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Zirkus Barelli (ab Mitte 2011 unter dem Namen Liviu-Barelli)

 
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Stand Juli 2013
Erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.
Ergänzungen/Änderungen bitte bei PETA Deutschland e.V. einreichen unter Nennung von Quellenangaben. Achtung: Diese Chronik ist eine Zusammenstellung von Informationen aus Sekundärquellen, Presseveröffentlichungen und behördlichen Dokumenten. Diese liegen bei PETA vollständig vor. Eigene Recherchen und Erkenntnisse werden konkret benannt.

Die Chronik wird laufend fortgesetzt.

 

August 2012
Der Direktor des Zirkus Barelli, Henry Spindler, wurde vom Landgericht Ansbach zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Der Angeklagte gestand, seinen Mitarbeitern in 133 Fällen Lohn vorenthalten zu haben sowie drei Betrügereien und eine fahrlässige Tötung nach einem Arbeitsunfall.
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt-mehr-als-zwei-jahre-haft-fuer-ex-zirkuschef-11842989.html

Januar 2012
Die Staatsanwaltschaft Ansbach will gegen leitende Mitarbeiter des früheren Unternehmens Anklage erheben. Der Vorwurf: Vorenthaltung von bis zu 700 000 Euro Sozialabgaben sowie fahrlässige Tötung. Mittlerweile sind die Ermittlungen abgeschlossen. Derzeit werde eine „umfangreiche Anklageschrift“ vorbereitet. Die Anklage werde sich „gegen mehrere Personen“ richten und soll bis spätestens Ende März zugestellt werden. Beobachter gehen davon aus, dass u.a. der frühere Barelli-Chef Henry Spindler (alias „Harry Barelli“) und der langjährige Geschäftsführer des in Dentlein am Forst (Landkreis Ansbach) beheimateten Unternehmens vor Gericht gestellt werden sollen.
Quelle: http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/nuernberg-region/circus-barelli-steht-bald-vor-gericht-1.1829374

November 2011:
Circus Barelli/Liviu Barelli (Zirkussprecher: Henry Spindler alias „Harry Barelli") saß in Kulmbach fest. Zur Bezahlung diverser Kosten seien mehrere tausend Euro nötig, bevor eine Weiterfahrt ins Winterquartier in Delitzsch möglich wäre. Der Stromlieferant droht zudem damit, den Strom abzustellen. Dafür sollte eine Sondervorstellung stattfinden. Der Zirkus hofft zusätzlich auf Geldspenden. Nach wenigen Tagen wurde die Sondervorstellung abgesagt und der Zirkus verließ Kulmbach.
Quellen:
http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/kulmbach/Zirkus-Barelli-sitzt-in-Kulmbach-fest;art312,221925
http://www.frankenpost.de/lokal/kulmbach/kl/Tierschuetzer-klagen-Zirkus-an;art3969,1810720
http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/kulmbach/Der-Zirkus-Barelli-bricht-seine-Zelte-ab;art312,223578

Juli 2011:
Am 27. Juli wurden vier Menschen der Tierrechtsgruppe Dresden von dem Chef des Dresdner Weihnachtszirkus Mario Müller Milano angegriffen. Vor dem in Dresden gastierenden Zirkus Liviu Barelli ging Mario Müller Milano auf Menschen los, die auf dem öffentlichen Gehweg der Pieschener Straße Flyer zur Tierhaltung im Zirkus verteilten. Eine schwangere Tierrechtsaktivistin musste von dem von der Polizei alarmierten Rettungsdienst behandelt werden.
Quelle: Pressemitteilung der Tierrechtsgruppe Dresden liegt PETA vor.

Juni 2011:
Drei Lamas sind aus dem in Nürnberg festsitzenden Zirkus Barelli ausgebüxt und wurden nach etwa einer Stunde von der Polizei und dem Zirkuspersonal wieder eingefangen.
Quelle: http://www.merkur-online.de/nachrichten/bayern-lby/zirkus-lamas-wanderschaft-1272101.html

Mai 2011:
Die Polizei riegelt das Gelände, auf dem Zirkus Barelli in Nürnberg gastiert, ab und führt eine Razzia durch. Ermittelt wird wegen des Verdachts auf Menschenhandel und Sozialbetrug. Die Geschäftsleitung des Zirkus soll EUR 700.000 an Sozialversicherungsbeiträgen nicht abgeführt haben. Die Ansbacher Staatsanwaltschaft wirft der Geschäftsleitung u.a. vor, seine Artisten zur Arbeit gezwungen und ausgebeutet zu haben.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/75C38Y/4111710/Ermittler-werfen-Zirkus-Menschenhandel-vor.html

Mai 2011:
Zirkus Barelli ist einem Landwirt EUR 320,- für die Lieferung von Heuballen schuldig geblieben
Quelle: Schriftliche Aussage des Landwirts liegt PETA vor

Auszug aus ka-news.de vom 22.08.2010:
„Zirkus gemacht: Polizist von durchgedrehtem Artisten verletzt“ lautet die Schlagzeile. Wegen Körperverletzung an einem Polizeibeamten wird sich ein Mitarbeiter des Zirkus verantworten müssen. Zwei Gerichtsvollzieher bitten die Polizei zur Durchsetzung von Forderungen an das Unternehmen um Amtshilfe. Der Gerichtsvollzieher fordert eine Zirkusangehörige auf, Einnahmen herauszugeben. Eine junge Frau gerät völlig außer sich und versucht zu fliehen. Andere Zirkusmitarbeiter stellen sich die Gerichtsvollzieher und die Polizeibeamten. Plötzlich springt der Bruder der jungen Frau von hinten auf einen der Beamten und versetzt diesem einen Faustschlag ins Genick. Der Beschuldigte wird festgenommen. Der verletzte 45 Jahre alte Polizeibeamte muss im Krankenhaus ambulant behandelt werden und ist fürs Erste krankgeschrieben.
http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Zirkus-gemacht-Polizist-von-durchgedrehtem-Artisten-verletzt;art6066,458837

Auszug aus Artikel Frankfurter Neue Presse vom 30.07.2010:
Der Zirkus Barelli hat in der Zeit, als Selima-Sidney F. dessen Direktorin war, finanzielle Verpflichtungen nicht erfüllt. Die Zirkusdirektorin war wegen Betrugs angezeigt und stand vor Gericht. Es ging um nicht bezahlte Rechnungen in Höhe von ca. 8.500 €. Es wird eine Geldstrafe verhängt und ein Eintrag ins Zentralregister wegen Betruges erfolgt. Bereits 2007 hat die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) wegen nicht gezahlter Krankenkassenbeiträge Insolvenzantrag gegen den Zirkus gestellt, das Verfahren konnte mangels Masse aber nicht durchgeführt werden. Wegen Nichtzahlens von Arbeitnehmerentgelten bestand bereits eine Vorstrafe.
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/zirkusdirektorin-jonglierte-mit-finanzen_rmn01.c.8008655.de_1.html

März 2008:
Circus Barelli klagt erfolglos gegen die Erhebung von Kosten für einen Polizeieinsatz wegen einem ausgebrochenen Tiger. Im Juni 2006 befand sich der Zirkus in Wendlingen in der Sommerpause. Am 19.06.2006 konnten zwei Tiger, die im Eigentum eines ungarischen Tierdompteurs stehen und der mit seiner Tigernummer für die Saison 2006 vom „Circus Barelli“ engagiert wurde, durch eine Nachlässigkeit des (beim Tierdompteur angestellten) Tierpflegers bei der Reinigung der fahrbaren Tigeranhänger ins Freie gelangen. Die Tigerdame „Princess“ verletzte zwei Ponys, bevor schließlich ein Tierarzt aus dem Stuttgarter Zoo die Tigerdame mit einem Pfeil aus einem Betäubungsgewehr betäubte und sie wieder in den Käfig zurückbrachte. Der Ausbruch der Tigerdame Princess hatte den Einsatz von 31 Polizeibeamten, eines Polizeihubschraubers und eines Rettungswagens sowie eines Notarzteinsatzfahrzeuges zur Folge. Für den Polizeieinsatz wurde der Klägerin mit bestandskräftigem Bescheid vom 04.07.2006 EUR 2.902,49 in Rechnung gestellt.
Quelle: VG Stuttgart, AZ.:1 K 2800/07
http://vgstuttgart.de/servlet/PB/menu/1218154/index.html?ROOT=1192939

Auszug aus den Nürtinger Nachrichten, 18. März 2006:
Weil sie bei ihrem Gastspiel 2005 einen Freikartenbesitzer vor dem Zirkuszelt zusammenschlugen, wurden der Direktor und der Clown des
Zirkus Barelli wegen gefährlicher Körperverletzung zu Freiheitsstrafen,
ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt.

Juni 2004:
Es ist berichtet, dass im Zirkus vor einem Jahr illegal ein Tiger eingeschläfert wurde.

März 2004:
Pferde z.T. angebunden, ... es konnte keine § 11 Erlaubnis vorgelegt werden. Der polnische Dompteur C.M. (Name bekannt) hat sich ohne Genehmigung nach 3. MKS-Schutz-VO aus Bad Dürkheim entfernt. Auch keine § 11-Genehmigung. Unstimmigkeiten bei den Equidenpässen.

März 2004:
keine gültige § 11 – Genehmigung, … 1 Benett-Wallaby in ungenügender Einzelhaltung (Schautier), … 1 Friese mit einem Fesselabszeß und einer Phlegmose (der Eiter tropfte auf den Boden). Mangelhafte Fußpflege der Elefanten, Fußpflegewerkzeug stark
verrostet bzw. ungeeignet/nicht vorhanden. 1 kranke Elefantenkuh – verendete 4 Wochen später.

Oktober 2003:
Fehlende Rückzugsmöglichkeiten, ständiger Zugang zu Wasser war nicht vorhanden. 1 sib. Tiger ist am 31.7.03 bei Blutabnahme verendet. Adulter Tiger in sehr schlechtem Ernährungszustand, eingefallene Flanken und Kopf.

Der Tod von Elefantenfrau Jenny 10. September 2002:
Elefantin Jenny sackt tot zusammen. Tierschützer hatten sie bereits einen Monat vorher in einem geschwächten, abgemagerten und extrem kranken Zustand aufgefunden. Offensichtlich wurde das todkranke Tier
noch mehrere Wochen durch die Gegend gekarrt. Ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.
Auszüge von veterinärpolizeilichen Kontrollberichten

August 2002:
Der Zirkus ist dem Vet.-Amt und der Stadt Nbg. bekannt. Er hat Schulden hinterlassen und wird wohl für ein Gastspiel im Herbst keine Fläche mehr von der Stadt zur Verfügung gestellt bekommen.

Juli 2002:
Die Boxen für die Pferde sind durchweg zu klein, 1 Friese mit eitriger Gelenkentzündung hinten rechts, 1 Watusirind mit Augenentzündung rechts, 1 Schimmel mit Augenentzündung rechts, 1 Bennet-Wallaby: Einzelhaltung auf zu kleinem Raum. Die Elefantenkuh Jenny wegen Erkrankung behandelt, etwas abgemagert. Bedrohung eines Vollzugsbeamten, Kontrolle unter Polizeischutz, diverse tierschutzrechtliche Mängel und „Defizite“ bei Auflagen der § 11 Genehmigung aufgetreten, die bislang nicht behoben wurden. 3 Großkamele: Auslauf nur halb so groß wie nach den BML-Leitlinien gefordert. 1 Kamel mit Hautverletzung an der rechten
Vordergliedmaße. Elefanten hatten keinen Auflauf. Mündlich verfügt, dass das Känguruh während der Vorstellung nicht mehr angeleint werden
darf bis zur beantragten und genehmigten Erlaubnis nach § 11 TSchG.
Benett-Känguruh soll in Zoo Braunschweig.

Juni 2002:
Alle 5 Elefanten zeigen hospitales Verhalten (Weben). 1 Friese: Verletzung am rechten Hals, muss tierärztlich behandelt werden. Einleitung mehrerer Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Mängeln. Es liegt keine gültige Erlaubnis gem. § 11 TSchG vor, für Pferde und Esel liegen keine Equidenpässe vor, für Benett-Känguruh keine § 11 – Genehmigung.

Dies ist leider nur die Spitze des Eisberges!

Bitte unterstützen Sie in Zukunft keinen Zirkus mit Tieren.


Bereits 2003 hat der Bundesrat die Bundesregierung mit großer Mehrheit beauftragt, einen Entwurf zu erarbeiten, der die Haltung von wildlebenden Tieren in Deutschland verbietet.

PETA kämpft für dieses Verbot und damit für die im Zirkus leidenden Tiere.