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Zoo Hoyerswerda: Eigener Nachwuchs auf der Speisekarte?

PETA kritisiert Gerichte aus Fleisch bedrohter Tierarten

Stand Januar 2010
Hoyerswerda / Gerlingen, 28. Januar 2010 – Mit scharfer Kritik reagiert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. heute auf das Speisenangebot im Hoyerswerdaer Zoo-Restaurant. Auf der Speisekarte des afrikanischen Lokals „Jambo“ findet man unter anderem Fleisch von Kudus (Antilopen) und Krokodilen. Nach Recherchen der Tierrechtler könnte das Antilopenfleisch über den Umweg von Tierhändlern sogar aus der eigenen Nachzucht des Zoos stammen. Denn der Hoyerswerdaer Zoo ist in der Vergangenheit laut PETA immer wieder mit diversen Tierhändlerskandalen aufgefallen. Zudem sei der Verbleib des eigenen Kudu-Nachwuchses bis heute ungeklärt.

„Der Zoo Hoyerswerda betreibt wohl Artenschutz im Zoo-Kochtopf? Es ist mehr als absurd, dass man in einem Zoo bedrohte Tierarten verspeisen kann, für deren angebliche Erhaltungszucht man im Vorfeld an der Eintrittskasse Geld bezahlt,“ so Zooexperte Frank Albrecht von PETA. Offenbar habe man in Hoyerswerda aus vergangenen Skandalen überhaupt nichts gelernt. Laut PETA wird ein Großteil der überschüssigen Tiere des Zoos an dubiose Tierhändler abgegeben, unter anderem an Frank Janssen und Werner Bode. Die Tierrechtsorganisation fordert den Zoo und die Stadt Hoyerswerda auf, damit aufzuhören, dem verwerflichen Tierhandel mit Steuergeldern satte Gewinne zu finanzieren. Auch sollte Hoyerswerda als Mitglied des Europäischen Zooverbandes (EAZA) endlich auch dessen „Ehren-Kodex“ einhalten. Darin heißt es: „Die Mitglieder überzeugen sich davon, dass die Empfängerinstitution über angemessene Unterbringungsmöglichkeiten für die abzugebenden Tiere verfügt.“ Wo ist das bei diesen dubiosen Tierhändlern der Fall?, fragt PETA.


Interviewkontakt: Frank Albrecht, Tel. 07156 / 17828-35
Weitere Informationen: www.peta.de/zoohoyerswerda
Aktuelle PETA-Recherche zum Zoo-Tierhandel: www.peta.de/zootierhandel
Druckfähige Fotos: www.fotos.peta.de
Sendefähiges Videomaterial: www.videoportal.peta.de