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Ziegenleid in Brilon: PETA veröffentlicht weiteres Prügelvideo

 
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Recherchematerial bestätigt Tierquälerei-Vorwurf gegen Hofbetreiber

Stand Juni 2017
Brilon / Stuttgart, 20. Juni 2017 – Weitere Beweise im Ziegenquäler-Fall: Um die Ermittlungen gegen einen Ziegenmilch-Betrieb aus Brilon zu unterstützen, hat PETA der Staatsanwaltschaft Arnsberg weiteres Recherchematerial vorgelegt. Bei monatelangen Ermittlungen im Jahr 2016 fanden Ermittler auf dem Betriebsgelände immer wieder kranke und tote Tiere. Eine versteckte Kamera dokumentierte, wie Arbeiter die wehrlosen Ziegen im Melkstand wiederholt mit der Faust und Stöcken schlugen. Nach der Veröffentlichung im Februar meldeten sich weitere Zeugen, die bestätigten, dass neben der tierschutzwidrigen Haltung auch immer wieder beobachtet wurde, wie Tierkadaver unsachgemäß entsorgt wurden. PETA hat diese Informationen an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Nach kompletter Auswertung des umfangreichen Recherchematerials entdeckte die Tierrechtsorganisation außerdem weitere Misshandlungen vom Juni 2016 durch mindestens einen weiteren Mitarbeiter des Betriebes. Anfang des Jahres hatte die Tierrechtsorganisation Strafanzeige gegen den Hofbetreiber, seine prügelnden Mitarbeiter sowie gegen das zuständige Veterinäramt des Hochsauerlandkreises erstattet. Die Ermittlungen dauern an. PETA fordert ein sofortiges Tierhalteverbot und empfindliche Strafen wegen massiver Tierquälerei.
 
„Das jetzt veröffentlichte Bildmaterial sowie die neuen Zeugenaussagen untermauern den Vorwurf, dass in dem Briloner Ziegenmilch-Betrieb erhebliche Gesetzesverstöße vorlagen“, so Sophie Nouvertné, Syndikusrechtsanwältin bei PETA. „Wir hoffen, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft endlich dazu führen, dass der Betrieb geschlossen wird. Auch das Veterinäramt des Hochsauerlandkreises muss dafür zur Rechenschaft gezogen werden, dass es jahrelang weggeschaut hat, statt das Tierleid auf dem ehemaligen Bioland-Hof zu beenden.“
 
Ermittler hatten 2016aufgedeckt, wie Mitarbeiter eines Bioland-Betriebes im nordrhein-westfälischen Brilon Ziegen quälen. PETA veröffentlichte die Bilder im Februar 2017. Viele der Ziegen waren außerdem stark unterernährt, hatten offene Wunden und lahmten. Tote Tiere, darunter auch einige Lämmer, wurden von den Mitarbeitern wie Müll unter Planen hinter dem Stall versteckt und laut Zeugen erst nach und nach illegal entsorgt – offenbar, um die hohe Sterblichkeitsrate auf dem Hof zu verschleiern. Aufgrund der Recherche-Ergebnisse von PETA entzog Bioland dem Betrieb umgehend das Verbandszertifikat und kündigte die Mitgliedschaft. Auch Biolands Vermarktungspartner Organic Goatmilk Coöperatie hat die Zusammenarbeit mit dem Landwirt eingestellt.
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder Fischernetzen. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.

Weitere Informationen:
PETA.de/Ziegenmilch-Brilon
PETA.de/Schafe-Ziegen
Veganstart.de

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de