Spenden
 »  »  » Wiesn lässt Wasen alt aussehen – PETA ermuntert Cannstatter Veranstalter, sich ein Beispiel am vegan

Wiesn lässt Wasen alt aussehen – PETA ermuntert Cannstatter Veranstalter, sich ein Beispiel am veganen Angebot in München zu nehmen

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge

Rein pflanzlich schlemmen mit Rücksicht auf Tiere, Umwelt und Mitmenschen

Stand Oktober 2014
München / Stuttgart, 6. Oktober 2014 – Auf steigende Nachfrage reagieren: Die Gaudi auf der Theresienwiese ist seit gestern vorbei – schön war’s, dank dem reichhaltigen veganen Angebot, auch für die zunehmende Zahl der Besucher, die rein pflanzliche Speisen bevorzugen. Gleichzeitig ist in Stuttgart der Cannstatter Wasen in vollem Gange. Hier ist die vegane Speisekarte jedoch noch etwas karg. Immer mehr Verbrauchern ist der Zusammenhang zwischen dem Konsum von Fleisch, dem Tod zahlloser Tiere und dem Hunger in Entwicklungsländern bewusst. PETA Deutschland e.V. appelliert deshalb an die Veranstalter in Stuttgart, sich ein Beispiel an den Wiesn-Wirten zu nehmen und im kommenden Jahr für ausreichend Leckereien ohne tierische Produkte zu sorgen.
 
„Das wachsende vegane Angebot auf dem Oktoberfest hat gezeigt, wie leicht Genuss und Verantwortung zu verknüpfen sind“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Spaß muss nicht auf Kosten der Tiere und unserer Mitmenschen gehen.“
 
Auf der Münchner Wiesn fanden sich in einer ganzen Reihe von Festzelten leckere vegane Gerichte – wesentlich mehr als noch im Jahr 2013. So konnten sich Besucher an veganen Käsespätzle mit Röstzwiebeln, „Hühner-Frikassee“ aus Sojaschnitzerl mit Kapern, Erbsen und gemischtem Bio-Reis, bio-veganem Sauerkrautstrudel oder Holzfäller-Tofupflanzerl mit Kartoffel-Gemüse-Salat satt essen. Besucher des Cannstatter Volksfestes dagegen müssen auf der Suche nach rein pflanzlichen Gerichten mit Pommes, Salaten und einigen Süßigkeiten Vorlieb nehmen.
 
Derzeit leben in Deutschland schätzungsweise 900.000 Veganer und 7 Millionen Vegetarier. Weitere 42 Millionen Deutsche geben an, regelmäßig weniger Fleisch essen zu wollen – Tendenz steigend. Immer mehr Menschen wird bewusst, dass Ernährung nicht nur Privatsache ist, sondern wegen des großen Einflusses auf Umwelt, Tiere und Mitmenschen auch ethische Aspekte hat.
 
Das Cannstatter Volksfest wurde im Jahr 1818 ursprünglich gegründet, um das Ende einer großen Hungersnot zu feiern. Damals hatte der Ausbruch des Vulkans Tambora für große Klimaveränderung in Europa und damit verbundene Missernten gesorgt. Heute hat die Haltung von Tieren in der Ernährungsindustrie gravierenden Einfluss auf die Klimaentwicklung.
 
PETA weist darauf hin, dass vier Milliarden Menschen zusätzlich versorgt werden könnten, wenn das Ackerland direkt für die menschliche Ernährung genutzt würde statt für Viehfutter oder Bioenergie. Denn um ein Kilogramm Fleisch für die Supermarkt-Theke zu gewinnen, müssen bis zu 16 Kilogramm Getreide an Tierfutter aufgewandt werden. Bei der derzeit gängigen Fütterungspraxis kostet die Produktion einer tierischen Kalorie mehr als drei pflanzliche Kalorien. Weltweit werden 40 Prozent der Getreideernte an Tiere verfüttert. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) geht davon aus, dass unter Berücksichtigung sämtlicher Nebenprodukte sogar drei Viertel aller Äcker der Tierfütterung dienen.
 

Weitere Informationen:
PETA.de/Welthunger
Erkenne-den-Zusammenhang
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 - 860 591 529, JanaF@peta.d