte die männlichen Kälber – entgegen dem Tierschutzgesetz – direkt nach der Geburt um, da sich eine Aufzucht finanziell nicht lohnt. In der Milchproduktion eingesetzte Kühe erreichen in der Regel nicht annähernd ihre natürliche Lebenserwartung von über 20 Jahren. Durch die unnatürlich hohe Milchleistung von bis zu 50 Litern am Tag und die nicht artgerechten Haltungsbedingungen leiden viele Kühe an Stoffwechselerkrankungen oder Unfruchtbarkeit und ihre Milchleistung lässt nach. Somit für den Landwirt unrentabel geworden, folgt mit etwa fünf Jahren die Tötung im Schlachthaus. Nicht selten sind Kühe zu diesem Zeitpunkt schwanger – für das ungeborene Kalb bedeutet dies den qualvollen Erstickungstod während seine Mutter ausblutet.