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WWF-„Tag des leeren Geheges“ – PETA wirft Zoos vor, Artenschutz zu blockieren

Stand August 2013
Gerlingen, 6. August 2013 – Am morgigen Mittwoch will der WWF in Kooperation mit vier deutschen Zoos in Köln, Münster, Leipzig und Kronberg mit dem „Tag des leeren Geheges“ auf die anhaltende Wilderei in Afrika aufmerksam machen. Gleichzeitig betonen WWF und Zoos die Bedeutung der Einrichtungen für den Schutz der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. begrüßt die Bekämpfung der Wilderei, weist aber zugleich mit Nachdruck darauf hin, dass die Aktivitäten der zoologischen Einrichtungen dem Artenschutz entgegenwirken. PETA sieht die Verwendung von Steuergeldern in den Zuchtprogrammen der Zoos fehlgeleitet. Die Organisation fordert die Einstellung dieser Zuchtprogramme und die Nutzung der freiwerdenden Mittel für verstärkte Artenschutzmaßnahmen in Afrika.

„In Wahrheit behindern und blockieren Zoos den Artenschutz. Sie wiegen die Gesellschaft in trügerischer Sicherheit, dass jede Tierart vor dem Aussterben bewahrt werden könne. Dadurch fließen Millionen an Steuergeldern in Zuchtprogramme, während in Afrika die Mittel für einen wirksamen Schutz der natürlichen Lebensräume immer knapper werden“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. „Wir brauchen tatsächlich ´leere Gehege´ in Deutschland, damit die so gesparten Mittel für den Artenschutz in Afrika investiert werden können.“
PETA weist darauf hin, dass zoologische Einrichtungen die meisten Tierarten langfristig nicht in Gefangenschaft erhalten können. Durch den eingeschränkten Genpool der wenigen Individuen in Gefangenschaft degenerieren die Tiere von Generation zu Generation immer mehr. Schon heute kommen Zoos bei vielen Tierarten nicht ohne Inzuchten aus, wodurch insbesondere bei Raubkatzen, Giraffen und Eisbären regelmäßig kranke und behinderte Tiere geboren werden. Tierarten wie Tiger, Bären oder Menschenaffen können zudem nicht wieder ausgewildert werden.
In Zoos leben Tiere in viel zu kleinen Gehegen oder Käfigen, ohne Beschäftigungsmöglichkeiten und genügend Auslauffläche. Während viele von ihnen in freier Natur täglich kilometerlange Strecken zurücklegen, laufen sie in Zoos stundenlang im Kreis umher oder liegen apathisch herum. Schwere Verhaltensstörungen sind oftmals die Folge der mangelhaften Lebensbedingungen. Besucher lernen in Zoos nichts über die natürlichen Bedürfnisse und Lebensverhältnisse von Tieren in Freiheit.

PETA-Aktion vor dem Zoo Wuppertal / © PETA

Das Motiv ist auf Anfrage in druckfähiger Auflösung erhältlich.

Weitere Informationen:
PETA.de/Zoo

Kontakt:
Jobst Eggert, 030 6832666-01, JobstE@peta.de