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Zahlreiche Verstöße bei Tiertransportkontrollen: PETA erstattet Anzeige und fordert Ende der kommerziellen Beförderung lebender Tiere

 
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Stand April 2017
Landkreis Cloppenburg / Oldenburg / Stuttgart, 18. April 2017 – Tod im Tiertransporter: Im Landkreis Cloppenburg beanstandete die Polizei bei Kontrollen 19 von 26 Tiertransporten. Die Tierrechtsorganisation PETA hat nun Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg gegen die Verantwortlichen erstattet. Der Vorwurf: Verdacht des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutztransportverordnung. Angezeigt wurden ein Transport mit Jungbullen wegen nicht ausreichender Sicherung, ein Transport mit 11 Schweinen wegen Überladung, zwei Transporte mit jeweils 8.000 Hühnern wegen Überladung sowie ein überladener Schweinetransport mit verletzten Tieren, bei dem auf den drei Ebenen Abtrennungen zum Schutz der Tiere fehlten. Selbst wenn Transporte ordnungsgemäß verlaufen, sind sie stets mit zahlreichen Risiken verbunden. Die Tiere leiden unter Enge, Temperaturschwankungen, Hunger und Durst. Das Verletzungsrisiko in den Transportern ist enorm. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen und einige Tiere sterben, noch bevor sie am Schlachthaus ankommen. PETA fordert langfristig ein ausnahmsloses Verbot von Tiertransporten.
 
„Schonende Tiertransporte gibt es nicht. Auch wenn die Gesetze eingehalten werden, leiden die Tiere oftmals an Durst, verletzen sich oder haben unfassbare Panik“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. „Jeder Verbraucher, der Fleisch isst, trägt Mitschuld. Nur eine pflanzliche Ernährung ist tierleidfrei.“
 
Tiere dürfen laut der Tierschutztransportverordnung bis zu acht Stunden am Stück befördert werden. Allein dies ist extrem belastend für die empfindsamen Lebewesen. Durch Ausnahmegenehmigungen sind die Transportzeiten jedoch meist sehr viel länger. Auch ohne den Transport leiden Tiere, die für Ernährungszwecke gehalten werden. Ihr in der Regel kurzes Leben verbringen die meisten Tiere in Ställen auf Spaltenböden oder ihren eigenen Exkrementen, ohne jemals auf eine grüne Wiese zu dürfen. Dabei sind Kühe, Schweine und Hühner soziale und intelligente Lebewesen, die – genau wie wir Menschen – Schmerz und Angst empfinden können.

Jedes Jahr werden über 750 Millionen Tiere in deutschen Schlachthäusern getötet – oftmals ohne wirksame Betäubung. Menschen, die Tierleid verhindern möchten, sollten kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm von PETA gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht.

Weitere Informationen:
Veganstart.de

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de